Unsere "Alten"

Kanumarathon Ardeche 2007


Auch in diesem Jahr machten sich zwei KGE’ler ( Schimmi + Voller ) auf den Weg nach Frankreich um ihre Wildwasserkünste auf der Ardeche zu testen. Zusammen mit Kanuurgestein Wolfgang Pfitzenreuter vom WSV Rheine und Jörg Gebardt vom ECST Raunheim ging es wie im letzten Jahr nach Vallon Pont Arc.

Bei strahlendem Sonnenschein kamen wir morgens in Südfrankreich an. Der erste Blick auf den Wasserpegel ließ nichts Gutes erahnen. Die noch im letzten Jahr mit enormer Wasserwucht umspülten „Schlüsselstellen“ waren jetzt zu Fuß begehbar und ließen die Freude auf ein paar stressfreie Paddeltage auf null sinken. Wochenlange Trockenheit im Zentralmassiv ließen den Ardechepegel dramatisch sinken.

Auf diesen Schreck ging es erst einmal in den nächsten Intermarche wo wir unsere Vorräte mit Baguette, Käse und Rotwein auffüllten. Irgendwie mussten wir ja die Zeit verbringen!

Nicht nur für Kanuten und Biker ist das Departement Südardeche ein wahrer „Leckerbissen“, auch klettern und wandern kann man hier ausgezeichnet. Letzteres taten wir dann auch. Ob durch trockene Seitentäler der Ardeche oder hoch bis zum Pont Arc, waren allesamt neue Eindrücke für uns. Glücklicherweise gehört das Gebiet rund um die Ardeche zu Wolfgangs „Wahlheimat“.

Aber es wurde auch gepaddelt! Direkt vor unserem Campingplatz bei der „spritigen“ Madame Bonhomme, ist die Ardeche aufgestaut und kann dort auf rund 3 km befahren werden. Aufgrund des Wassermangels trainierten dort zahlreiche Kanuten die sich wie wir, auf das Event vorbereiteten.

Das fehlende Wasser ließ Spekulationen auf eine Absage des Rennens aufkommen! Reicht der Wasserstand um die Schlucht ohne Totalschaden zu bewältigen oder sorgt der Veranstalter noch für Zuschusswasser aus den höher gelegenen Stauseen? All das waren Themen, um gemütliche Abende bei Rotwein in unserem Mobilheim zu verbringen.

Immerhin hatten Schimmi und ich nagelneue Boote!!!! Kratzer, o.k. aber mögliche Totalschäden…Alles schon vorgekommen!Mit den neuen Booten waren wir zumindest Materialtechnisch top vorbereitet. Die vom tschechischen Bootsbauer Thomas Zastera hergestellten Einer ( Oleg + Boleg ) brannten wie wir, auf ihren Einsatz.

Der Tag des Rennens näherte sich, die Unruhe bei allen stieg, Startnummernausgabe, der Gang über Kanumesse, alles schon fast Routine, aber wo blieb das Wasser!!!

Samstagmorgen, Tag des Marathons, dass Wasser war da, die Ardeche konnte befahren werden. Erleichterung aber auch dass typische Rennkribbeln kam auf. Schwimmweste passte, Helm saß, es konnte losgehen! Ca.1000 Kanuten aus ganz Europa drängten sich durch diesen in Europa einmaligen Canyon. Und da waren sie, die Totalschäden, Kenterungen, fragende Blicke, wo ist die besten Durchfahrt, all dies sind neben der Landschaft die Reize dieses Marathons. Unbeschadet erreichten wir nach 35 km das Ziel in St. Martin und genossen das immer noch sommerliche Wetter. Mit Platz 12 im Zweier, erreichten Jörg und Wolfgang ein wirkliches Topergebnis. Mit dieser Plazierung, qualifizierten sich die beiden für die erste Startreihe beim Marathon 2008. Mit Platz 106 (Voller) und Platz 160… ( Schimmi) von knapp 400 Einer-Startern, konnten auch wir zufrieden sein, zumal unsere Einer ausser ein paar Kratzern unbeschadet durchkamen.

Für 2008 ist neben der Ardeche auch die Etsch in Italien in der Jahresplanung. Der Etschmarathon ist eine Veranstaltung die sich in den letzten Jahren etabliert hat und es Wert ist, von der KGE besucht zu werden!!!!!!!!

Glück Auf!

Volker Schönholz


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