Saisonauftakt für KGE-Kanuten
- Kategorie: Nationale Veranstaltungen
- Veröffentlicht: Donnerstag, 03. April 2025 18:33
- Geschrieben von Ute Freise
An diesem Wochenende starten die Kanuten mit der ersten von zwei Verbandssichtungen in die aktuelle Saison
Endlich ist es soweit – der lange Winter ist vorüber und die aktuelle Wettkampf-Saison 2025 steht für die Renn-Kanuten an. Und schon traditionsgemäß hat es der Auftakt so richtig in sich. Denn an diesem Wochenende gibt es auf der Duisburger Wedau ein erstes großes Stelldichein der bundesdeutschen Kanu-Elite auf der ersten von zwei nationalen Verbandssichtungen. Alle, die sich in der höchsten Leistungsklasse und bei den Junioren um einen Platz in einem der Nationalteams bewerben möchten, kommen um die Sichtungen nicht herum. Nach der zweiten und abschließenden Veranstaltung Ende April dann werden die Ranglisten erstellt und die Nationalteams vom Trainerrat des Deutschen Kanu-Verbandes ernannt, die dann in die internationalen Qualifikationen gehen – mit dem Ziel, möglichst bei den diesjährigen Saison-Höhepunkten wie Europameisterschaften und Weltmeisterschaften dabei zu sein.
So gilt es schon an diesem Wochenende, die Weichen in die richtige Richtung zu stellen. Da ist Spannung vorprogrammiert auf der Wedau, wenn auch erfolgreiche Olympiastarter von Paris auf ambitionierte Herausforderer treffen.
Natürlich ist auch die KG Essen mit ihren Leistungsträgern vertreten, wenn es darum geht, sich dieser ersten wichtigen Standortbestimmung zu unterziehen und möglichst in Position zu bringen.
Im Blickpunkt stehen wird dabei wieder einmal die Garde der Kajak-Herren, die in diesem Jahr erstmals vom verantwortlichen Trainer Christoph Steinkamp betreut wird, der ja die Nachfolge von Erfolgstrainer Robert Berger angetreten hat. Angeführt wird die Herren-Flotte von Vierer-Olympiasieger Max Rendschmidt, der sich wie seine „Gold-Partner“ nach der anstrengenden Olympiasaison eine etwas längere und erforderliche Regenerationszeit zugestanden hat. Gemeinsam haben sie sich in Absprache auch mit dem Bundestrainer entschieden, zur Vorbereitung auf die anstehende Saison ein gut fünfwöchiges Trainingslager in Australien zu absolvieren und dort auch teilweise mit dem australischen Team zu trainieren. Im Viererfinale von Paris war die australische Crew im Fotofinish nur um Zentimeter dem deutschen Quartett unterlegen. „Ja, dass war ein sehr schönes Trainingslager in Australien. Aber wie geplant auch sehr trainingsintensiv und anstrengend“, berichtete Max Rendschmidt, vierfach-Olympiasieger und Fahnenträger bei der Abschlussfeier von Paris.
Neben ihm dürften dann am Wochenende die Augen auf Nico Paufler gerichtet sein, der in den Vorjahren mit herausragenden Erfolgen aufwarten konnte. Neben dem Sport hat er seinen Fokus auch auf seinen beruflichen Werdegang gelegt und hofft, sich dennoch gut positionieren zu können.
Dann darf man gespannt sein auf das Abschneiden von Jonas Borkowski und Tim Dietzler, die im Vorjahr auch auf internationalem Parkett der U23 mehr als positiv auf sich aufmerksam machen konnten. Beide sind gut durch den Winter gekommen und machen laut Steinkamp „ein richtig gutes Ding“.
Ferner am Start sind bei der Sichtung Jan-Peter Graf, Simon Specht, Niklas Heuser, Denis Dimitrow, Simon Specht und Simon Leander Weymann.
Im Damenbereich wird dann aus Essener Sicht insbesondere Olympiastarterin Enja Rößeling im Blickpunkt stehen. Sie hat sich im Frühjahr unter anderem mit dem Damen-Nationalmannschaftsteam in Florida/USA vorbereitet und ist laut Christoph Steinkamp „richtig gut“ zurückgekommen. Nach einem Ski-Unfall und doch längerem Trainingsausfall bleibt bei Liv-Grete Liwowski abzuwarten, wie sie sich schon behaupten kann.
In der Juniorenklasse ist es dann vorrangig Marleen Sits, die sich den Bundestrainern empfehlen möchte. Sie konnte ja im Vorjahr in ihrem ersten Juniorenjahr bereits erstklassige internationale Erfolge einfahren.
Auf die Aktiven kommt am Wochenende ein umfangreiches und intensives Programm zu: in der Leistungsklasse gilt es, sich einmal auf der 250m-Strecke zu behaupten und dann die 1.000m-Distanz zu bewältigen. Und sich möglichst über Vor- und Zwischenläufe in die Finals vorzufahren. Bei den Junioren stehen ebenfalls 250m auf dem Plan; zudem gilt es, gut über die 2.000m lange Strecke zu kommen.
Zeitplan Sichtung:
Samstag: 8.15 – 12.10 Vorrennen LK und Junioren 250m; 12.40 – 15.40 Finals 250m; 16.15 – 17.30 Junioren 2.000m; 17.45 – 19.00 Vorlaufe LK 1.000m/500m;
Sonntag: 9.15 – 10.15 Halbfinals LK 1.000m/500m; 12.40 – 13.40 Finals LK
Die wichtigsten Stationen in 2025:
5./6. April: 1. nationale Sichtung LK/Jun
25.-27. April: 2. nationale Sichtung LK/Jun
09.-11. Mai: intern. Frühjahrsregatta Essen
16.-18. Mai: Weltcup Szeged/Ungarn
22.-25. Mai Weltcup Posen/Polen
23.-25. Mai: intern. Reg. Jun/U23 Bratislava/Slowakei
19.-22. Juni: EM LK Racice/Tschechien
27.-30. Juni: U23-Jun.-EM Bratislava/SVK
03.-07. Juli: U23-Jun.-EM Pitesti/Rumänien
11.-13. Juli: Landesmeisterschaften Köln
23.-27.Juli: U23-Jun. WM Montemor-o-Velho/Portugal
01.-03. August: Finals Dresden
20.-24. August: WM LK Mailand/Italien
26.-31. August: DM Köln-alle Klassen
18.-21. September: Olympic Hope Games Racice/Tschechien