Mittwoch, 03 Juni 2020

KGE-Asse kämpfen um WM-Medaillen

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Nach überstandenen Vorrennen stehen bei der WM in Racice nun die Finals an - bei der Vergabe der Medaillen wollen auch die Essener Kanuten mitreden

 

Racice: ""Alles gut"", hatte Max Hoff ja schon nach dem Vorlauf im 1.000m-Zweierkajak gesagt. Mit seinem Berliner Partner Marcus Groß hatte er diese Hürde ohne Probleme genommen und sich mit Bestzeit für die Halbfinals qualifiziert. ""Alles gut"" war dann auch nach diesem schon deutlich anspruchsvolleren Zwischenläufen. Denn auch hier setzten sich die frischgebackenen Europameister Hoff-Groß durch. Und fuhren erneut Bestzeit aller Halbfinals! Damit stehen sie nun nicht nur im WM-Finale von Racice, sondern dürften auch zu den heißen Medaillenanwärtern zählen. ""Das wird ein heißer Kampf um die Plätze; aber wir sollten auf jeden Fall eine Rolle spielen"", so Hoff. Die beiden Vorrennen werden zusätzliches Selbstvertrauen gegeben und der Konkurrenz Respekt eingeflößt haben. Der Weg zu den Medaillen und zum Titel dürfte auch über das deutsche Duo gehen.

Und vorbehaltlich der noch ausstehenden Halbfinals im Herrenvierer über 500m sollte auch Max Rendschmidt im WM-Finale stehen. Denn mit Ronald Rauhe (Potsdam), Tom Liebscher (Dresden) und Max Lemke (Mannheim) gelang auch ihm als Schlagmann des neuen olympischen Sprintflaggschiffs eine tadellose Vorstellung im Vorlauf. Den Rendschmidt &Co als Sieger beendeten. Bedingt durch die große Teilnehmerzahl aber war hier keine direkte Qualifikation für das WM-Finale möglich. Doch sollte nichts unvorhergesehenes geschehen, müsste dieses Boot ganz klar die nächste Hürde am heutigen Tag nehmen und sich ebenfalls in den WM-Endlauf fahren. In den Vorläufen zeichneten sich auch schon die Hauptkonkurrenzboote ab. Da kamen die jeweiligen Vorlaufsieger aus Serbien, Tschechien und der Slowakai. Aber auch Boote wie die Australier, die im Vorlauf noch hinter dem deutschen Team lagen, sind auf keinen Fall zu unterschätzen. Wie schnell der DKV-Vierer sein kann, hat dieser in der Saison schon mit zwei Weltcupsiegen unterstrichen.

Direkt ins WM-Finale einziehen konnte aus dem Vorlauf heraus mit dem nichtolympischen Vierer dann Kai Spenner. Zusammen mit Tamas Gecsö (Potsdam), Lukas Reuschenbach (Oberhausen) und Kostja Stroinski (Berlin) fuhr er auf Rang drei in den Endlauf. Damit war das große Ziel erst einmal erreicht, sich ohne Umweg die entscheidende Runde weiter zu fahren.

Somit steht nun an diesem Wochenende ein mehr als spannendes Kanu-Wochenende in Racice an. Nicht nur für die internationale Kanu-Elite und den Deutschen Kanu-Verband, sondern auch für die Essener Teilnehmer. Zunächst steht heute (Samstag) das Finale für Max Hoff mit Marcus Groß an; am Sonntag geht es dann für die beiden Vierer mit Max Rendschmidt und Kai Spenner in den WM-Endlauf. Und zum Abschluss geht Max Hoff auch noch im 5.000m-Langstreckeneiner an den Start. Eine Strecke, die er immer gerne fährt und auf der er auch zu den großen Medaillenanwärtern zählt.

 

  • Nicht so gut lief es in Racice jedoch für Katharina Köther. Im 200m-Einer kam sie nicht über den Vorlauf hinaus. Fuhr aber dabei ein ganz gutes Rennen; hatte jedoch mit der Auslosung etwas Pech. Denn in den anderen Läufen wäre sie eine Runde weiter gekommen.

 

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