Mittwoch, 19 Februar 2020

WM-Gold für Rendschmidt; Hoff erkämpft Langstreckensilber; als Vierter über 1.000m im Pech

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Bei den Kanurennsport-Weltmeisterschaften in Mailand gewinnt Max Rendschmidt mit seinem Berliner Partner Marcus Groß die Goldmedaille; Max Hoff sichert dem Verband als Vierten den Olympia-Quotenplatz und erkämpft sich zum Abschluss noch Silber über 5.000m; aber mit dem Vierer verpassen Spenner und Schmude das Finale.

Mailand: "Wir sind wieder in der Spur und im Plan mit den Olympia-Quotenplätzen" , zog der Präsident des Deutschen Kanu-Verbandes Thomas Konietzko, erst einmal positive Zwischenbilanz am Ende des ersten Finaltages bei den Kanu-Weltmeisterschaften in Mailand. Dennoch gingen nicht alle Träume auf dem Idroscalo See von Mailand in Erfüllung; Freude und Enttäuschung sowie Emotionen lagen da dicht beieinander, für die deutsche Flotte wie auch für die Essener Teilnehmer. Zu den "Sahnehäubchen" , wie Präsident Konietzko es formulierte, zählten neben Einercanadier-Weltmeister Sebastian Brendel (Potsdam) auf jeden Fall Max Rendschmidt und sein Berliner Partner Marcus Gross. Denn einmal mehr legte dieses noch junge Duo ein Rennen wie aus dem Lehrbuch hin und wurde nach 2013 erneut Weltmeister im Zweierkajak auf der olympischen 1.000m-Strecke. "Ja, wir haben und nach Platz vier im Vorjahr den Titel wieder zurückgeholt. Das Rennen hat echt Spaß gemacht, wobei es auch richtig anstrengend war. Aber wir wussten, was wir können und waren uns ziemlich sicher, vorne mit dabei zu sein" , erklärte Max Rendschmidt abends im "Deutschen Haus" des DKV. Es war ein Rennen, wie es sich der M&M- (für Max und Marcus) Express vorgestellt hatte. "Gut aus dem Start kommen, gut über die Strecke kommen und dann einen phänomenalen, nein guten Endspurt hinlegen. Aber bei 500m hab ich schon gedacht, mensch ist das anstrengend" , ließ Max Rendschmidt die Marschroute für ihr optimales Rennen lachend Revue passieren. Und er erklärte, dass auch "ein Riesenbrocken" von ihnen abgefallen war, angesichts der Tatsache, die wichtigen Olympia-Quotenplätze für den Verband gesichert zu haben. Vizeweltmeister wurden mit fast einer Sekunde Rückstand die Australier; Bronze ging an Serbien. Eine weitere Goldmedaille hätte Max Rendschmidt zudem für das Kunststück verdient, dass er völlig ausgepumpt direkt nach dem Ziel hinlegte. Er drehte sich blitzschnell im Boot um, um seinem Partner von Angesicht zu Angesicht zum WM-Gold zu gratulieren. "Das war eine spontane Aktion von mir. Wenn wir schon mal ein Motivationsloch im Training haben, machen wir so einem Blödsinn. Und wir können uns schon bewegen im Boot" . Sich immer wieder abklatschen und gegenseitig nass spritzen, war es auch für Außenstehende eine Freude zuzusehen, wie viel Spaß dieses Duo an seiner Goldfahrt hatte. Nicht zum Jubeln zumute war nach seinem Finale im Einerkajak über 1.000m aber Max Hoff. Als einer der ganz großen Medaillenhoffnungen fuhr er auf dem undankbaren vierten Platz über die Ziellinie. Nach dem Finale eine ganze Weile mit leerem Blick am Ufer stehend, war ihm seine Gemütsverfassung deutlich anzusehen. "Die Enttäuschung bei mir ist gerade riesengroß. Ich bin eigentlich sprachlos und brauch auch nicht nach Ausreden suchen" . Die Konkurrenz war blitzschnell in das Rennen gestartet, Max hatte versucht, mitzufahren, "aber es ging nicht" . Am Ende kam er zwar noch einmal deutlich an die Führenden heran, zu einem Treppchenplatz aber reichte es nicht mehr ganz. Das Wichtigste aber war, er hatte dem Deutschen Kanu-Verband einen Olympia-Startplatz gesichert, das betonte auch Präsident Konietzko. "Ein vierter WM-Platz ist kein Drama. Hauptsache, der Quotenplatz ist geschafft. An so einem Tag muss bei dieser Konkurrenz alles passen. Und ich habe es heute nicht ganz zusammengekriegt. Da waren die anderen drei heute einfach besser. Nun muss ich das mit den Trainern in Ruhe analysieren. Und auf morgen schauen" , versuchte Max Hoff den Fokus auf das abschließende Langstreckenrennen zu richten. Durchaus erfolgreich, denn hinter dem wieder einmal bärenstarken Australier Kenny Wallace erkämpfte sich Max Hoff die Silbermedaille. "Olala, olala, wir haben einen Maxe, olala" , schallte es bei der Siegerehrung aus dem Essener Fanblock. Alle hatten "ihrem" Max die Daumen gedrückt, dass es Medaille wird. Zuvor hatte Max Hoff einmal mehr ein packendes Langstreckenrennen und Duell mit dem Australier hingelegt, das mit der Vize-Weltmeisterschaft belohnt wurde. "Es war ein gutes Rennen, ich habe alles getan, was ich konnte. Und ich bin froh, zweiter geworden zu sein in diesem Feld. Aber Kenny ist auf der langen Strecke einfach eine harte Nuss und sehr sprintstark. Er hat nun 12 mal in Folge international auf dieser Distanz gewonnen; und ich war gefühlte 10 mal zweiter. Das ist doch auch eine Konstanz" , kommentierte Max Hoff später. Durchaus mit Hoffnungen in die WM gegangen, musste der deutsche Herrenvierer über 1.000m mit den beiden Essenern eine herbe Enttäuschung hinnehmen. Kai Spenner und David Schmude verpassten mit Felix Landes (Neckarsulm) und Martin Schubert (Friedrichshafen) als 10. den Einzug ins das WM-Finale und auch die heiß begehrten Olympia-Quotenplätze. "Es ist schwierig, Worte zu finden. Da ist für uns gerade ein ganz großer Traum geplatzt. Hier ging es ja nicht nur um die WM. Dieses Ergebnis kommt einem Schlag ins Gesicht gleich, den man erst einmal verdauen muss" , war nicht nur Kai Spenner anzumerken, wie dieses Resultat alle mitnahm. Für den DKV bedeutet dieses Ergebnis, im kommenden Jahr nicht die maximale Zahl von Kajak-Herren mit nach Rio nehmen zu können. Zunächst aber galt es für Spenner, Schmude und Kollege, sich noch einmal für das B-Finale zu motivieren. "Sich vorzustellen, im B-Lauf an den Start zu gehen, fällt so kurz nach dem verpassten A-Finale schwer. Aber wir wollen dort noch einmal mit Biss rangehen; wir wollen dort gewinnen “ zumindest das muss drin sein" , so Spenner. Am Ende reichte es für das deutsche Quartett tatsächlich zum Sieg im B-Finale und damit letztendlich zu Platz zehn. "Sicher tat dieses Ergebnis schon gut. Wir sind der zehnte Vierer in der Welt. Aber es ändert nichts daran, dass wir das Finale und auch die Olympiaquotenplätze verpasst haben. Und sehr enttäuscht sind" , war sich das Quartett einig.

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