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Max Hoff sorgt in Belgrad für goldenen EM-Abschluss

Max Hoff sorgt in Belgrad für goldenen EM-Abschluss

Nach Silber und Bronze für Max Rendschmidt und Silber im Zweier für Hoff wurde dieser zum Ende noch Europameister auf der langen Strecke

 

Belgrad: EM-Silber im 500m-Vierer und Bronze im1.000m- Einer hatte Max Rendschmidt schon im Gepäck, ebenso wie Max Hoff Silber im 1.000m-Zweier – da standen zum Abschluss der Europameisterschaften in Belgrad noch die Langstreckenrennen auf dem Programm. Bei denen Max Hoff über 5.000m an den Start ging. Zwar keine olympische Strecke, aber immer die erklärte Lieblingsdisziplin des Esseners. Und zum Ende einer Meisterschaft auch immer bestens besetzt. Da lässt es sich keiner der internationalen Asse nehmen, noch einmal anzutreten. Wie immer wurde es auch in Belgrad ein spannendes Rennen über 5.000m, in dem es richtig zur Sache ging und auch die Zuschauer auf ihre Kosten kamen.

An dessen Ende es Max Hoff war, der sich durchsetzen und Europameister werden konnte und so für einen goldenen Abschluss dieser kontinentalen Meisterschaften sorgte!

Letztendlich aber entwickelte es sich zu einem Langstreckenrennen, wie es auch Max Hoff so noch nicht erlebt hatte. Schon ungewohnt war die Streckenführung mit fünf kleinen Runden zu je 1.000 Metern. Da musste Max von seiner gewohnten Strategie abweichen, die Konkurrenz am Start ruhig ziehen zu lassen, um im ruhigeren Fahrwasser später vorbeizuziehen. Da galt es, direkt bis zur ersten Wende nach nur 500m vorne dabei zu sein, sich aber aus allen Kabbeleien herauszuhalten. Denn eng geht es beim Massenstart allemal zu! Der Essener Langstrecken-Routinier schaffte es, schon bei der ersten Wende in Führung zu liegen. Im Schlepptau unter anderem die starken Konkurrenten wie Fernando Pimenta aus Portugal, Eivind Vold aus Norwegen und Aleh Yourenia aus Weißrussland. Es entwickelte sich ein Pokerspiel, denn keiner wollte die Führung übernehmen, lieber kräftesparend auf der Welle von Hoff fahren. „Das war dann dadurch letztendlich ein langsames Rennen, bei dem weitere Fahrer Anschluss an unsere Spitzengruppe finden konnten“, beschrieb Max Hoff später die nicht unkritische Sachlage. Bei einem seiner Ausreißversuche anderthalb Runden vor dem Ende konnte er dann die Gunst der Stunde nutzen, als es hinter ihm kräftig schepperte. „Ich nahm ein Gerangel war und wusste, jetzt alles auf eine Karte setzen, alles geben und auf und davon “. Die Konkurrenz hatte sich gegenseitig behindert und schnell war eine beachtliche Lücke entstanden, die es ins Ziel zu bringen galt für Max Hoff. Keiner konnte ihm mehr folgen; er gab über 1,5 Kilometer Volldampf und sicherte sich unter großem Applaus den Europameistertitel!

„Ich bin sehr zufrieden. Die Jungs haben sich irgendwie selber rausgeschossen. Aber es ist auch irgendwie eine Kunst, sich aus diesen gefährlichen Rangeleien heraus zu halten. Das war das Wichtigste für mich. Die letzten anderthalb Runden waren dann noch einmal sehr hart, alleine vorne zu fahren, nicht wissend, ob es die Gegner gemeinsam schaffen, wieder heranzukommen. Somit freue ich mich sehr über diesen Titel. Europameister ist Europameister“, bilanzierte ein geschaffter, aber glücklicher Max Hoff.

Der mit dieser Goldmedaille nach der schon gewonnenen Vizemeisterschaft im 1.000m-Zweier neben dem Potsdamer Canadierfahrer Sebastian Brendel (ebenfalls Gold auf der Langstrecke und zwei weitere Silbermedaillen) zum erfolgreichsten deutschen Teilnehmer avancierte.

Und für den dieses Langstreckenrennen noch weitere Kuriositäten zu bieten hatte.

Aufgrund mehrerer Proteste und Gegenprotest Norwegens und Weißrusslands durch die Behinderungen im Rennen verzögerte sich die Siegerehrung zum EM-Ende noch um Stunden. Und fand dann vor schon fast leerer Tribüne statt. Umso mehr sorgten die wenigen verbliebenen Zuschauer und viele Helfer kräftig für Stimmung.

Nicht mehr vor Ort waren da durch Rückflug-Termine Trainer und Funktionäre des DKV, die bei der Siegerehrung von Brendel und Hoff als Verbandsvertreter die Blumen übereichen sollten. Vorgeschlagen wurde von den Sportlern dann Heino Terporten (KGE-Club-Manager), der die Aufgabe gerne (und spontan in seinem aktuellen Outfit) wahrnahm und so erstmals aktiv an einer internationalen Meisterschafts-Siegerehrung teilnahm.

  • An der Gesamtbilanz des Deutschen Kanu-Verbandes mit 4 EM-Titeln, 5 Vizemeisterschaften und 2 Bronzemedaillen hatten Max Hoff und Max Rendschmidt mit 1 x Gold, 2 x Silber und 1 x Bronze einen erheblichen Anteil

Date: 2018-06-12


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