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DM- Titel-und Medaillenflut für KGE-Asse

DM- Titel-und Medaillenflut für KGE-Asse

Bei den Deutschen Kanurennsportmeisterschaften konnten die KGE-Kanuten vollauf überzeugen und zahlreiche Titel und Medaillen nach Essen holen

 

München: War das eine Deutsche Meisterschaft: Sommerhitze an den Tagen der Vorrennen; Dauerregen an den Finaltagen. Da galt es, mit zusätzlichen Planen das Mannschaftszelt abzudichten, den völlig aufgeweichten Boden mit dichtem Flies Teppich auszustatten und Trikots im Waschsalon zu trocknen. München drohte zu ertrinken:

Bedingungen, denen die Essener Kanuten trotzten. Ganz im Gegenteil. Sie fuhren wie entfesselt auf und fischten Titel um Titel und Medaillen aus der Münchner Olympiabahn. Ohne die noch ausstehenden Langstreckenrennen gingen bei den 200m, 500m- und 1000m-Finals 12 DM-Titel, 10 Vizemeisterschaften und 4 Bronzemedaillen nach Essen! Womit die Vorjahres-Gesamtbilanz (5 Titel) schon zu diesem Zeitpunkt weit übertroffen wurde.

Erfreulich insbesondere, dass es neben der Erfolgsgaranten der Kajak-Herren insbesondere die Nachwuchstalente in der Jugend- und Juniorenklasse waren, die zahlreich Grund zum Jubeln hatten.

„Ich muss sagen, ich bin stolz“, fasste KGE-Herrentrainer am Samstagabend kurz und bündig seine Bilanz zusammen. Denn die Herren hatten nicht nur Titel und Medaillen eingefahren, sondern mit dazu beigetragen, dass die Zuschauer mit packenden Rennen versorgt wurden. Zu einem Doppelerfolg für die KG Essen sollte es sogar im 1.000m-Vierer kommen, dem Prestigerennen jeder DM schlechthin. Ihrer Favoritenrolle gerecht wurden dabei Max Rendschmidt, Max Hoff, Kai Spenner und Lukas Reuschenbach (Oberhausen). Dahinter aber waren es Tobias-Pascal Schultz, Niklas und Fabian Kux sowie Frederick Illtz, die sich unter lautem Jubel auf der Zielline deutlich die Vizemeisterschaft erkämpften.

Gänsehaut-Feeling auch im 1.000m-Zweierkajak, in dem sich Max Rendschmidt und Max Hoff ein Duell mit dem Dresdener Weltmeister Tom Liebscher und seinem Partner Jakob Kurschat (Juniorenweltmeister lieferten. Sieg und Titelverteidigung im Ziel dann für das Essener Duo! „Und ich dachte, euch könnte man mal knacken“, gab Liebscher anschließend zu. Und auf dem Bronzeplatz kamen hinter diesem Zweikampf noch Tobias-Pascal Schultz und Kai Spenner ein. „Das war das spannendste 1.000m-Rennen, das ich bei einer Deutschen gesehen habe“, kommentierte Robert Berger abends das Finale im Herreneiner. Hier forderte Max Hoff Weltmeister Liebscher alles ab, der sich am Ende aber doch knapp behaupten konnte vor Hoff auf dem Bronzerang, denn der Oberhausener WM-Bronzemedaillengewinner Lukas Reuschenbach konnte sich noch knapp an Max Hoff vorbeischieben.

Hinter dem WM-Boot Ronald Rauhe-Tim Haseleu aus Potsdam konnten sich zudem Max Renschmidt und Christopher Weiland im 200m-Zweier die Vizemeisterschaft sichern. Und Bronze gab es im 200m-Vierer für Rendschmidt-Weiland und Tobi Schultz mit Lukas Reuschenbach.

Dann waren es dir Junioren, die vollauf überzeugen konnten. Allen voran Niklas Petri, der mit drei Meisterschaften die Heimreise antreten konnte. Gemeinsam mit Philipp Hardy saß er im siegreichen 500m-Vierer der Renngemeinschaft NRW. Und konnte auch im 500m-NRW-Vierer über den Sieg jubeln. Gemeinsam mit dem Emsdettener Max Mikosch dann machte Niklas im 200m-Zweier das Triple voll. Kein anderes Boot hatte diese Sprinterqualität wie Petri-Mikosch!

Gleich drei Titel und drei Vizemeisterschaften gingen auf das Konto von Juniorin Lisa Oehl. Als Schlagfrau führte sie die beiden NRW-Vierer über 500m und 200m bestens über die Strecke. DM-Titel Nr. drei folge dann im Zweier mit Jule Hake (Lünen). In einem wahren Wimpernschlagfinale, in dem die drei ersten Boote die Winzigkeit von nur 4/10 Sekunden auseinander lagen, lagen Oehl-Hake vorne. „Das war knapp, aber gewonnen ist gewonnen“, freute sich auch Trainer Delgado. Zudem erkämpfe Lisa sich weitere Vizemeisterschaften! Im 200m-Zweier mit Jule Hake sowie als Schlagfrau im Damen-Vierer mit Anna Kowald, Katharina Köther und Caroline Arft! Und dies nur 3/10 hinter dem Boot aus Sachsen mit drei WM-Fahrerrinnen.

In der Jugendklasse war es Jack Gries, der seine Medaillenambitionen in die Tat umsetzen konnte: Er wurde im NRW-Vierer über 500m Deutscher Meister. Und sicherte sich zudem hinter dem großen Favoriten Moritz Florstedt (Magdeburg) die Vizemeisterschaft im Einer über 200m, 500m sowie im 500m-Zweier.

„Dieses Mädchen ist einfach der Wahnsinn“, kommentierte Trainer Joaquin Delgado die Leistungen der Jugendlichen Svenja Hardy. „Ihr ging es mit Magen-Darm-Problemen richtig, richtig schlecht, sie war gar nicht zu gebrauchen und dann ballert die solche Rennen runter. Meine Hochachtung vor dieser kämpferischen Leistung“. Die Bilanz von Svenja: Gold im 500m- und 200m-Zweier mit Vanessa Bülow (Hamm) und Gold im 500m-Vierer; zudem Bronze im 500m-Einer. Besser hätte es nicht laufen können!

Date: 2017-09-05


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