Unsere "Alten"

In Gottes Namen….. Anpaddeln 2011 in Bamberg

das Mönche gutes Bier brauen und Bamberg nach Dortmund Bierhauptstadt Nr. 2 ist, war fast allen Teilnehmern bekannt aber war nicht der einzige Grund unserer Anpaddeln auf fränkischen Boden auszutragen. Damit sich diese relative weite Anfahrt auch lohnte, brachen wir schon Donnerstags Richtung Bamberg auf. Vater unser im Himmel….. wir kommen!!!! Die franziskaner Mönche aus Bamberg-Bug „opferten“ sich und öffneten ihre heiligen Hallen. Die in direkter Nachbarschacht des Klosters und der Regnitz gelegene Gemeinschaftseinrichtung, war wie geschaffen für ein abenteuerliches Anpaddelwochenende.     Schwierigste Verhandlungen mit den Fischereibehörden des Landkreises Forchheim waren vorausgegangen, um die Perle der fränkischen Schweiz, die Wiesent, im Frühjahr befahren zu dürfen! Mit Unterstützung des bayrischen Kanuverbandes gelang es schließlich eine Genehmigung zu erhalten. Mit Verbands und Vereinswimpel versehende Boote, abgezählte Teilnehmer in Vereinsfarben, Fahrtenleiter ( mit gültigen DKV Ausweisen ) und Genehmigungen, minutengenaue Abstände der beiden Gruppen, an alles hatten wir gedacht aber keine Sau wollte es sehen!! Der wochenlange Verwaltungsakt, praktisch umsonst!

 

Die knapp 20 km auf der Wiesent, brachten bei einigen Sportlern erhebliche Defizite bei Material und Können zu Tage. Die zum Teil verfallenen Wehre und niedrigen Brücken sorgten für entsprechendes Adrenalin und teilweise feuchte Hosen. Mit Gottes Hilfe kamen wir vollzählig aber teilweise schwer gezeichnet in Ebermannstadt an und freuten uns im Brauhaus Sonne über die moderaten Bierpreise, in dieser gottverdammten bayrischen Provinz! Das auch reiner aber reichlicher Biergenuss zu Ausfällen einige Körperfunktionen führen kann, bekam unser „Busfahrer“ Ebbing schmerzhaft zu spüren. Durch unerträglichen Harndrang getrieben, suchte er spät in der Nacht die Örtlichkeiten des Klosters auf und stürzte Bierumnebelt auf dem heiligen Boden, dass leider nicht ohne Folgen. Ebbing startet den zweiten Tag nicht mit Kaffee und Brötchen, sondern wartend in der Notaufnahme des örtlichen Spitals. Mit Gips und dicken Verband wurde er entlassen und konnte für dieses Wochenende sein Paddel an den berühmten Nagel hängen, was mit einem Arm auch nicht gerade leicht von der Hand geht!! Der Rest der Mannschaft begann den Tag mit einem Rundgang in der, seit einiger Zeit zum Weltkulturerbe gehörenden, Bamberger Altstadt. „Nachdurst“ und das warme frühlingshafte Wetter machten Lust auf ein erstes kleines Bierchen, in einer von vielen kleinen Privatbraurein, die es in Franken gibt. Auf der Slalomstrecke des Bamberger Faltboot Club, direkt unterhalb des alten Rathhauses, genossen die Wildwasserkanuten die Blicke der vorbeigehenden Passenten. Diese Aufmerksamkeit sollten wir auch bekommen, als wir wenig später mit unseren Booten, vom Kloster Bug aus, die Stadtrundfahrt Bamberg starteten. Regnitz, Höllengraben, klein Venedig, um nur einige zu nennen, allesamt Standorte, bei einer für uns doch ungewöhnlichen „Paddeleinheit“. Das wir nicht nur trinken, sondern zwischendurch auch mal futtern müssen, trieb uns abends nochmals in die Altstadt. Schäufela mit Kraut oder Bamberger Zwiebelfleisch, das war jetzt angesagt!! Die junge hübsche Bedienung hatte alle Händevoll zu tun und musste so manchen Blick auf ihre …. erdulden. Immerhin waren wir jetzt schon zwei Tage im Kloster, unter Brüdern! Auch das schönste Anpaddeln endet irgendwann einmal und der Abschied kommt. In drei Tagen haben die Wiesent, Regnitz, Main, Höllengraben und den Rhein Main Donau Kanal befahren, viel gelacht und Spass gehabt!! Bruder Volker

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