Die Reise zur U23-Europameisterschaft hat sich für die beiden Nachwuchs-Asse der KG Essen Enja Rösseling und Jonas Borkowski auf jeden Fall gelohnt. Sie kamen mit Medaillen dekoriert aus Pisteti in Rumänien. Und dies, obwohl sie mit der deutschen Flotte ohne spezielle Vorbereitung und so gesehen aus dem Training in die EM gegangen waren. Der Fokus ist auch im U23-Bereich auf die noch anstehende WM in Portugal ausgerichtet.
Allen voran hatte nun Enja Rösseling allen Grund, mehr als zufrieden zu sein. Sie fuhr bei zwei Starts gleich zwei Medaillen ein. Ein starker Auftakt gelang ihr gleich in ihrem ersten Finale des 1.000m-Einerkajaks. „Hier eine Bronzemedaille zu gewinnen, fand ich schon stark. Hatte mich ja in den letzten Wochen nicht auf diese Distanz vorbereitet. Unter diesen Umständen war es wirklich ein optimales Ergebnis für mich“, so Enja.
Und nur einen Tag sollte es für sie noch deutlich besser laufen. In dem doch neu zusammensetzten Zweier mit der Berlinerin Lena Röhlings zogen sie nicht nur direkt ins Finale ein, sondern beide erwiesen sich auch als das schnellste Duo und wurden U23-Europameisterinnen. „Der Zweier lief einfach richtig gut und wir sind super happy mit dem Titel““.
Mehr als zufrieden zeigte sich auch der erst 21-jährige Jonas Borkowski. Mit seinem Potsdamer Partner Leon Reckzeh sicherte sich im 500m-Zweierkajak die Bronzemedaille und verpasste im 500m-Vierer als vierter nur knapp eine weitere Medaille. „Unter den Gegebenheiten aus dem Training heraus an den Start gegangen zu sein, haben wir auf jeden Fall das Beste gemacht“, war Jonas Borkowski mit sich und der gemeinsamen Leistung voll im Reinen.
Von Rumänien ging es für beide mit der U-23-Nationalmannschaft übrigens direkt nach München zur Vorbereitung auf die noch anstehende WM in Montemor/Portugal. Vorbehaltlich der noch ausstehenden offiziellen Nominierung für diesen Saisonhöhepunkt sollten Enja Rösseling und Jonas Borkowski mit ihren EM-Leistungen aber auf jeden Fall eine Empfehlung abgegeben haben für einen WM-Einsatz.
„Wir kennen nun die Baustellen, an denen wir noch arbeiten müssen. Aber wir sind heiß auf das Training hier in München und dann hoffentlich entsprechende WM-Einätze“, gab Jonas Borkowski kurz nach der Ankunft in München durch.
Es bleibt also weiter spannend für Enja und Jonas – die Weichen aber sollte sie am Wochenende gestellt haben.




