Sonntag, 15 Dezember 2019

Max Hoff: Im Ziel möglichst vorne sein

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Max Hoff steht in Rio vor seinen dritten Olympischen Spielen und hat sich schon damit einen Kindertraum erfüllt. Der nun getoppt werden kann durch Edelmetall. Irgendwann saß Max Hoff als kleiner Steppke vor dem Fernseher und dachte "bei Olympischen Spielen an den Start zu gehen, das müsste ziemlich cool sein" . Einen Plan dazu hatte er da aber noch nicht, auch noch nie in einem Boot gesessen. Das war erst etwas später der Fall, als er mit dem Wildwasser-Kanufahren begann. Eine Sportart, in der er zunehmend Erfolge feiern konnte bis hin zum Weltmeistertitel. Der eine Traum aber blieb: an Olympischen Spielen teilzunehmen. Was im Wildwasser jedoch nicht möglich ist, da diese Sportart nicht zum Olympischen Programm gehört. Die konsequente Entscheidung von Max Hoff ist bekannt; er wechselte im Herbst 2006 vom Wildwasserlager zu den Renn-Kanuten. An die Anfänge denkt Max Hoff auch heute noch schmunzelnd zurück. Da wurde er zu Beginn - sicher auch bedingt durch seine eher untypische Fahrweise - eher belächelt, so nach dem Motto "na, dann soll er mal sein Glück versuchen" . Aber schnell war klar, dass er es mehr als ernst mein. Schnell hat er sich Respekt verschafft durch Leistung und Einsatz. Seit über zehn Jahren ist er nun der Einer-Fahrer, an dem es kein Vorbeikommen gibt, der national diese Kategorie dominiert; und er ist Aktivensprecher, dessen Meinung Gehör findet. Auch auf internationalem Parkett zählt er zu den ganz Großen, kann mehrere WM-Titel und Medaillen auf seinem Konto verbuchen. Und hat sich auch den Kindheitstraum von einer Olympia-Teilnahme erfüllt. Nach Peking und London ist er nun in Rio schon zum dritten Mal dabei. Seinen Traum aus jungen Jahren hat er aufgestockt: nicht nur dabei sein, sondern einmal ganz oben auf dem Treppchen stehen! Mit dem Gewinn der Bronzemedaille 2012 war er dem schon ganz nah; hätte eventuell danach schon aufgehört, wenn es mit Gold geklappt hätte. So aber hat er weitere vier Jahre konsequent und intensiv auf dieses große Ziel hingearbeitet, was ihm grundsätzlich gar nicht so schwergefallen sein dürfte. Denn er ist Sportverrückt, Kanuverrückt, Trainingsverrückt “ alles in positivem Sinne. "Ohne Paddeln und Training könnte ich gar nicht" , sagt Hoff. Der da schon mal gebremst werden muss von den Trainern, "wenn ich nicht mehr kann und es Zeit ist, auf die Couch geschickt zu werden. Wenn der Ehrgeiz größer ist als das, was der Körper hergibt" . Denn eines ist klar, auf diesem Niveau international vorne mitzufahren, ist kein Zuckerschlecken. Bei allem Spaß am Sport gibt es da auch die schwierigen Momente, Muskelschmerzen, Entbehrungen, Verzicht auf Familie und Freunde und das geliebte Skifahren. Phasen, in denen es hart wird, sich zu motivieren. "Dann muss man daran denken, wofür man trainiert. Dann nicht alles hinterfragen, sondern einfach rein ins Boot und an das Ziel denken, das man hat. Und weiter davon träumen, von dem Ziel, das man hat: am Ende möglichst vorne sein" , beschreibt der 33-jährige seine Motivationshilfen. Die Zeit der harten Vorbereitung ist nun auch für Max Hoff vorbei; die deutsche Rennsport-Flotte ist am Donnerstag in Rio angekommen. Kurz vor der Abreise machte Max Hoff noch einmal deutlich, wie sehr er sich nun die Spiele herbei sehnt. "Ich freue mich riesig darauf, und ich würde mich natürlich noch mehr freuen, wenn es zu Beginn im Einer gut für mich läuft; dann würde ich dem Rest noch mehr entgegenfiebern" . Denn neben seiner Spezialdisziplin, dem 1.000m-Einerkajak, geht Hoff noch im letzten Rennen im Viererkajak an den Start. Das Hauptaugenmerk aber liegt zunächst auf dem Einer. "Ich gehe davon aus, dass es am Ende ein offenes Rennen wird" , kreisten schon vor dem Abflug die Gedanken um das wichtigste Rennen der letzten vier Jahre. Denn die bisherigen Saisonrennen haben gezeigt, dass es zwischen mehreren Konkurrenten ganz eng zugehen kann; dass aber auch einer alleine das Rennen der Rennen fahren und davonziehen kann. Vom Papier her dürften der Däne Rene Holten Poulsen, der Portugiese Fernando Pimenta, der Tscheche Josef Dostal “ und auch Max Hoff die größten Konkurrenten sein. Hinzu kommt der Canadier Adam van Koeverden, der Australier Ken Wallace, und auch der junge Belgier Arthur Peters war schon für Überraschungen gut. "Und wer weiß, wer sich noch dazu gesellt" . Und auch, wenn es bei den Weltcups und der EM für Hoff nicht so optimal gelaufen ist, glaubt er doch, "dass die anderen mich schon auf der Rechnung haben werden" . Alles andere wäre in der Tat aus deren Sicht nicht nachzuvollziehen, unterschätzt werden sollte Max Hoff nicht. Auch Hoff, immer sehr selbstkritisch, musste schon zugestehen, dass es "ganz gut" lief in der direkten Vorbereitung. Auch die aktuellen eher unruhigen Wasserverhältnisse vor Ort in Rio sollten ihn vor keine unlösbare Aufgabe stellen; mit Wellen kommt er eigentlich klar. Und fährt auch nach dem Training gerne schon mal in den Motorbootwellen. Und Gegenwind wäre nicht schlecht, das "verlängert zwar die Schmerzen" , kommt aber auch der Ausdauerqualität entgegen. Die zweite Chance für die Erfüllung des ganz großen Traums ergibt sich dann am letzten Finaltag im 1.000m-Vierer, in den auch Max Rendschmidt als Schlagmann sitzt. Als Zugabe für alle nach den Finals in den Kleinbooten gedacht, hat dieses Boot durchaus Medaillen-Potential, wenn nicht mehr. Ist beim einzigen internationalen Start beim Weltcup in Racice/Tschechien der Konkurrenz davon gefahren. Und vielleicht ist es ja auch ein gutes Zeichen, dass die Rennkanuten wie schon 1992 in Barcelona wieder in pinken Booten in die Olympischen Rennen gehen. Angeregt von Max Hoff als Aktivensprecher sowie von den beiden Sprintern Ronald Rauhe (Potsdam) und Tom Liebscher (Dresden) wollte man den Spirit von Barcelona aufleben lassen, wo der deutsche Kanu-Verband seine erfolgreichsten Spiele feiern konnte. Und wenn es dann von Rio am Ende der Spiele im zweiten Flieger zurück zum zentralen Empfang in Frankfurt geht, dann sollte sich so mancher Traum erfüllt haben. "Denn im zweiten Flieger sitzen die Medaillengewinner" . Und vielleicht hat sich dann auch für Max Hoff der ganz große Traum erfüllt: im Ziel vorne sein. Eine einzigartige Verbindung zwischen Wildwasser und Rennsport kann wohl nur Max Hoff für sich beanspruchen. Keiner kann so viele Eskimorollen im Rennkajak drehen wie er. Wie gut er in beiden Sportgeräten klar kommt, belegt sicher auch die Tatsache, dass er noch nie gekentert (ins Wasser gefallen) ist. Auf sein zweites pinke Ersatzboot verzichtet Hoff übrigens in Rio; er hat es in Duisburg behalten, um möglichst lange darin trainieren zu können. Denn die Bootsflotte ist schon zeitig über Luxemburg nach Rio verschifft worden; dort aber einen Tag vor Ankunft der Sportler unbeschadet von den ersten Trainern in Empfang genommen worden.

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