Dienstag, 14 Juli 2020

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Hoff, Ems, Fröse und Wy-lenzek im Nationalteam; Kröck in U23-Mannschaft Kowald topp

Am Ende waren alle Aktiven und Trainer froh, dieses nervenaufreibende Wochenende überstanden zu haben. Der harten Arbeit auf dem Wasser folgte dann die komplizierte Rechnerei, wer in der Addition der beiden nationalen Verbandssichtungen in den einzelnen Ranglisten welchen Platz eingenommen hatte. Und das Warten auf das Ergebnis der Beratungen des Trainerrates des Deutschen Kanu-Verbandes, wer den Sprung in die Nationalmannschaft geschafft hatte. Bei den abschließenden 500m-Rennen am Sonntag war es aus Essener Sicht Tomasz Wylenzek, der ein Zeichen setzte. Kurz vor dem Ziel noch in Führung liegend, hatte er am Ende etwas Pech und kam mit nur 24/100 Sekunden hinter dem Sieger als vierter ein. Trainer Robert Berger, der das Rennen mit dem Rad begleitet hatte, zeigte seinem Schützling direkt am Steg, wie knapp dieser Zieleinlauf gewesen war. "Ich bin dennoch total zufrieden mit dem Rennen, es ist einfach gut gelaufen" , war Tomek mit sich im Reinen. In der Addition aller Sprintstrecken hat er sich auf dem Ranglistenplatz eins behauptet und könnte nun einen Einsatz im 200m-Einer schon beim Weltcup nächstes Wochenende in Posen/Polen erhalten. Sich nach der 200m-Vizemeisterschaft auch über 500m mächtig ins Zeug legen wollte Jonas Ems. Er verpasste aber in seinem schweren Halbfinale den Einzug in den A-Endlauf und kam im B-Finale auf Platz zwei (insgesamt somit 10.) ein. In der Sprintrangliste nimmt er nun hinter Ronald Rauhe den zweiten Platz ein. Wie seine Einsatzplanung bei den anstehenden Weltcuprennen aussieht, wird sich in den nächsten Tagen entscheiden. Seine Sprinterqualitäten stellte insgesamt auch Joshua Kröck unter Beweis, der sich damit für die U23-Nationalmannschaft qualifizieren konnte. Auch wenn Torben Fröse mit seinem siebten Finalplatz über 1.000m nicht zufrieden war, konnte er sich doch mit seinem erstklassigen Auftritt bei der ersten Sichtung in die Nationalmannschaft fahren! Auch er könnte schon am Wochenende In Posen zum Einsatz kommen. Mehr als achtbar geschlagen haben sich auf beiden Sichtungsregatten auch Niklas und Fabian Kux sowie David Schmude. Nach persönlich enttäuschenden Leistungen ist in diesem Jahr für Norman Zahm hingegen ein internationaler Einsatz nicht gegeben. Dann war es im abschließenden zweiten 500m-Rennen noch einmal Juniorin Anna Kowald, die für einen Glanzpunkt sorgte. Mit einem furiosen Endspurt kämpfte sie sich am Ende immer näher an die führende Virginia Najork (Köpenick) heran. Wäre die Strecke nur Zenitmeter länger gewesen, hätte Anna gewonnen; so aber lag sie die Winzigkeit vom 1/100 (!) Sekunde zurück. In der Addition aller Paddelwertungen aber lag Anna Kowald deutlich vorne. Und zum dritten Mal war auch Annabelle Bösing ins A-Finale gefahren (8.) “ für die noch Jugendliche ein Riesending. Ganz spannend wurde es zum Abschluss noch einmal bei dem anstehenden Rennen im 200m-Zweierkajak der Herren. Hier gingen Ronald Rauhe (Potsdam) und Martin Roßdeutscher (Dresden) als erster und dritter der Einzelwertung als haushohe Favoriten an den Start. Aber es wurde mehr als eng für das Duo, denn nur wenige Hundertstel lagen im Ziel Joshua Kröck mit Florian Jeglinski (Magdeburg) und Matthias Krost mit Jonas Ems dahinter. Für beide Boote mehr als eine Empfehlung.

DM-Titel für Hoff, Silber für Ems, Bronze für Wylenzek

Böig und wechselhaft waren nicht nur die Windverhältnisse an der Duisburger Wedau; stürmisch ging es auch auf dem Wasser zu. Es war auf jeden Fall das erwartete spannungsgeladene Wochenende für die Kanuten bei der zweiten Verbandssichtung und Deutschen Einermeisterschaft in den olympischen Disziplinen. Nach der sehr guten ersten Sichtung vor drei Wochen gingen auch die Aktiven der KG Essen und ihre Trainer erwartungsvoll in die Rennen. Und am Ende des ersten Finaltages ging ein DM-Titel durch Max Hoff im 1.000m-Einerkajak, eine Vizemeisterschaft im 200m-Einerkajak durch Jonas Ems und eine Bronzemedaille durch Tomasz Wylenzek im 200m-Einercanadier nach Essen. Hinzu kamen sechs weitere A-Final-Teilnahmen, aber auch nervenaufreibende Momente und Rennausgänge. "Natürlich möchte ich bei der WM den Einer fahren und den Quotenplatz für Olympia holen. Und wenn das national noch jemand möchte, muss er schneller sein als ich" , hatte Max Hoff zu Saisonbeginn selbstbewusst verkündet. Und bei der ersten Sichtung seine Ausnahmestellung entsprechend mit zwei Siegen unterstrichen. An diesem Wochenende dann aber stand aufgrund von Schulterproblemen ein großes Fragezeichen hinter dem Modellathlet. Erst nach dem Einfahren vor dem Finale zum 1.000m-Einer wollte der Titelverteidiger die Entscheidung fällen, ob ein Start überhaupt möglich sei. "Da habe ich nicht gedacht, dass es geht. Ich hätte vor Schmerzen heulen können. Offensichtlich war dann der Adrenalinschub groß genug, um im Rennen die Schmerzen zu unterdrücken. Gut, dass ich schon nach 250 Meter die Konkurrenz unter Kontrolle hatte und nicht alles geben musste, um zu gewinnen" , berichtete der alte und neue Deutsche Meister Max Hoff später. In Absprache mit KGE-Trainer Robert und Chef-Bundestrainer Reiner Kießler verzichtete Max dann aber auf einen Start über 500m und auch auf einen ersten internationalen Einsatz beim Weltcup nächste Woche in Posen/Polen, um die Schulterprobleme erst einmal auszukurieren. "Ich bin froh um jeden, der mit guten Leistungen anklopft" , hatte Bundestrainer Kießler vor der Sichtung mit Blick auf eine schlagkräftige WM-Mannschaft verkündet. Und einer, der kräftig angeklopft hat, ist Torben Fröse. Nach seinen zweiten Plätzen vor drei Wochen fuhr er neben Max Hoff als zweiter KGEer ins 1.000m-A-Finale. Mit seinem siebten Platz in einem von unterschiedlichen Windverhältnissen geprägten Finale war er dann aber nicht ganz zufrieden. "Das ist schon schade, wenn auf begünstigten Bahnen Fahrer vorbeirutschen, die man sonst im Griff hatte. Aber so ist das nun mal bei einer Außensportart" , kommentierte Torben Fröse. Mit Spannung erwartet wurde dann natürlich auch das 200m-Sprintrennen der Herren, bei dem es zu einer Neuauflage des schon Jahre währenden Duells zwischen Jonas Ems und Ronald Rauhe (Potsdam) kommen sollte. Beide gingen mit der optimalen Platzziffer eins aus der ersten Sichtung ins Rennen; Jonas zudem als Titelverteidiger. Doch dieses Mal war es wieder der Potsdamer, der im Ziel die Bootsspitze vorn hatte vor Jonas Ems und dem Drittplatzierten Dresdner Martin Roßdeutscher. "Ich hatte direkt beim zweiten Startschlag zwei heftige Windböen und Ronald war sofort etwas weggerutscht. Das wieder aufzuholen ist schon sehr schwer. Schade, dass es nicht gereicht hat. Aber wenn es so läuft wie in den zurück liegenden Jahren, darf es dann international ruhig wieder umgekehrt ausgehen" , so Jonas Ems. Ebenfalls ins A-Finale fuhr Joshua Kröck, der im Ziel als siebter einkam. Ein Wechselbad der Gefühle musste auch Tomasz Wylenzek überstehen. Über 1.000m noch von starken Atemproblemen (Pollen-Allergie) gehandicapt, verpasste er hier das A-Finale, siegte aber später im B-Endlauf. Und zeigte sich auch über 200m wieder in blendender Verfassung. Hinter Sebastian Brendel (Potsdam) und Stefan Holtz (Leipzig) gewann der KGEer die Bronzemedaille. "Von den Böen einmal ganz abgesehen, war dies ein richtig gutes Rennen. Es hat Spaß gemacht, so vorne mitfahren zu können" , strahlte Tomek. Und einmal mehr war es Anna Kowald, die bei den Juniorinnen überzeugen konnte. Mit zwei zweiten Plätzen im 200m- und 500m-Einer gab sie eine weitere Empfehlung in Richtung Nachwuchs-Bundestrainer ab. Klasse auch die Vorstellung der noch Jugendlichen Annabelle Bösing, die sich ebenfalls in beide A-Finals fuhr und als siebte bzw. achte überzeugte.

KGE-Kanuten überzeugen bei erster Sichtung

Dieses Bild hatte schon etwas: während die aus dem gesamten Bundesgebiet angereiste Konkurrenz nach und nach die lange Heimreise antrat, saßen die Trainer des Essener Kanu-Bundesstützpunktes Robert Berger (Kajak Herren), Arndt Hanisch (Sprint), Christoph Steinkamp (Damen Junioren) und Martin Mieke (Herren Junioren) zusammen mit KGE-Club-Manager am Rande der Duisburger Wedau und ließen einen Kräftezehrenden und Nervenaufreibenden Sichtungstag Revue passieren. All die Anspannung der vergangenen Tage war abgefallen und sie schienen nicht nur die Abendsonne zu genießen. Insgesamt hatten die KGE-Kanuten neun Siege, drei zweite und einen dritten Sichtungsplätze eingefahren. So eine Halbzeitbilanz im nationalen Sichtungsverfahren konnte kein anderer Verein aufweisen! Je zwei Siege gingen auf das Konto von Max Hoff und Jonas Ems, einmal war Tomasz Wylenzek erfolgreich und mit vier ersten Plätzen trumpfte Juniorin Anna Kowald auf. Hinzu kamen zwei zweite Ränge von Torben Fröse und je ein dritter Platz von Jonas Ems und Tomasz Wylenzek. Seinen ersten Auftritt im gelben Trikot der KG Essen bestritt auf der Wedau Neuzugang Max Hoff. Und bestätigte dabei laut Trainer Berger seine Ausnahmestellung. Schon in der auch von ihm als Mittelstreckenspezialist geforderten 250m Sprintstrecke zeigte er sich verbessert und überzeugte als sechster. Und nachdem das für ihn "Schlimmste" dann vorbei war, folgte seine Kür. Bei beiden geforderten 2.000m-Zeitrennen fuhr er einfach in seiner eigenen Liga und siegte unangefochten. "Es war schon anstrengend, lief aber auch sehr gut; Ich bin zufrieden" , kommentierte der Doppelsieger anschließend. Hinter ihm war es dann Torben Fröse, der für die ganz große Überraschung sorgte und mit einer - wie Robert Berger es formulierte - tadellosen Leistung gleich zweimal auf den zweiten Platz fuhr. "Damit habe ich natürlich nicht gerechnet. Aber das war nur das Vorgeplänkel; in der zweiten Sichtung geht es richtig ab" , kommentierte der 24-jährige bestens gelaunt. "Das da oben als zweiter, ist dass unser Torben? Das ist ja krass" , gab es für ihn mit Blick auf die Ergebnisliste auch Lob von Tomasz Wylenzek. Auf Platz neun über 2000m kam Norman Zahm ein. Eine tolle Vorstellung gelang ferner Jonas Ems. In den Sprintdisziplinen über je zweimal 250m und 100m kam es einmal mehr zu einem heißen Duell zwischen Jonas und dem Potsdamer Ronald Rauhe. Am Ende der vier Wertungsläufe trugen sich beide je zweimal in die Siegerliste eingetragen und nahmen gemeinsam die Führungsposition in der Sprint-Rangliste ein. Beige gehen nun mit der gleichen Ausgangsposition in die zweite Sichtung in drei Wochen. "Das war schon gut und wichtig, über beide Strecken je einmal vor Rauhe zu liegen; aber Jonas kann es noch besser" , zeigte sich Sprinttrainer Arndt Hanisch zufrieden und optimistisch. Eine große Überraschung war für ihn Stark Sprintspezialist Joshua Kröck mit Platzziffer vier über 100m und sieben über 250m. Im Rahmen seiner derzeitigen Möglichkeiten (Abitur) blieb Matthias Krost mit Mittelfeldplatzierungen. "Juhu, ich lebe noch" , konnte ein zwar geschaffter, aber zufriedener Tomasz Wylenzek am Ende der Sichtung schon wieder scherzen. Er hatte ein Riesenprogramm bewältigt und war auf allen Strecken angetreten. Mit einem Sieg in einem 250m-Zeitfahren, zwei dritten Plätzen ebenfalls über 250m und über 100m sowie zwei guten sechsten Plätzen auf der ungeliebten 2.000m-Distanz gab er eine Empfehlung in Richtung Bundestrainer ab und hielt sich alle Optionen für das weitere Sichtungsverfahren offen. Viel Lob erntete an der Wedau Anna Kowald. In ihrem ersten Juniorenjahr fuhr sie über 100m und 250m wie aus dem Lehrbuch und der Konkurrenz auf und davon. Bei allen vier Zeitfahrten lag sie mit rund einer Sekunde vorn “ das ist im Sprint eine Welt! Und auch auf der Angstdistanz von 1.000m mischte sie als fünfte kräftig mit. Keine Frage: Anna zählte am Ende zu den ganz großen Gewinnern dieser ersten Sichtung und hat darf sich berechtigte Hoffnungen im Hinblick auf die Juniorenweltmeisterschaften in Brandenburg machen. Klasse auch der Auftritt der noch Jugendlichen Annabelle Bösing. Für sie ging es vorrangig darum, schon einmal in eine Sichtung hereinzuschnuppern und vielleicht die ein oder andere ältere Konkurrenz "zu ärgern" , was ihr speziell mit Rang fünf über 100m und Rang 11 über 250m bestens gelang. "Ich bin auf jeden Fall zufrieden. Die Ausgangsposition für die zweite Sichtung ist gelegt; nun heißt es in den kommenden drei Wochen konzentriert weiter zu arbeiten" , bilanzierte Trainer Berger am Ende entspannt.

Saisonvorbereitung der Kanuten läuft

Sonnige Grüße gingen in den letzten Tagen hier bei der KG Essen ein. Kurz vor ihrer Heimkehr aus dem ersten Wintertrainingslager in Florida ließ es sich die kleine Gruppe von KGE-Kanuten nicht nehmen, sich aus dem Sonnenstaat der USA bei T-Shirt-Temperaturen auch optisch noch einmal im verschneiten Essen zu melden. Während hierzulande das Training auf und am Baldeneysee bei Minustemperaturen, schneidigem Ostwind und Schnee kein Zuckerschlecken ist und jedem Wassersportler alles abverlangt, waren die Bedingungen in Florida einmal mehr optimal. "Hier ist in den zurück liegenden drei Wochen alles bestens gelaufen, jeder konnte ohne Einschränkungen umfangreich und intensiv trainieren" , gab der betreuende Trainer Arndt Hanisch telefonisch durch. Erstmals mit dabei war auch der KGE-Neuzugang Max Hoff, der sich begeistert von den Trainingsmöglichkeiten in den warmen Gefilden an der Ostküste der USA zeigte. Gerade für die Top-Athleten und die ambitionierten Kanuten ist es unumgänglich, schon zu Beginn des Winters auszuweichen in Regionen, in denen ohne witterungsbedingte Einschränkungen ein volles Wassertraining absolviert werden kann. Nur so kann man aussichtsreich in die anstehenden Qualifikationen im kommenden Frühling gehen, die in vorolympischen Jahr besonders wichtig sind. Auch nach über 15 Jahren hat der Trainigsort Indian Harbour Beach in Florida nichts an seiner Attraktivität für die KGE-Flotte eingebüßt. Und so geht es igut zwei Monaten im Februar erneut zu einer weiteren Wintermaßnahme dorthin. Ein Highlight am Rande des Trainings war in diesem Trainingslager übrigens erneut ein großes Thanksgiving-Essen bei Dennis Beek, dem langjährigen Betreuer der Essener Kanuten vor Ort in Florida.

KG Essen ehrt zum Jahresende ihre Meister

Wieder einmal war das Regattahaus der Stadt Essen am vergangenen Sonntag bis auf den letzten Platz gefüllt, als die KG Essen nunmehr schon traditionell am Jahresende ihre Meister ehrte. Zahlreiche Gäste verbrachten mit den Sportlern und deren Familien im Rahmen dieser weihnachtlich gestimmten Jahresabschlussfeier einige gemütliche Stunden und hatten dabei noch einmal Gelegenheit, den Sportlern zu ihren diesjährigen Erfolgen zu gratulieren. Und noch nie hatte es eine so umfangreiche Ehrung gegeben, wie der KGE-Vorsitzende Dr. Bernhard Görgens bemerkte; gleich 22 Sportler konnten Gratulationen und Geschenke in Empfang nehmen. Allen voran natürlich Canadier-Ass Tomasz Wylenzek, der eine starke Einersaison absolviert und schließlich bei der WM Bronze im Vierercanadier gewonnen hatte, sowie die beiden WM-Teilnehmer Jonas Ems und Eef Haaze. Mit ihren internationalen Erfolgen bei den Junioren-Europameisterschaften standen dann Theresa Klein und Matthias Krost ebenso im Mittelpunkt wie Anna Kowald mit ihren Ergebnissen bei den Olympic Hope Games und Lisa-Marie Braun bei der U23-EM. Auch auf nationalem Parkett konnte die KGE auf eine äußert erfolgreiche Deutschen Meisterschaften zurückblicken, was die umfangreiche Liste der zu Ehrenden belegte.

Einer-Weltmeister Max Hoff wechselt zur KG Essen

Selbst in der erfolgsverwöhnten deutschen Kanu-Flotte ist er einer der ganz großen Leistungsträger und eine der ganz großen deutschen Hoffnungen für die nächsten Olympischen Spiele 2012 in London: der 28-jährige Kanute Max Hoff. Und er dürfte von nun an auch eines der ganz großen sportlichen Aushängeschilder für Essen sein, denn Max Hoff hat sich entschlossen, von seinem bisherigen Verein Blau-Weiß Köln zur KG Essen an den Baldeneysee zu wechseln. Verständlich die Freude der Trainer und Verantwortlichen der KGE, denn eine hochkarätige Verstärkung von diesem Kaliber hat es in sich. Max Hoff ist derzeit einfach das Maß der Dinge bei den Kajak-Herren. Und dies, obwohl er erst 2007 und somit ein Jahr vor den Olympischen Spielen in Peking von Wildwasser in das Lager der Rennsport-Kanuten wechselte. Bis dahin hatte er alle Konzentration auf das raue Wasser gelegt. Mehr als erfolgreich übrigens, wie die Bilanz von einem WM-Titel 2006 und EM-Titel 2007 sowie weiteren Medaillen belegt. Aber Wildwasser ist nicht olympisch “ eine Olympiateilnahme aber das Ziel eines jeden Top-Sportlers. So tauschte Max Hoff 2007 Wildwasserboot gegen Rennkajak und stieg um. Gab es zwar nach einem 10. Platz bei den Rennsport- Weltmeisterschaften 2007 noch Zweifel, so waren diese nach einem 5. Platz in Peking verflogen. Schon da war Max Hoff in der ersten Liga angekommen. Fast Kometenhaft dann nur ein Jahr später der EM- und WM-Sieg im 1.000m-Einerkajak. Und erst vor wenigen Monaten die erfolgreiche Titelverteidigung bei der WM in Posen. In dieser Disziplin seinen WM-Titel zu verteidigen, das schaffen nur ganz wenige (wie übrigens Lutz Liwowski 1989 und 1999). Aber bis zu den Olympischen Spielen in London ist der Weg noch steinig. So manch einer der Konkurrenten möchte da mitmischen; das weiß auch Max Hoff. Und möchte optimal vorbereitet dieses Großprojekt Olympia angehen. "Bislang habe ich in Köln alleine trainiert. Aber das und die einzelnen Maßnahmen mit der Nationalmannschaft reichen mir auf diesem Niveau nicht mehr. Gute Trainingspartner sind mir wichtig, ebenso wie eine Anlaufstelle mit einem Trainer, der mich rundum betreuen kann. Ich brauche auch ein Vereinsmanagement, das mir organisatorische Aufgaben abnimmt. Dies war bei meinem bisherigen kleinen Heimatverein nicht möglich, der mehr als Verständnis für meine Entscheidung hat" , beschreibt der Modellathlet seine Beweggründe. Und da er auf jeden Fall der NRW-Region treu bleiben und auch aus privaten Gründen seinen Wohnort in Köln beibehalten möchte, "hat sich kein anderer Verein als die KG Essen angeboten. Hier wird auf höchsten Niveau gearbeitet" . Der 28-jährige Diplom-Biologe wird dabei auch das umfassende Angebot des Olympiastützpunktes Rhein-Ruhr nutzen, der Kanurennsport als eine der Schwerpunktsportarten intensiv betreut. Unter diesen verbesserten Voraussetzungen kann nun Olympia 2012 angegangen werden mit der Zielsetzung, an die bisherigen Erfolge anzuknüpfen. "Ich habe natürlich mit meinen beiden WM-Titeln in den letzten zwei Jahren auch zwei Vorlagen gegeben. Mein Ziel ist somit erst einmal die Olympiateilnahme; dann bei der Vergabe der Medaillen ein Wörtchen mitreden zu können. Absoluter Traum wäre natürlich Gold. Dafür werde ich viel tun, wie aber viele andere auch." Die nächste Saison betrachtet der Essener Neuzugang eher als Durchgangstation auf dem Weg hin zum Olympiatraum. "Da werde ich mich auch nicht vom Weg abbringen lassen, wenn es bei der WM nicht so gut läuft. Meine Konzentration und Motivation gilt London" . "Dass Max zu uns kommt, passt einfach. Das haben wir schon bei den Deutschen Meisterschaften gemerkt, als er zusammen mit unseren Herren in den NRW-Booten gefahren ist. Er ist ein Leistungsträger von besonderem Format, der Maßstäbe setzt und ein Aushängeschild ist, so wie im Kajakbereich Thomas Reineck und Lutz Liwowski vor ihm. Er ist Solist und Teamplayer auf Weltklasseneviau. Schön, dass er nun zu uns gehört" , blickt auch KGE-Trainer Robert Berger der Zusammenarbeit mit Max Hoff erwartungsvoll entgegen.

Schnell, schneller “ Anna Kowald

Anna Kowald brilliert bei Olympic Hope Games “ Sieg im Einer, Vierer und Zweier mit Annabelle Bösing Sie war die Überraschung bei den Deutschen Meisterschaften vor wenigen Wochen “ und sie war die Überraschung an diesem Wochenende bei den Olympic Hope Games: die noch 15-jährige Anna Kowald von der KG Essen. Nach insgesamt vier Deutschen Meistertiteln in Köln räumte sie auch in im slowakischen Piestany so richtig ab. Dass sie eine starke Einerfahrerin ist, hatte sie mit ihrem DM-Titel über 200m, 500m und im Mehrkampf schon bewiesen; aber wie würde sie sich auf internationaler Bühne bei den von 26 Nationen besuchten Olympic Hope Games verkaufen können? Sie konnte es mehr als eindrucksvoll. Und setzte sich bei ihrem ersten großen internationalen Einsatz im 200m-Einerkajak ganz klar auch gegen die internationale Konkurrenz durch und siegte mit über 2 Sekunden Vorsprung (!) vor Milana Trklja aus Serbien. Das ist im Sprint schon eine Welt. Vor drei Wochen hatte Anna bei den Deutschen Meisterschaften zusammen mit der erst 14-jährigen Annabelle Bösing laut ihren Jubel als Meisterinnen bei der Siegerehrung im 500m-Zweier heraus geschrieen. Und waren als schnellstes deutsches Boot auch in Piestany am Start. Gut, dass beide in Köln schon einmal üben konnten, wie es bei der Siegerehrung geht. Denn in Piestany waren sie nicht nur das jüngste, sondern auch das schnellste Boot. "100 Meter vor dem Ziel lagen wir noch auf dem fünften Platz. Dann habe ich wie geplant "ab" gerufen; und ab ging es. Meter um Meter nach vorne; die anderen sind fast stehen geblieben" , lachte Anna später über ihren zweiten Streich mit Annabelle. "Ein Riesenerfolg für dieses junge Team" , freute sich auch Christoph Steinkamp, der als betreuender Bundestrainer mit in Piestany war. Der dritte internationale Sieg folgte für Anna dann noch im 200m-Vierer, den sie als Schlagfrau bestens über die Strecke führte. Und mit zwei Silbermedaillen im 1.000m-Einer und 500m-Vierer (25 Minuten nach dem siegreichen Zweierrennen) komplettierte die KGEerin ihre internationale Medaillensammlung. Und am Ende der Regatta stand auch noch fest, dass Anna Kowald die Punktewertung in der weiblichen Jugendklasse für sich entschieden hatte. "Ja, was soll ich sagen. Das war schon eine coole Sache" , kommentierte das Talent schmunzelnd. Klasse ferner der Auftritt von Annabelle Bösing im 1.000m-Zweierkajak. Hier sicherte sie dem DKV eine weitere Silbermedaille. Alles in allem insbesondere für Anna Kowald somit eine Saisonbilanz, mit der so auf keinen Fall zu rechnen war. Als jüngste durch eine Freundin vom Steeler Kanu-Club zur KG Essen gekommen, schien das Paddeln nicht unbedingt das optimale Metier für Anna zu sein. Aber irgendwann hat es klick gemacht und es ging bergauf. Das Kanu- und Wettkampffieber hatte sie erwischt. "Anna ist eine insgesamt ehrgeizige Person, die sich in der Schule wie auch im Training voll reinkniet. Durch die Zugehörigkeit zum Teilinternat am Helmholtz-Gymnasium kann sie auch am Frühtraining teilnehmen. Dann steigt die Byfangerin so gegen 5.00 Uhr morgens in die öffentlichen Verkehrsmittel, fährt zum Baldeneysee und anschließend zur Schule, später wieder zum See. Sie ist immer mit vollem Einsatz dabei und weiß für sich ganz genau, wohin die Reise gehen soll. Sie ist eine richtige Kämpferin: wenn sie einmal vorne liegt, kann sie immer noch ein Schüppchen drauflegen, um diese Position auch zu halten, wie sie auch an diesem Wochenende bewiesen hat" , ist Trainer Christoph Steinkamp voll des Lobes über seinen Schützling. "Wer ist denn Anna Kowald" staunten nicht wenige noch am Rande der Deutschen Meisterschaften angesichts ihrer Erfolgsbilanz. Nun hat sie sich sogar auf internationalem Parkett einen Namen gemacht. Und die Nominierung für die Olympic Hope Games (der weltmeisterschaftlichen Alternative für die 15 “ 17jährigen Sportler) mit Annabelle Bösing gerechtfertigt; denn nach den nationalen Titelkämpfen war auch der Deutsche Kanu-Verband auf die beiden KGEerinnen aufmerksam geworden. Zu Jahresbeginn hatte Trainer Christoph Steinkamp in Absprache mit KGE-Chef-Trainer Robert Berger Anna Kowald übrigens bewusst noch aus der Nachwuchssichtung der älteren Junioren herausgehalten, um einen kontinuierlichen Aufbau nicht zu unterbrechen. Das wird im kommenden Jahr durchaus anders sein, dann wird sie mit Ambitionen dabei sein, um über 200m und 500m schon einmal anzuklopfen und die Älteren auf sich aufmerksam zu machen. Wie Trainer Robert Berger schon sagte: "dieser Nachwuchs mit Anna Kowald voran sowie Annabelle Bösing und dem Jugendlichen Matthias Ott im Fahrwasser macht Spaß für die Zukunft" .

KGE-Flotte sammelt 11 Titel und weitere Medaillen

Das war Wassersport vom Feinsten am vergangenen Wochenende auf und am Fühlinger See bei Köln. Dabei waren die 89. Deutschen Meisterschaften in erster Linie gekennzeichnet von ausgezeichneten Leistungen und spannenden Finalrennen, aber auch von heftigsten Regenschauern und durch Gewitter bedingten Unterbrechungen. Am Ende der 200m, 500m- und 1.000m-Finale gab es vor den noch ausstehenden abschließenden Langstreckenrennen gute Laune im Lager der KGE-Kanuten zu vermelden. Denn ihre Titelbilanz war zweistellig! Elf Meisterschaften, sechs Vizemeisterschaften und acht Bronzemedaillen waren schon zu diesem Zeitpunkt eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Zwei Meisterschaften gingen auf das Konto der KGE-Herren, die in den NRW- Renngemeinschaftsbooten durch den frischgebackenen Einerweltmeister Max Hoff (Köln) verstärkt wurden. Den 1.000m-Viererkajak der Herren zu gewinnen, ist immer eine Prestigeangelegenheit. Im Ziel waren es dann Schlagmann Torben Fröse, David Schmude, Norman Zahm und Max Hoff, die ihren Jubel laut herausschrieen “ sie lagen vorne. "Mann, hat das gebrannt in den Armen; ich wusste gar nicht, wie das hinten abgeht im Vierer. Aber ich hab auch kräftig geschoben" , brachte Weltmeister Hoff den Fight lachend auf den Punkt. Nur kurz zuvor waren Norman Zahm und Max Hoff auch Meister im 1.000m-Zweier geworden. Und Torben Fröse und David Schmude sorgten hier als zweite sogar für einen Doppelerfolg. Nur ganz knapp hinter den Berliner Nationalmannschaftsfahrern Groß-Bertz wurden Jonas Ems und Christoph Zierhut (Oberhausen) Vizemeister im 200m-Zweier. "Haben wir gewonnen?" , fragte Jonas direkt nach der Zieldurchfahrt im 200m-Vierer mit Sascha Blacha, Zierhut und Robert Gleinert (Holzheim). Nach Auswertung des Zielfotos aber ging überraschend an Magdeburg vor Berlin und NRW mit den beiden KGEer. Bronze holten noch Torben Fröse und Robert Gleinert über 500m. Vizemeisterinnen im 1.000m-Zweier wurden ferner Eef Haaze und Friederike Leue. Eine tolle Meistesrchaft legten die KGE-Junioren hin. Im 200m-Sprinteiner war es Matthias Krost, der seinem Jubel freien Lauf lassen konnte. Er war seinen Mitfavoritenstellung gerecht und Meister geworden. Und führte als Schlagmann auch den 200m-NRW-Viererkajak zum Sieg. Seine DM-Bilanz konnte er dann mit Patrik Wölfel im 200m-Zweier noch um eine Vizemeisterschaft und über 500m um eine Bronzemedaille ergänzen. Nach Titelgewinn über 200m folgte eine weitere Silbermedaille für ihn als Schlagmann des 500m-Vierers. In einem weiteren NRW-Boot holte Patrik Wölfel noch Bronze. Zweierfache Meisterin konnte auch Juniorin Theresa Klein werden; im 200m- und 500m-NRW-Zweier mit Hannah Schönrath (Hamm) bzw. Cora-May Märker-Neuhaus (Oberhausen). Ihre Klasse unterstrich "Thesi" ferner im 200m- und 500m-Einer als dritte und zweite. Gerade über 500m gelang ihr dabei ihr bestes Saisonrennen. Und zwei weitere Bronzemedaillen gab es im 200m- und 500m-NRW-Vierer. Und es waren auf jeden Fall die Meisterschaften von Anna Kowlad. Die KGE-Jugendliche räumte so richtig ab und sammelte sage und schreibe vier Titel und eine Vizemeisterschaft! Nach dem Knaller und Titelgewinn mit Annabelle Bösing im 500m-Zweier und dem Sieg im Mehrkampf wurde sie auch Meisterin im 200m- und 500m-Einer. "Dass ich über 200m vorne liegen könnte, habe ich schon gehofft, aber über 500m habe ich nicht damit gerechnet" , strahlte das 16-jährige Talent. Und dabei betrug hier ihr Vorsprung zwei Sekunden. Eine Vizemeisterschaft folgte noch im NRW-Vierer über 500m mit Katharina Scheider und Annabelle Bösing. Auch diese 14-jährige Annabelle ein Riesentalent, die nach dem Zweiersieg und Platz drei im Mehrkampf noch in zwei Einer-A-Finals fuhr. Und Deutsche Meister sind seit Samstag auch die beiden Jugendlichen Markus Knubben und Matthias Ott, die mit im siegreichen NRW-Vierer über 500m saßen. "Wir wollten unbedingt gewinnen, klasse, dass es geklappt hat," so der erst 14-jährige Markus Ott. Fotos: - v.li. Torben Fröse, David Schmude, Norman Zahm, Max Hoff werden Meister im 1.000m-Viererkajak Fotos: Ute Freise

KGE schraubt DM-Bilanz weiter in die Höhe: 15 Titel, je 8 x Silber und Bronze

Gefeiert wurde am Ende der Deutschen Meisterschaften ganz spontan und zünftig “ in der Bootshalle des Regattahauses der Stadt Essen. Grund dazu hatten die KGE-Kanuten allemal. "Wir sind richtig stolz auf diese DM-Mannschaft, die sich so prächtig geschlagen hat. Meine Gratulation" , betonte da auch KGE-Vorsitzender Dr. Bernhard Görgens. Bei den abschließenden Langstreckenentscheidungen gab es noch einmal vier Titel, zwei Vizemeisterschaften und fünf Bronzemedaillen für die Essener Kanuten, so dass die KG Essen die Gesamt-DM-Bilanz auf 15 Titel und je acht Vizemeisterschaften und Bronzemedaillen schrauben konnten; eine deutliche Steigerung gegenüber 2009 mit acht Titeln. Alles richtig gemacht hat in ihrem 5.000m-Langstrecken-rennen Eef Haaze. Sie konnte den Vorjahrestitel verteidigen. "Ich habe schon 1000m vor dem Ziel einen Zwischenspurt angezogen, um einige Boote abzuschütteln. Dann hieß es bis ins Ziel alles oder nichts und es hat geklappt," freute sich Eef. Dritte wurde hier noch Friederike Leue. Nur wenig später war es David Schmude, der als Schlagmann den Herrenvierer sicher über die 5000m-Strecke bis hin zum Sieg führte. Die beiden KGE-Junioren Matthias Krost und Patrik Wölfel saßen dann mit im Vierer-Meisterboot aus NRW. Und schließlich war es noch einmal der Jugendliche Matthias Ott, der im NRW-Langstreckenvierer für einen Titel sorgte. Silber und Bronze ging im Herren-5000m-Zweier an Kai Spenner-Benno Berberich und Torben Fröse-Norman Zahm. Und über Bronze konnten sich die Jugendlichen Annabelle Bösing im NRW-Vierer und Anna Kowald-Katharina Schneider im Zweier sowie Maximilian Metzing im NRW-Vierer freuen. Das war vereinsseitig eine wirklich schöne Deutsche Meisterschaft. Bemerkenswert aus meiner Sicht die Erfolgs-Kontinuität von der Jugend-, über die Junioren- bis hin zur Leistungsklasse. Das haben wir so noch nicht gehabt. Hervorheben möchte ich noch einmal den 1.000m-Herrenvierer mit Torben Fröse, David Schmude, Norman Zahm und dem Kölner Max Hoff, der sich wirklich weltmeisterlich gezeigt hat. Sie haben das nur auf einer Position veränderte Nationalmannschaftsboot klar hinter sich gelassen und hätten auch bei der WM mitfahren können. Positiv überrascht haben auch die Jugendlichen Anna Kowald und Annabelle Bösing. Neben den Junioren Theresa Klein, Matthias Krost und Patrik Wölfel schlummern da große Talente. Das macht Spaß für die Zukunft" , lobte Chef-Trainer Robert Berger und zollte seine Anerkennung auch den Disziplintrainern Christoph Steinkamp und Arndt Hanisch. Fotos: - v.li. Auf ihre Langstreckentitel konnten am Ende Matthias Krost (Juniorenvierer), Matthias Ott (Jugendvierer), Eef Haaze (Einer), Patrik Wölfel (Juniorenvierer) und David Schmude (Herrenvierer) anstoßen Fotos: Ute Freise

DM-Titel für Jugendliche Kowald und Bösing

Die Flotte der KG Essen kommt in Fahrt bei den 89. Deutschen Meisterschaften in Köln. Bei den ersten Finals am gestrigen Freitag fischten die KGE-Paddler zwei Titel und zwei Bronzemedaillen aus dem Fühlinger See. Deutsche Meisterinnen dürfen sich seit gestern die Jugendlichen Anna Kowald und Annabelle Bösing nennen, die die Zweierkajak über 500m für sich entscheiden könnten. Mit einem Start-Ziel-Sieg setzten sie sich gegen die gesamte Konkurrenz durch. "Wir haben die Taktik von unserem Trainer Christoph Steinkamp prima umgesetzt. Als erste aus dem Start heraus und dann einfach keinen mehr vorbeilassen" , erzählte Schlagfrau Anna Kowald freudestrahlend. "Wo holen diese beiden Mädchen das nur her?" , staunte auch KGE-Clubmanager Heino Terporten nicht schlecht über diesen Husarenstreich. Und Anna hatte zuvor schon als Deutsche Meisterin im erstmals ausgetragenen Jugendmehrkampf in der Altersklasse der 16-jährigen festgestanden. Sie war die Schnellste im 200m-Zeitfahren und punktete ferner im 500m-Fahren, im Laufen und beim Athletiktest. Bei den 15-jährigen war es dann Zweierpartnerin Annabelle Bösing, die sich die Bronzemedaille sicherte. Eine weitere Bronzemedaille sicherte sich KGE-Juniorin Theresa Klein als Schlagfrau des NRW-Viererkajaks über 500m. Als vierter fuhr Junior Matthhias Krost im 500m-Einer nur knapp an einer Medaille vorbei. Fotos: v.li. Annabelle Bösing und Anna Kowald ließen ihrem Jubel bei der Siegerehrung freien Lauf Fotos: Ute Freise

WM-Bronze für Wylenzek im Vierer

Poznan: Diese Weltmeisterschaften auf dem Malta-See von Poznan waren nichts für schwache Nerven. Einem ausgezeichneten ersten Finaltag folgte für die Flotte des deutschen Kanu-Verbandes ein durchwachsener zweiter Abschlusstag. Und aus Essener Sicht endete diese WM zumindest mit einer Bronzemedaille für Tomasz Wylenzek und einem ausgezeichneten fünften Finalplatz für Eef Haaze; ansonsten mussten einige Enttäuschungen hingenommen werden. Einen Tag nach seinem Ausscheiden im 500m-Zweiercanadier stand Tomasz Wylenzek dann doch noch auf dem Treppchen. Im 1.000m-Vierercanadier hatte er sich mit Chris Wend (Magdeburg), Ronald Verch (Potsdam) und Erik Rebstock (Neubrandenburg) die Bronzemedaille hinter Weißrussland und Rumänien erkämpft. "Ich bin mit dem Rennne und der Bronzemedaille sehr zufrieden. Wir haben einen Superlauf erwischt und alle vier haben alles gegeben. Und wenn dann zwei Mannschaften besser sind, muss man das auch akzeptieren und gratulieren" , so Wylenzek. Und KGE-Heimtrainer Robert Berger betonte, dass dieses Rennen eine deutliche Steigerung gegenüber der EM vor wenigen Wochen war. Immerhin betrug nun auf dem Malta-See der Rückstand zur Silbermedaille nur 0,062 Sekunden, das sind umgerechnet 30 Zentimeter! "Der Vierer ist um Silber gefahren, einfach eine tolle Leistung" , so Berger. Glücklich nach ihrem 1.000m-Einerfinale war auch Eef Haaze, die ein ganz starkes Rennen gefahren war und als fünfte über die Ziellinie fuhr. Dies war nicht nur ihr bislang bestes WM-Ergebnis; damit hatte sie sich auch in den Niederlanden in den A-Kader gefahren und wird nun dem Top-Team für London 2012 angehören. Im B-Finale über 500m wurde sie fünfte. Durchaus mit Hoffnungen waren zum Abschluss der Welttitelkämpfe Jonas Ems und Tomasz Wylenzek in die 4 x 200m-Staffeln gestartet. Am Ende aber war hier nicht mehr als die Plätze sieben und sechs drin. Dabei hatte Tomasz Wylenzek noch am Vorabend seine Hoffnungen zum Ausdruck gebracht, bei optimalen Rennverlauf auch um die Medaillen mitfahren zu können. "Was soll ich sagen. Nicht nur ich, wir alle haben im Staffelfinale gekämpft. Aber es hat nicht gereicht. Es war wohl nicht das Optimum" , so Wylenzek. Auch Jonas Ems zeigte sich nach der Staffel enttäuscht. Als Startfahrer war er ins Rennen gegangen und hatte seine Sache gut gemacht; in aussichtsreicher Position liegend war am Ende Ronald Rauhe (Potsdam) Schlussfahrer. Schon mit einer Baumuskelentzündung nach Posen gereist und dadurch gehandicapt, musste Rauhe “nachdem er zuvor im 200m-Einzelrennen Vizeweltmeister geworden war- aufgeben. "Ronny hat uns gesagt, dass es nicht mehr ging und es ihm leid tut. Das ist natürlich für uns alle bitter und ein unglücklicher Ausgang der Staffel" , kommentierte Jonas Ems. Im 200m-Zweierkajak über 200m hatten es Jonas Ems und Sören Schust (Magdeburg) zuvor trotz deutlicher Verbesserung gegenüber EM und Vorrennen nicht geschafft, ins WM-Finale vorzufahren. "Das ist schon schade. In einem Boot nicht im Finale zu stehen und in der Staffel aufzugeben und ohne Medaille zu bleiben, ist einfach traurig. Das muss man erst einmal verdauen" , zeigte sich Jonas Ems enttäuscht. "Vielleicht hat der lange Qualifikationsmarathon seit Mitte April vielen Athleten zu viel abverlangt; sie machten doch teilweise einen müden und abgekämpften Eindruck" , hätte auch KGE-Club-Manager Heino Terporten vor Ort seinen Aktiven einen glücklicheren Abschluss gewünscht. Fotos: Tomasz Wylenzek mit dem Canadiervierer auf dem Weg zu Bronze. V.li. Erik Rebstock (Neubrandenburg), Ronald Verch (vedeckt/Potsdam), Tomasz Wylenzek, Chris Wend (Magdeburg) Jonas Ems legte als Startfahrer einen guten Grundstein in der Staffel, die letztendlich ohne Medaille blieb Fotos: Ute Freise

KGE-Junioren Theresa Klein und Matthias Krost sprinten zu EM-Gold

Drei weitere Medaillen für Klein, Krost und Braun Sie haben ihre Sache bei den Europameisterschaften in Moskau einfach klasse gemacht: die beiden KGE-Junioren Theresa Klein und Matthias Krost. Sie wurden mit ihren Partner ihrer Mitfavoritenrolle vollauf gerecht und sicherten sich EM-Gold in den 200m-Zweiern. Zudem gewann Matthias Silber im 1000m-Vierer und "Thesi" Klein noch eine Bronzemedaille im 500m-Zweierkajak. Damit unterstrichen die beiden Essener zum einen ihre Schlagmann/frau-Qualitäten und trugen entscheidend dazu bei, dass der Deutsche Kanu-Verband am Ende mit vier Titeln, vier Vizeeuropameisterschaften und sechs Bronzemedaillen die erfolgreichste europäische Junioren-Mannschaft stellte. Eine Bronzemedaille sicherte sich im Rahmen der U23-EM Lisa-Marie Braun im 1.000m-Zweierkajak. Zusammen mit Steffi Kriegerstein (Dresden) hatte Theresa als Schlagfrau im 200m-Zweier ein Finalrennen wie aus dem Bilderbuch hingelegt. Über eine halbe Sekunde (nahezu drei Meter) betrug im Ziel der Vorsprung dieses deutschen Duos vor dem Zweier aus Ungarn; und schon 1,5 Sekunden lagen die Drittplatzierten aus Italien zurück. "Das sind im 200m-Sprint einfach Welten; sie sind gefahren wie in einer anderen Liga" unterstrich zuhause KGE-Manager Heino Terporten die Klasse von Klein-Kriegerstein. Und auch über 500m wussten die beiden zu überzeugen und gewannen als dritte ihre zweite EM-Medaille. Einmal Gold und einmal Bronze “ damit waren Theresa Klein und Steffi Kriegerstein zugleich die erfolgreichsten deutschen Juniorinnen. Nicht ganz zu einer weiteren Medaille sollte es aber im 500m-Vierer reichen. Hier belegten Theresa und Steffi mit Isabell Fried (karlsruhe) und Sabrina Hering (Hannover) Rang fünf. So klar der Sieg im 200m-Zweier von Theresa Klein war, so spannend machte es ihr Vereinspartner Matthias Krost im 200m-Juniorenzweier mit Timo Ries (Lampertheim). Ebenfalls als Mitfavoriten ins Finale gegangen, vermasselten sie den Start vollkommen. "Da ist mir schon fast das Herz stehen geblieben" , gab der Essener Bundestrainer Arndt Hanisch telefonisch aus Moskau durch. Und es sollte für ihn noch spannender werden. Denn mit einer unglaublichen Aufholjagd schoben sich Krost-Ries auf der zweiten Streckenhälfte Meter um Metern nach vorn “ und lagen im Ziel die Winzigkeit von 8/1000 Sekunden (entspricht 5cm) vorn und hatten die Goldmedaille vor Spanien gewonnen! Das war einfach ein Finish der Extraklasse und zeigt, welches Sprintpotential in diesem Zweier steckt. Und auch im Viererkajak über 1000m legte Matthias Krost ein nahezu optimales Rennen hin. Als Schlagmann führte er Tom Liebscher (Dresden), Max Rendschmidt (Rheidt) und Jannik Innerkofler (Duisburg) bestens über die Strecke und in einem Wimpernschlagfinale nur knapp hinter Russland auf den Silberplatz. Im Rahmen der U23-Europameisterschaften war es dann Lisa-Marie Braun, die aus Essener Sicht für eine weitere Medaille sorgte. Im 1.000m-Zweierkajak mit Verena Hantl (Karlsruhe) auf den Bronzeplatz und sicherte sich endlich die gewünschte Medaille, nachdem es über 500m und 200m nicht ganz dazu gerecht hatte. "Jetzt bin ich einfach nur glücklich, hier bei einer Siegerehrung dabei gewesen zu sein" , gab Lisa-Marie telefonisch nach Essen durch.Pech hatten in Moskau hingegen Torben Fröse und David Schmude im 1.000m-Viererkajak im Rahmen der U23-EM. Mit insgesamt sechs Finalbooten irritiert von einem fehlschussähnlichen Geräusch unterbrachen diese Boote die Startphase, um mit Verzögerung wieder ins Renngeschehen einzusteigen. Weg aber waren drei andere Boote, die auch die Medaillenränge belegten. "So gesehen, ein verkorkstes Rennen. Ansonsten aber Kompliment: zwei Titel, einmal Silber und zweimal Bronze. Das ist einfach eine starke Bilanz unseres Nachwuchses" , kommentierte KGE-Trainer Robert Berger zu Hause.

Alle Essener Junioren- und U-23 Europameisterschaftsteilnehmer direkt in die Finals “ dabei viermal mit Bestzeit

Besser hätte der Einstieg des KGE-Nachwuchses bei der von 34 Nationen besuchten Junioren- und U23- Europameisterschaften im Kanurennsport nicht sein können. Allen fünf Essener Teilnehmern gelang es, sich auf der am südwestlichen Stadtrand im größten Moskauer Freiluftsportgelände gelegenen Krylatskoje-Regattabahn in den Vorläufen über 500 und 1.000m am Donnerstag und am Freitag über die 200m-Distanz sich direkt für die heute und morgen stattfindenden Finals über alle Distanzen zu fahren. Auch wenn die Karten in den Endläufen natürlich neu gemischt werden, dürfte es für die KGEer nach den Vorergebnissen dann in einigen Finals auch um Medaillen gehen! Denn gleich viermal konnten sie Bestzeiten in den Vorläufen hinlegen. Da waren es am Donnerstag bei Temperaturen von über 38 °C und starkem Gegenwind der Herren Juniorenvierer mit Schlagmann Matthias Krost und der Damen-U23-Zweier mit Lisa-Marie Braun über die 1.000m-Distanz, die mit den schnellsten Fahrzeiten ihre Ambitionen aufs Treppchen deutlich machen. Am gestrigen Freitag waren es dann wieder Matthias Krost, der mit seinem Partner Timo Ries (Lampertheim) und auch Theresa Klein mit ihrer Partnerin Steffi Kriegerstein aus Dresden, die mit Bestzeiten in den 200m-Zweierrennen der Junioren ebenfalls der Konkurrenz zeigten, dass sie durchaus in den Kampf um die Medaillen eingreifen können. Und auch alle weiteren Boote des Deutschen Kanu-Verbandes Essener Beteiligung schafften den Einzug in die Endläufe, so dass Theresa Klein und Matthias Krost bei den Junioren und Lisa-Marie Braun, Torben Fröse und David Schmude am Wochenende in Moskau in insgesamt acht Finals stehen.

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Unsere Trainer

Robert Berger

Landesstützpunktleiter Kanurennsport, Disziplingruppentrainer der Kajak-Herren Leistungsklasse im Landes Kanu-Verband NRW, Leitender Vereinstrainer, Vereinstrainer der Kajak-Herren Leistungsklasse, Trainer bei der KGE seit 1993

Mirko Wojdowski

Landestrainer des Landes Kanu-Verband NRW, Disziplingruppen – und Vereinstrainer der Kajak-Herren Junioren im Landes Kanu-Verband NRW und der KGE, Trainer bei der KGE seit 2014.

Joaquin Delgado

Disziplingruppentrainer der Kajak-Damen der Leistungsklasse im Landes Kanu-Verband NRW, Vereinstrainer der Damen Junioren- und Leistungsklasse, Übungsleiter der Vereins-Fitnessgruppe, Trainer bei der KG Essen seit 2012

Sina Schrader

Duale Studentin beim DKV, zur Trainerausbildung seit 2018 bei der KGE, Derzeitig im Bereich Schüler A und Jugend tätig, sowie bei der Talentsichtung und Aushilfe bei den Schüler B

Marcel Böhm

Vereinstrainer der Schüler A, Trainer bei der KGE seit 2005

Annika Gierig

Disziplingruppentrainerin der Schüler im Landes Kanu-Verband NRW, Leitung Talentzentrum, -sichtung und –förderung im Landesprogramm des Landes Kanu-Verband NRW, Erziehertrainerin am Sport- und Tanzinternat Essen, Koordinierende Vereinstrainerin der Schüler C & B, Anfänger Trainerin bei der KG Essen seit 2014

Anne Paeger

Schüler C-, B- und Anfängertrainerin seit 2011

Andreas Lamken

Schüler C-, B- und Anfängertrainer seit 2014

Sara Steinbrink

Schüler C-, B- und Anfängertrainerin seit 2017

Benedikt Steinbrink

Schüler C-, B- und Anfängertrainer seit 2019

Roisin Schmidt

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Felix Nitz

Schüler C-, B- und Anfängertrainer seit 2019

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