Freitag, 10 April 2020

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KGE gewinnt in NRW Nachwuchswertung zum 9. Mal und brilliert im Kanu-Mehrkampf

Sie waren einmal mehr die Besten im Westen: die Nachwuchsaktiven der Kanusport-Gemeinschaft Essen. In der vom Landes-Kanuverband ausgelobten Wertung mit Wanderpokal für die erfolgreichste Nachwuchsmannschaft NRWs sicherten sich die 12- bis 16-jährigen KGE-Paddler im Rahmen der NRW-Landesmeisterschaften den Sieg in der Mannschaftswertung zum neunten Mal (!) in Folge Übergeben wurde der Ehrenpreis von Thomas Kniffki, Vertreter der Jugend im NRW-Kanurennsport und zugleich Sportwart der KG Essen. "Ein toller Erfolg für unseren Verein, mit dem so bei Beginn der Nachwuchsarbeit vor gut 10 Jahren nicht zu rechnen war" , kommentierte KGE-Manager Heino Terporten. Im vom Deutschen Kanu-Verband in diesem Jahr zum ersten Mal anberaumten Kanu-Mehrkampf als Meisterschaftsdisziplin konnten sich mit Annabelle Bösing (15 Jahre) sowie Anna Kowald (16 Jahre) und Tobias Schulz (15 Jahre) gleich drei KGEer mit Siegen in ihrer Altersklasse behaupten. Paddeln im Einer über zwei Strecken mit Vor- Zwischen- und Endläufen, einem Langstreckenlaufwettkampf und zwei athletische Übungen an Land über drei Tage verteilt, forderten von den Jüngsten enormen Einsatz, zumal sie neben dem Mehrkampf auch noch die Meisterschaftsdisziplinen in den Mannschaftsbooten zu bewältigen hatten. Alle Mehrkampf-Platzierten unter den "Top Ten" : Weiblich: AK 12: 4. Jana Höhmann; AK 13: 4. Pia Reineck, 5. Julia von Döhren; AK 15: 1. Annabelle Bösing, 4. Sara Sabeti, 5. Lena Weber; AK 16: 1. Anna Kowald, 7. Katharina Schneider, 9. Larissa Heep; Männlich: AK 12: 6. Alejandro Goebels; AK 13: 6. Lukas Decker, 8. Malte Heep; AK 15: 1. Tobias Schulz, 3. Matthias Ott; AK 16: 5. Alec Virneburg, 7. Lukas Knubben

KGE bei Westdeutscher Meisterschaft überzeugend

Selbst ohne insgesamt sieben (Tomasz Wylenzek, Jonas Ems, Torben Fröse, David Schmude, Sascha Blacha, Theresa Klein, Matthias Krost) sich schon in der Anreise zu verschiedenen Nationalmannschaftstrainingslagern befinden Aktiven konnte die KG Essen auch am dritten Finalabschnitt der NRW-Landesmeisterschaften überzeugen. Und nach den noch ausstehenden 1.000m-Finals konnte sie die Gesamtbilanz auf 29 NRW-Titel, 17 Vizemeisterschaften und 11 Bronzemedaillen schrauben! Hinzuzurechnen zu dieser Landesbilanz sind sogar noch 6 Gold- drei Silber- und vier Bronzemedaillen von den Langstreckenmeistesrchaften im April hier in Essen. Efreulich ferner die große Zahl von Booten, die sich die Startberechtigung für die Deutschen Meisterschaften im August in Köln erkämpft haben. Neben den Damen- und Herren-Leistungsklasse sowie den Junioren war es an diesem Wochenende insbesondere auch der KGE-Nachwuchs, der zu überzeugen vermochte. Allen voran Anna Kowald: sie ist in NRW einfach die schnellste Jugendliche. Nach zwei Siegen im Einer über 200m und 500m führte sie als Schlagfrau auch den 500m-Zweier mit Annabelle Bösing und den Vierer mit Annabelle Bösing, Katharina Schneider und Lena Weber zum Sieg. Stark überhaupt die Bilanz im 200m-Sprint. Hinter Anna belegte die erst 15-jährige Annabelle in ihrem ersten Jugendjahr Platz zwei; und mit Bronze komplettierte Katharina die reine KGE- Siegerehrung. An Ende hatte Anna Kowald auch den Nachwuchsmehrkampf der 16-Jährigen für sich entschieden. Nach seinem Sieg im 200m-Einer überzeugte der Jugendliche Lukas Knubben auch im Zweier mit Matthias Ott und im Vierer mit Alec Virneburg, Matthias Ott und Tobias Schulz. Bei den Schülern waren es dann im Vierer Lukas Decker, Malte Heep, Jan Agatz und Philipp Neu, die Landesmeister über 500m wurden. Alle Medaillenplatzierungen: Kajak-Herren LKI: Einer: 200m: 1. Jonas Ems; 500m: 1. Jonas Ems, 3. Norman Zahm; 1.000m: 1. Norman Zahm, 2. Torben Fröse, 3. Sascha Blacha; Zweier: 200m: 2. Jonas Ems-Sascha Blacha; 500m: 1. Torben Fröse-Norman Zahm, 3. “Maximilian ZarembaMarkus Bieneck; 1.000m: 2. Kai Spenner-Benno Berberich; Vierer: 200m: 1. Ems-Blacha (NRW-RG), 2. Zahm-Zaremba-Schmude-Bieneck; 1.000m: 1. Zah-Berberich (NRW-RG), 2. Blacha-Spenner-Zaremba-Bieneck; Canadier-LK I: Einer: 200m: 1. Tomasz Wylenzek; 500m: 1. Tomasz Wylenzek; Damen-LK I: Einer: 200m: 1. Lisa-Marie Braun, 2. Eef de Groot; 500m: 1. Lisa-Marie Braun, 2. Eef de Groot; 1.000m: 1. Eef de Groot, 3. Laura Winterberg; Zweier: 200m: 1. Lisa-Marie Braun-Friederike Leue, 2. Annika Gierig-Laura Winterberg; 500m: 1. Lisa-Marie Braun-Eef de Groot, 2. Annika Gierig-Laura Winterberg; 1.000m: 1. Eef de Groot-Friederike Leue, 2. Annika Gierig-Laura Winterberg; Vierer: 200m: 1. Braun-de Groot-Leue-Gierig; 500m: 1. Braun-de Groot-Leue-Winterberg; Herren-Junioren: Einer: 200m: 1. Matthias Krost; 500m: 2. Patrik Wölfel; 1.000m: 3. Patrick Wölfel; Zweier: 200m: 1. Matthias Krost-Patrick Wölfel; 500m: 1. Matthias Krost-Patrick Wölfel; 1.000m: 3. Patrick Wölfel-Maximilian Metzing; Damen-Junioren: Einer: 200m: 1. Theresa Klein; 1.000m: 3. Lena Gödecke; Zweier: 200m: 1. Theresa Klein-Hanna Schönrath; 500m: 2. Theresa Klein-Lena Gödecke; Vierer: 200m: 500m: 2. Svenja Schade-Lena Gödecke-Nina Böcker-Hanna Wenderoth; männl. Jugd.: Einer: 200m: 1. Lukas Knubben; Zweier: 500m: 2. Lukas Knubben-Matthias Ott; Vierer: 500m: 2. Alec Virnaburg-Lukas Knubben-Matthias Ott-Tobias Schulz; weibl. Jugd.: Einer: 200m: 1. Anna Kowald, 2. Annabelle Bösing, 3. Katharina Schneider; 500m: 1. Anna Kowald, 3. Katharina Schneider; Zweier: 500m: 1. Anna Kowald-Annabelle Bösing, 3. Sara Sabeti-Katharina Schneider; Vierer: 500m: 1. Kowald-Bösing-Schneider-Weber; Schüler A: Zweier: 500m: 2. Lukas Decker-Philipp Neu; Vierer: 500m: 1. Lukas Decker-Jan Agatz-Malte Heep-Philipp Neu;

KGE bei Landesmeisterschaften flott in Fahrt

Es lief blendend für die Flotte der KG Essen bei den Landesmeisterschaften am vergangenen Wochenende auf der Duisburger Wedau. Schon nach zwei von drei Wettkampfabschnitten konnten die schnellen Kanuten vom Baldeneysee eine eindruckvolle Zwischenbilanz ziehen: insgesamt fischten sie bei den 500m und 200m-Finals 22 NRW-Titel, 12 Vizemeisterschaften und vier Bronzemedaillen aus der Wedau. Eine Klasse für sich war einmal mehr Juniorin Theresa Klein, die im Einer und in den Mannschaftsbooten gleich mehrfach ganz oben auf dem Treppchen stand. Eindrucksvoll wussten sich auch die Junioren Matthias Krost und Patrick Wölfel in Szene zu setzten, die im Zweier auf der Sprint- und Kurzstrecke dominierten und beide Rennen gewannen. Überzeugend dann die Vorstellung der weiblichen Jugendlichen mit Anna Kowald, Annabelle Bösing, Katharina Schneider und Lena Weber, die das stärkste Team ihrer Klasse stellten. In der Leistungsklasse wurden auch die KGE-Herren ihrer Favoritenstellung vollauf gerecht. So wie Tomasz Wylenzek bei den Canadierfahrern entschied Jonas Ems bei den Kajak-Herren den Einer über 200m und 500m für sich, Norman Zahm und Torben Fröse siegten im 500m-Zweier und auch die Vierer gingen an die KGE. Und auch die Damen waren eine Bank bei diesen Titelkämpfen. Allen voran Lisa-Marie Braun, die sage und schreibe sechs Meisterschaften gewann. Sie siegte im Einer über 200m und 500m, im Zweier (500m mit Eef de Groot, 200m mit Friederike Leue) und in beiden Vierern (200m mit Annika Gierig, 500m mit Laura Winterberg). Direkt im Anschluss an diese Sprint- und Kurzstreckenrennen ging es für Lisa-Marie Braun sowie Torben Fröse, David Schmude, Sascha Blacha und die beiden Junioren Theresa Klein und Matthias Krost übrigens ins Trainingslager der U23- und Juniorennationalmannschaft in Vorbreitung auf die Europameisterschaften in Moskau.

2 x Bronze für Wylenzek im Einer und Vierer; Ems verpasst im Zweier Finale

An Spannung mangelte es wahrlich nicht am letzten Wochenende bei den Kanu-Europameisterschaften im nordspanischen Trasona. Und auch das Team des Deutschen Kanu-Verbandes mischte mehr als kräftig mit bei diesem kontinentalen Meisterschaften. Mit zwei Bronzemedaillen im Gepäck konnte dabei Tomasz Wylenzek die Heimreise nach Essen antreten; nicht zufrieden waren am Ende allerdings Jonas Ems und auch Eef de Groot (für die Niederlande am Start). Tomasz Wylenzek bestritt auf dem "Ria de Aviles" seinen dritten internationalen Einsatz im Einercanadier über 500m. Und man durfte durchaus gespannt sein, wie er sich verkaufen konnte, nachdem er bei den beiden diesjährigen Weltcups aufs Treppchen gefahren war. "Ich denke, für Tomek ist im Finale einiges drin, auch wenn die Vorbereitung nicht voll auf diese EM ausgerichtet war. Eine Medaille wäre schon schön " , war vor Ort auch KGE-Trainer Robert Berger mehr als gespannt. Im Ziel war Tomek dann zunächst Enttäuschung anzumerken, kam er doch auf dem undankbaren vierten Platz ein. Dann aber wurde der vor ihm einfahrende Russe Ilya Shtokalov mit einem zu leichten Boot disqualifiziert und Tomek als Dritter zur Siegerehrung gerufen. "Natürlich wäre ich lieber Dritter ohne Disqualifikation eines anderen geworden; aber so sind nun mal die Regeln. Und mit etwas Abstand freue ich mich sehr über meine dritte internationale Einermedaille bei meinem erst dritten Einsatz. Das hätte ich zu Jahresbeginn nicht gedacht. Ich habe heute das Beste rausgeholt. Bei der Ankunft hier noch ziemlich müde, lief es von Tag zu Tag besser. Aber dieser Linksfahrerwind heute hat mich als Rechtsfahrer echt geschafft. Vor mir lagen am Ende auch zwei Linksfahrer. Bei 400m hatte ich vom vielen Steuern bei den Wellen so harte Arme und mir dann noch einen kleinen Wackler eingefangen. Da ist mir richtig warm geworden, weil ich dachte, ich liege jetzt drin" , beschrieb Tomek später das EM-Finale. Über eine Bronzemedaille hatte sich Tomasz Wylenzek zuvor schon im Vierercanadier mit Schlagmann Chris Wend (Magdeburg), Tomasz Wylenzek, Ronald Verch (Potsdam) und Erik Rebstock (Neubrandenburg) über 1.000m gefreut. Vom Start an lag das Team mit auf Medaillenkurs; eine Position, die dieses erstmals zusammen fahrende Quartett hinter Russland und Weißrussland bis ins Ziel verteidigen konnte. "Für mich war es ein nahezu optimales Rennen. Zudem war es nicht einfach, nach Jahren des Zweierfahrens und der Konzentration in diesem Jahr auf den Einer wieder auf einen anderen Schlagmann einzustellen. Meine erste internationale Meisterschaftsmedaille im Vierer!" , kommentierte Tomek nach der Siegerehrung. Total enttäuscht war Jonas Ems am Ende der Vorrennen über 200m. Mit seinem erstmaligen Partner Sören Schust (Magdeburg) hatte er im 200m-Zweierkajak das EM-Finale verpasst. Letztendlich hatte dieses erst seit gut einer Woche zusammen trainierende Boot keine Chance, sich gegen die eingefahrenen Sprintspezialisten zu behaupten. "Es lief zwar von Einheit zu Einheit besser, hat aber am Ende leider nicht gereicht. Wir haben alles gegeben" , so Jonas Ems. "Noch ist es uns nicht gelungen, aus dem zweit- und drittschnellsten deutschen Einerfahrer auch einen schnellen Zweier zu formieren. Somit sind wir in Richtung WM weiter auf der Suche nach einen geeigneten Mannschaftsboot, das auf der WM bestehen kann. Da gibt es nun noch mehrere Varianten; da müssen wir mal schauen, was am besten geht" , kommentierte am Rande der Chef-Bundestrainer des Deutschen Kanu-Verbandes, Reiner Kießler, nach den weiteren Chancen für Jonas Ems befragt. Bei dieser Suche wird auf jeden Fall Jonas Ems eine wichtige Rolle spielen, der darüber hinaus fest für die WM-Staffel eingeplant ist, die bei der EM nicht im Programm stand. Unter keinem guten Stern stand die Europameisterschaft für Eef de Groot, die für die Niederlande an den Start gegangen war. Sie hatte letztendlich auf einen Einsatz über 1.000m verzichtet, um sich ganz auf die 500m- und 200m-Strecke zu konzentrieren. Doch zu stark erwies sich an diesem Wochenende die europäische Konkurrenz für Eef. Über beide Strecken erreichte sie das Finale nicht. "So ist der Sport: Auch wenn Jonas und Eef ihre persönlichen Ziele nicht erreichten, war es schön, die beiden Bronzemedaillen von Tomasz hier vor Ort mitzuerleben" , bilanzierte KGE-Club-Manager Heino Terporten abschließend.

Ems und Wylenzek mit Weltklasseleistungen knapp hinter verbandsinterner Konkurrenz

Für drei Tage stand die Duisburger Wedau an diesem Wochenende mit der großen Weltcup-Regatta im Blickpunkt der internationalen Kanuszene. Und den Zuschauern wurde nicht zu viel versprochen; amtierende Olympiasieger, Weltmeister und weitere internationale Größen boten Kanusport der Extraklasse. Gerade die deutschen Einer-Duelle im Kampf um die EM- und WM-Tickets hatten es in sich. Gleich das erste Finale im 200m-Einerkajak der Herren wurde mit besonderer Spannung erwartet, versprach es doch eine Neuauflage des Zweikampfs der beiden besten deutschen und internationalen Sprinter der letzten Jahre Jonas Ems und Ronald Rauhe aus Potsdam. Nach genau 37,129 Sekunden stand dann fest: Ronald Raue hatte wie schon beim Weltcup in Vichy/ Frankreich die Bootsspitze hauchdünn vor Joans Ems (37,331) und dem dritt platzierten Briten (37,471). Und wieder hatten sich die beiden deutschen Ausnahmesprinter nichts geschenkt. Direkt nebeneinander liegend, fuhren beide nach dem Ziel zueinender, um sich gegenseitig zu dem Rennen zu gratulieren. "Natürlich ist es etwas schade, dass ich nicht vorne gelegen habe. Aber es war heute mein bestes Rennen. Allein in der Nachstartphase fehlte etwas die Power. Jetzt wird Ronny den Einer fahren. Aber mein Einsatz in der Staffel ist eine sehr gute Option; und auch der Zweier könnte noch zur Diskussion stehen. Im nächsten Jahr geht es wieder von vorne los, da werden die Karten wieder neu gemischt und ich greife wieder an im Kampf um die Einerposition" , zeigte sich bei Joans Ems schon nach der Siegerehrung wieder forsch. Im Finale des Einercanadiers über 500m forderte dann Tomasz Wylenzek den in den letzten Jahren erfolgreichsten deutschen Solisten Sebastian Brendel (Potsdam) heraus. Nicht nur Brandel, auch Tomek hatte im Vorlauf einen hervorragenden Eindruck hinterlassen. "Schon dieses Rennen war Weltklasse. Er konnte den 1000m-Weltmeister Vadim Menkov/ Uzbekistan hinter sich lassen. Ein Rennen wie aus dem Bilderbuch" , war KGE-Trainer schon vor dem Finale begeistert und angespannt zugleich. Zu recht: denn auch diese beiden deutschen Solisten lieferten sich ein Duell, in das kein anderer Fahrer eingreifen konnte. Tomasz Wylenzek setzte alles auf eine Karte und legte eine starke erste Streckenhälfte hin. Doch Brendel konnte sich noch einmal herankämpfen und am Ende knapp an dem KGEer vorbeiziehen. Gold und Silber somit auch hier für den Deutschen Kanu-Verband. "Was soll ich sagen. Eigentlich wäre ich mit diesem Rennen und dieser Platzierung super glücklich. Aber nun bin ich natürlich auch etwas traurig. Ich habe alles aus mir rausgeholt, muss aber sagen, dass der Basti am Ende einfach etwas besser war. Und dennoch muss ich zufrieden sein. Bei dem ersten Versuch, international im Einer an den Start zu gehen, auf Anhieb so vorne mitzumischen, hätte ich - ehrlich gesagt - zu Saisonbeginn nicht gedacht. Ich war mit bewusst, dass es riskant ist, auf den Einer zu setzten. Aber ich bin froh, dass ich es gemacht habe. Diese Herausforderung reizt mich weiterhin. Und uns beiden tut die gegenseitige Konkurrenz gut" , kommentierte Tomek nach dem Rennen. Unter keinem guten Stern stand die Regatta für Norman Zahm. Der Zweier mit Gordon Harbrecht (Dresden) lief einfach nicht; und beide verpassten über 1.000m und 500m das A-Finale; während die verbandsinterne Konkurrenz und die Olympiasieger von Peking zweifach gewann. Pech hatte auch Friederike Leue. Im Trainingslager in Kienbaum noch von einem grippalen Infekt befallen, war sie einfach noch nicht wieder fit und lag als fünfte hinter der deutschen Konkurrentin Franziska Weber/Potsdam. "Das ist schade, bis 500m ist sie klasse mitgefahren" , kommentierte Trainer Robert Berger. Auch im Zweier konnten sich diese beiden Fahrerinnen nicht gegen das verbandsinterne Konkurrenzboot durchsetzen.Eef de Groot konnte sich über 1.000m ins A-Finale vorfahren und hier neunte werden. Über 200m belegte sie im B-Finale Rang fünf.

Wylenzek und Ems siegen mit Staffeln

Zum Abschluss der Weltcupregatta gab es auf der Duisburger Wedau noch einmal einen sportlichen Leckerbissen; die 4 x 200m-Staffeln. Und dies mit Siegen für den Deutschen Kanu-Verband auf ganzer Linie durch die Kajak Herren und Damen und Canadier-Herren. Entscheidend mit zu dem Erfolg der Kajak-Herren beitragen konnte auch Jonas Ems, der als Startfahrer den Grundstein für den späteren Sieg legte. Er fuhr die Staffel nach vorne und wechselte auf Sören Schust (Magdeburg), der wieder an Thorsten Lubisch (Berlin), bevor Schlussfahrer Ronald Rauhe die letzte Strecke anging. Und da war der Vorsprung schon so groß, dass Ronny Rauhe am Ende austrudeln konnte und sein gefürchteter Zielschnapper gar nicht zum Einsatz kam. Das ist heute richtig gut gelaufen, viel besser als im Vorlauf gestern. Das war wichtig, direkt mit vorne zu liegen und diese Position zu übergeben. Klasse, dass alles geklappt hat und wir so deutlich gewinnen konnten. Die Staffel ist jedes Mal ein Riesenspaß" , war Jonas am Ende mehr als zufrieden mit dem Ausgang dieses Mannschaftsrennens. Am Sieg der Canadierstaffel war dann auch Tomasz Wylenzek beteiligt. Er hatte Startfahrer Stefan Holtz (Karlsruhe) abgelöst; dann an Stefan Kiraj abgegeben; bevor Schlussfahrer Sebastian Brendel alles klar machte. "Das war zwar kurz, aber heftig. Mir hat das 500m-Finale noch ganz schön in den Knochen gesteckt. Aber ich habe mich durchgebissen. Das waren heute zwei Superrennen von mir; die besten, die ich wohl je gefahren bin. So eine Staffel ist schon etwas Besonderes," war auch Tomek vollauf zufrieden am Ende des Weltcups. Nun heißt es die Beratungen des Trainerrates des Deutschen Kanu-Verbandes abzuwarten, wie die weitere Einsatzkonzeption insbesondere für Jonas Ems und Tomasz Wylenzek im Hinblick auf EM und WM aussieht.

Wylenzek fährt sich in Vichy in Weltspitze; Silber für Ems

Beim internationalen Saisonauftakt in Vichy/Frankreich konnte sich die deutsche Kanu-Flotte in beeindruckender Frühform präsentieren. Das 28-köpfige DKV-Team gewann in 22 Finalrennen insgesamt neun Gold- und weitere Silber- und Bronzemedaillen. "Dabei hat es den ein oder anderen Paukenschlag gegeben" , bilanzierte Chef-Bundestrainer Reiner Kießler am Ende des Weltcups. Und dürfte dabei auch Tomasz Wylenzek gemeint haben, der nach dem Gewinn der Silbermedaille im 1.000m-Finale auch über 500m noch einmal auftrumpfen konnte und sich die Bronzemedaille erkämpfte. Bei seiner ersten internationalen Einerauftritt nach vielen Jahren im Mannschaftsboot mit zwei Medaillen die Heimreise anzutreten, war eine ganz starke Vorstellung. Nur 53/100 Sekunden lag Tomasz Wylenzek im Ziel hinter den amtierenden Weltmeistern über 500m und 1000m Dzianis Haraza aus Weißrussland und Vadim Menkov aus Usbekistan. Und gleichzeitig zwei Plätze vor der verbandsinternen Konkurrenz mit Sebastian Brendel, der als fünfter einkam und noch vor einer Woche Deutscher Meister geworden war. "Meine Gratulation, Tomek ist in der Weltspitze angekommen" , resümierte Heimtrainer Robert Berger in Vichy und klopfte seinem Schützling anerkennend auf die Schulter. Zum Abschluss des Weltcups sollte es dann zu einer weiteren Neuauflage des Duells von Jonas Ems und Ronald Rauhe/Potsdam im 200m-Einer kommen. Was boten die beiden für einen Zieleinlauf. Mit einem Vorsprung von 57/1000 Sekunden (!) war es dieses Mal jedoch wieder der Potsdamer, der mehr als knapp vor Jonas lag. "Den Start habe ich heute nicht so optimal erwischt, bin dann aber immer näher heran gekommen. Das Rennen an sich war dann o.k.; schade jedoch, dass es nicht ganz gereicht hat. So eng waren wir noch nie zusammen im Ziel. Und wir fahren der Konkurrenz weg. Anderer Länder wären froh, nur einen solchen Sprinter zu haben. Und wir bieten uns schon national ein Duell nach dem anderen" , war Jonas nach dem Finish zufrieden und auch etwas enttäuscht zugleich. Nun bleiben die Auswertungen des Weltcups durch den Trainerrat des Deutschen Kanu-Verbandes abzuwarten, wie die Einsatzkonzeption für den nächsten Weltcup Anfang Juni in Duisburg aussieht, bei dem es dann um die Qualifikation für die Welt- und Europameisterschaften geht.

Wylenzek überrascht in Vichy mit Silber über 1.000m

Die Bedingungen waren nicht die besten beim Weltcupauftakt im französischen Vichy: kaltes Wetter, Strömung in der Strecke, teils fehlende elektronische Startanlage und streckenweise "Wildwasserbedingungen" , wie Chef-Bundestrainer Reiner Kießler es formulierte. Dazu eine Woche nach der nationalen Sichtung nur eine kurze Vorbereitungs- und Einfahrzeit für neu zusammengesetzte Boote. Dennoch hoffte Kießler, "international mithalten zu können" . Und das konnte die Flotte des Deutschen Kanu-Verbandes allemal. Sie bestand die erste Standortbestimmung dieses Jahres und sorgte dafür, dass die deutsche Nationalhymne zur Dauerbegleitmusik der Siegerehrungen wurde. "Es ist schon ein schönes Gefühl, bei einem solch erfolgreichen Team die Siegerehrungen vornehmen zu dürfen. Von daher ist der Präsidentenjob anstrengender als ich dachte" , kommentierte der neu gewählte Präsident des Deutschen Kanu-Verbandes Thomas Konietzko die Ergebnisse am ersten Finaltag. "Mensch Tomek; ohne wenn und aber ein saustarkes Rennen" , war er auch einer der ersten Gratulanten des Esseners. Tomasz Wylenzek war im Finale des 1.000m-Einercanadiers ein bärenstarkes Rennen gefahren und hatte als dritter die Ziellinie überquert. Dann wurde er noch als Zweitplatzierter ausgewiesen, denn der nur hauchdünn vor ihm liegende Fahrer aus Usbekistan wurde aufgrund eines zu leichten Bootes disqualifiziert. Und sorgte so hinter dem WM-Dritten des Vorjahres Sebastian Brendel für einen deutschen Doppelerfolg. "Ich bin einfach nur superglücklich. Ich konnte den Gegnern in die Augen sehen! Gestern haben sich noch einige über meine Finalteilnahme gewundert; jetzt sind sie sicher noch überraschter" , freute sich Tomasz Wylenzek über seinen gelungenen internationalen Einer-Einstand. Nach vielen erfolgreichen Jahren im Zweiercanadier sucht er eine neue Herausforderung und geht diese äußerst konsequent an. "Es läuft derzeit wirklich rund bei Tomek. Er fühlt sich im Einer pudelwohl und ist auf gutem Weg. Alle Achtung, wie er sich gemacht hat" , freute sich auch Heimtrainer Robert Berger in Vichy mit seinem Schützling. Nur zwei Tage gemeinsames Training vor Wettkampfbeginn waren für Norman Zahm und Paul Mittelstedt/ Neubrandenburg zu wenig, um im 1.000m-Zweierkajak gegen die internationale Konkurrenz bestehen zu können. Mehr als Platz sieben war im Finale nicht drin. Es siegten hier die Olympiasieger Andreas Ihle und Martin Hollstein (Magdeburg/Neubrandenburg). Nun bleibt für beide abzuwarten, welche weitere Einsatzkonzeption der Verband für sie vorsieht. Vollauf zufrieden mit sich war auch Eef de Groot. Als Siegerin des B-Finals über 500m und somit zehnte und als sechste des 1.000m-A-Finals konnte sie die Qualifikationskriterien des Niederländischen Kanu-Bundes klar erfüllen und ist so bei den Weltmeisterschaften in Posen/Polen dabei.

Erfolgreiches Wochenende für KGE-Kanuten

Auf gleich zwei Regatten waren die Aktiven der KG Essen am Wochenende äußerst erfolgreich vertreten. Für die Leistungsklasse und Junioren ging es zur internationalen Einladungsregatta nach Gent/Belgien, während der Nachwuchs der Schüler- und Jugendklasse in Hamm an den Start ging. Zurück zum Baldeneysee kehrten beide Wettkampfgruppen mit einer Vielzahl von Siegen und weiteren Medaillen. Einen besonderen Akzent konnte der KGE-Nachwuchs in Hamm setzen. Bei dem in dieser Saison erstmals ausgetragenen Mehrkampf konnten sich gleich mehrere Talente weit vorne behaupten. Und Pia Reineck, Annabelle Bösing und Anna kowald gewannen nach der Frühjahrsregatta in Essen in Hamm sogar ihren zweiten Mehrkampf. Alle Platzierungen von Gent:: Kajak-Herren-Leistungsklasse I: Einer: 200m: 3. Sascha Blacha, 500m: 2. Sascha Blacha, 1.000m: 3. Benno Berberich; 5.000m: 2. Benno Berberich, 3. Philipp Virneburg, Zweier: 200m: 1. Berberich-Blacha, 500m: 1. Blacha-Berberich, 1.000m: 2. Zaremba-Vorneburg, Vierer:500m: 1. Zaremba-Virneburg-Berberich-Blacha, 1.000m: 1. Zaremba-Virneburg-Berberich-Blacha, Damen-Leistungsklasse I: Einer: 1.000m: 3. Laura Winterberg, 5.000m: 2. Laura Winterberg, Zweier: 200m: 1. Gierig-Winterberg, 500m: 1. Gierig-Winterberg, Herren-Junioren: Einer: 500m: 1. Matthias Krost, 2. Patrik Wölfel, 1.000m: 1. Matthias Krost, 2. Patrik Wölfel, 5.000m: 1. Matthias Krost, Zweier: 500m: 1. Wölfel-Krost, 1.000m: 1. Wölfel-Krost, Vierer: 500m: 1. Metzing-Plate-Wölfel-Krost, 1.000m: 1. Metzing-Plate-Wölfel-Krost, Damen-Junioren: Einer: 500m: 1. Lena Gödecke, 3. Hannah Wenderoth, 1.000m: 1. Lena Gödecke, 2. Hannah Wenderoth, 5.000m: 1. Lena Gödecke, 2. Hannah Wenderoth, Zweier: 500m: 1. Gödecke-Wenderoth, 1.000m: 1. Wenderoth-Böcker, Alle Platzierungen von Hamm. männl. Jugd.: Zweier: 200m: 3. Alec Virneburg-Vincent Schulte; 500m: 1. Lukas Knubben-Alec Virneburg,Vierer: 500m: 1. Knubben-Schulte-Virneburg-Schulz; weibl. Jugd.: Einer: 200m: 1. Annabelle Bösing-Anna Kowald; 500m:Zweier: 500m: 1. Larissa Hepp-Katharina Schneider, 3. Lena Weber-Sara Sabeti, Schüler A: Einerläufe: 500m: 1. Lorenzo Schade, 1. Niklas Hille, 2. Puya Sabeti, 2. Lasse Mellies, 2. Philipp Neu, 2. Johann Zell, 3. Malte Heep; Zweierläufe: 500m: 1. Malte Heep-Lorenzo Schade, 1. Pua Sabeti-Johann Zell, 1. Lukas Decker-Philipp Neu, 2. Emilio Röder-Niklas Hille; Vierer: 500m: 1. Decker-Neu-Heep-Schade; Schülerinnen A: Einerläufe: 500m: 1. Julia von Döhren, 2. Pia Reineck, Zweier: 500m: 1. Julia von Döhren-Pia Reineck, 3. Louisa Hellwig-Jana Höhmann; Vierer: 500m: 3. von Döhren-Reineck-Hellwig-Höhmann; Schüler B/C: Zweier 500m: 2. Benjamin Mohajer-Anejandro Goebels; Vierer: 500m: 1. Hille-Kosche-Weber-Krüger; Schülerinnen B/C: Vierer: 500m: 1. Schaephaus-Hille-Höhmann-Anderich; Nachwuchsmehrkampf: männl: AK 13: 1. Joshua Stennes, 2. Johann Zell; AK 14: 2. Lukas Decker, AK 15: 1. Tobias Schulz, AK 16: 2. Lukas Knubben, 3. Alec Virneburg weibl.: AK 12: 2. Jana Höhmann, AK 13: 1. Pia Reineck, 3. Louisa Hellwig, AK 15: 1. Annabelle Bösing, 2. Lena Weber, AK 16: 1. Anna Kowald

Wylenzek überrascht als zweiter über 500m; drei KGEer für Vichy nominiert; Junioren-Duo topp

Am Ende der abschließenden Verbandssichtung und Deutschen Einermeisterschaft an der Duisburger Wedau war Rechnen und Auswerten angesagt, bis erste Ranglisten erstellt waren und die Mannschaft für den schon am kommenden Wochenende stattfindenden Weltcup in Vichy benannt wurde. Danach stehen mit Jonas Ems, Tomasz Wylenzek und Norman Zahm drei KGEer vor der ersten internationalen Bewährungsprobe diesen Jahres. Platz vier über 200m, Platz drei über 1.000m und Platz zwei im abschließenden 500m-Sichtungsrennen - damit zählte Tomasz Wylenzek zu den Gewinnern dieser Sichtung. "Bei Tomek ist offensichtlich der Knoten geplatzt" , hatte KGE-Trainer Robert Berger schon nach der 1.000m-Bronzemedaille gehofft und Recht behalten. Denn mit einem beherzten Rennen lieferte er dem seit Jahren besten Solisten Sebastian Brendel/Potsdam ein packendes Duell. So dicht war er noch nie dabei. Der Lohn: Nominierung für den Weltcup in Vichy. Als Deutscher Meister hatte natürlich Jonas Ems die geforderte Norm erfüllt und auch Norman Zahm hat sich mit seiner Teilnahme am 1.000m-A-Finale und dem ersten Sichtungsergebnis nach Vichy gefahren. Stark auch David Schmude. Als 11. über 1.000m und Sieger des 500m-B-Finals (10.) ist er ein heißer Kandidat für die U23- Nationalmannschaft, die auch für Torben Fröse noch im Bereich des Möglichen liegen könnte. Er war durch Rückenprobleme im Vorfeld gehandicapt. "Die Fredi hat mir an diesem Wochenende gut gefallen" , kommentierte Damentrainer Arndt Hanisch die beiden starken vierten Plätze von Friederike Leue in den geforderten 500m-Rennen. Sie wird einen internationalen Einsatz beim Weltcup in Duisburg erhalten. Für Lisa-Marie Braun ist eine Teilnahme an der U23-EM im Bereich des Möglichen. Die Junioren- Europameisterschaften in Moskau im Visier haben gleich zwei KGE-Aktive. Nach ihrem starken Auftritt bei der ersten Sichtung zeigten sich Theresa Klein und Matthias Krost auch an diesem Wochenende in bester Verfassung. Rang drei über 200m und Rang vier bzw. drei über zwei 500m-Rennen waren eine eindrucksvolle Vorstellung von Theresa. Nach Rang zwei über 200m und zwei fünften Plätzen über 1.000m und 500m ist auch KGE- Neuzugang Matthias Krost "gut im Geschäft" . Mit topp-ten- Platzierungen war für Junior Patrick Wölfel dabei.

Ems fährt mit perfektem Rennen zum Titel; Wylenzek jubelt über Bronze

"Eigentlich ein Tag zum Gewinnen" , hatte Jonas Ems am frühen Samstagmorgen eine Stunde vor dem 200m-DM-Finale beim Einfahren gedacht. Direkt beim Aufstehen fühlte er sich "bombenfit" , keine Spur von Müdigkeit. Und es sollte tatsächlich sein Tag werden bei der zweiten Verbandssichtung und Deutschen Einermeisterschaften in den olympischen Kanurennsportdisziplinen der Leistungsklasse. Denn es folgte ein perfektes Rennen im 200m-Einerfinale mit dem Gewinn des Deutschen Meistertitels. "Es hat einfach vom Start an alles gepasst. So hat sich das verstärkte Start- und Sprinttraining mit meinem Trainer Robert Berger in den letzten Wochen voll ausgezahlt. Ronald Rauhe konnte mir nicht wie sonst wegfahren; das war immens wichtig für mich. Schon kurz vor dem Ziel war ich mir sicher, dass ich es habe. Aber natürlich bin ich voll durchgehämmert; schließlich ist der Zielssprung von Ronny nicht zu unterschätzen" , beschrieb Jonas Ems später seine Empfindungen während des Rennens. Und hatte auf der Ziellinie sofort nach rechts auf den direkt neben ihm fahrenden Potsdamer geblickt, bevor er dann die Faust zur Siegerpose ballte. Jonas Ems hatte mit dem Potsdamer Ronald Rauhe, dem amtierenden Weltmeister und Deutschen Meister, der gerne seinen 54. DM-Titel gewonnen hätte, eine Neuauflage des seit 2007 währenden Duells ausgetragen, das kein anderer ernsthaft gefährden konnte. Dieses Mal aber war es wieder Jonas Ems, der im Ziel die Bootsspitze vorn hatte. "Das ist natürlich ein wahnsinnig schönes Gefühl, wieder Deutscher Meister zu werden. In diesem Rhythmus kann es ruhig weiter gehen" , so Jonas Ems schmunzelnd. Danach würde dann im nächsten Jahr wieder der Potsdamer vorne liegen, 2012 im Olympiajahr aber wieder Jonas Ems. So gut gelaunt und selbstbewusst, wie sich Jonas nach dem Titelgewinn präsentierte, hätte er auch gar nicht das "falsche" Trikot gebraucht. Auf dem Weg zum Start hatte bemerkt, dass er ein altes Exemplar anhatte (ohne die aktuellen Sponsoren-Logos). "Ich habe noch überlegt, zurückzufahren, bin dann aber doch lieber direkt zum Start und habe mich die ganze Zeit darüber geärgert, dass es passiert ist. So wie ich bei meinem WM-Titel 2007 auch nicht korrekt gekleidet war. Vielleicht brauche ich diesen Stress, der mich ablenkt und nicht zuviel über das Rennen grübeln lässt" , erzählte der frischgebackene Meister schmunzelnd. Nach einer, als Vierter im 200m-Canadier-Finale knapp verpassten Medaille, war auch für Tomasz Wylenzek nach dem 1.000m-Finale die Welt wieder in Ordnung. Er kämpfte sich durch im stark besetzten Feld und sicherte sich hinter dem WM-Bronzemedaillen-gewinner und Titelverteidiger Sebastian Brendel/Potsdam und dem Vierer-Weltmeister Ronald Verch/Potsdam die Bronzemedaille. "Ich bin jetzt total glücklich. Auch als vierter wäre ich zufrieden gewesen, denn es war ein gutes Rennen. Um so besser mit Medaille, wenn auch nur 3/100 Sekunden vor dem Vierten. Nachdem ich in den letzten Jahren fast nur Zweier gefahren bin und bei der ersten Sichtung krankheitsbedingt passen musste, war ich mit nicht sicher, wo ich stehe. Dieses Ergebnis tut sehr gut. Das habe ich echt gebraucht, zu sehen, dass ich auch im Einer vorne mitfahren kann" , strahlte "Tomek" . Mit diesem Ergebnis hatte er sich zudem als der beste Fahrer auf der rechten Schlagseite erwiesen. Nur um 22/100 Sekunden an der Bronzemedaille vorbei gefahren war im 500m-Meisterrennen der Damen Friederike Leue. Die mit dieser Leistung aber eine Empfehlung für weitere Einsätze abgegeben haben dürfte. Zudem belegte sie über 200m den 11. Rang. Als achte kam über beide Strecken Eef de Groot ein. Nicht zufrieden war hingegen Norman Zahm als neunter im 1.000m-Einer-A- und Torben Fröse als achter des B-Finals. David Schmude punktete als 11. Hier gilt es nun die endgültige Auswertung der Ranglisten abzuwarten. Klasse wieder die Vorstellung der KGE-Junioren Matthias Krost und Theresa Klein. In den 200m-Finals belegten sie den zweiten bzw. dritten Platz und sind heiße Kandidaten für die Junioren-EM in Moskau. Die Ergebnisse der übrigen Sichtungsrennen auf den nicht-olympischen Strecken am Sonntagnachmittag sowie die Entscheidung des Trainerrates des Deutschen Kanu-Verbandes folgen in der nächsten Ausgabe.

Gute Sichtungsbilanz für KGE-Kanuten

Gute Sichtungsbilanz für KGE-Kanuten Die Essener Kanuten haben ihre Chance genutzt. Bei der ersten Verbandssichtung gelang ihnen ein Saisonauftakt, mit dem sie zuversichtlich in die zweite und abschließende Sichtung in drei Wochen gehen können. "Aus unserer Sicht ist es sehr gut gelaufen, wir können eine erfreuliche Halbzeitbilanz ziehen" , resümierte auch KGE-Trainer Robert Berger absolut positiv. Bereits am Samstag hatte Sprintspezialist Jonas Ems punkten können. In den 100m- und 250m-Rennen erwies er sich knapp hinter dem amtierenden Sprintweltmeister Ronald Rauhe/Potsdam als der zweitschnellste Kurzstrecken-Kanute. Und wie zu erwarten war, hatten diese beiden Sprint-Spezialisten eine Neuauflage des Duells der vergangenen Jahre geboten, in das kein anderer Fahrer ernsthaft eingreifen konnte. "Natürlich bin ich jetzt erst einmal zufrieden, dass es so gelaufen ist. Ich habe gezeigt, dass ich ganz weit vorne mitfahren kann. Aber es sollte auch noch besser gehen. Der `Ronny` fährt mir derzeit am Start einfach etwas weg. Auf der Strecke komme ich dann zwar wieder etwas ran, aber so ganz gereicht hat es im Ziel noch nicht. Jetzt lenke ich den Blick auf die zweite Sichtung in drei Wochen, bei der es dann über die Wettkampfstrecke von 200 Meter geht. Eine eindrucksvolle Empfehlung in Richtung Bundestrainer haben auf der 2.000m-Strecke auch Norman Zahm und Torben Fröse abgegeben. Zwar waren beide bei den sich über eine Stunde hinziehenden Qualifikationsrennen noch bei vollem Gegenwind gestartet und hatten so den mit vier Fahrern besetzen A-Endlauf knapp verpasst, während deutliche langsamere Konkurrenten in den hinteren Startreihen dann bei klar ruhigerem Wind noch in die vorderen Finalläufe fuhren. Aber in den Endläufen rückten sie das Bild wieder zureckt. Aufgrund des Modus war mehr als Platzziffer fünf für Norman Zahm nicht drin; aber er fuhr in seinem Lauf die drittschnellste Zeit! Und Torben Fröse legte als neunter die siebtschnellste Zeit hin und ließ dabei im direkten Vergleich renommierte Fahrer wie Serienweltmeister Tim Wieskötter/Potsdam hinter sich. "So war nun mal der Qualifikationsmodus. Aber insbesondere Norman und auch der junge Torben haben gezeigt, was in ihnen steckt. Ich bin mehr als zufrieden mit diesen Leistungen" , kommentierte Robert Berger am Ende. Aber auch die übrigen Leistungsklasse-Fahrer wie Friederike Leue, Sascha Blacha und David Schmude blieben durchaus im Bereich ihrer Möglichkeiten mit Aussichten auf weitere Steigerungen in drei Wochen. Im Junioren-Bereich war es dann Theresa Klein, die aus Essener Sicht für ein Ausrufungszeichen sorgte. Platz eins über 100m, Rang vier über 2.000m und Platzziffer sechs über 250m brachten ihr am Ende weiterhin die Führung in der Gesamtrangliste der Juniorinnen ein! Für sie geht es um die Teilnahme an der Junioren-Europameisterschaft in Moskau.

Kanu-Reisewelle rollt

Seit Wochen feinstes Winterwetter: lang anhaltender Schneefall, Minustemperaturen, Winterlandschaft überall. Am Baldeneysee bewundern dabei die zahlreichen Spaziergänger nicht nur den von Weiß umhüllten See, sondern zollen auch Leistungssportlern wie den Kanuten Respekt, die alltäglich ihrem Wassertraining nachgehen. "Eigentlich geht es sogar noch, in diesem Jahr gab es bislang ja nur Kälte und Schnee, aber kein Eis" , kommentierte KGE-Trainer Robert Berger leicht schmunzelnd die Trainingsbedingungen. Sprich: solange der Baldeneysee eisfrei ist, geht`s raus aus Wasser. Da fällt es nicht schwer, sich vorzustellen, dass diese Paddeleinheiten weit entfernt sind von einem optimalen Training und jede Einheit auch irgendwie zu einer Herausforderung wird. Und so rollt sie seit dem letzten Wochenende wieder, die Esser Kanu-Reisewelle. Denn wenn man nicht nur in der nationalen Spitze mithalten, sondern auch auf internationalem Parkett mitmischen möchte, ist es unumgänglich nach den absolvierten Wintermaßnahmen wie Skilanglauf-Trainingslager nun auszuweisen in klimatisch wärmere Gefilde. Canadier-Ass Tomasz Wylenzek ist der erste, die die Reise gestern angetreten ist. Für ihn geht es mit der deutschen Canadier-Nationalmannschaft nach Florida, nach Indian Harbour Beach “ seit vielen Jahren dem KGE-Trainingslager-Domizil in Übersee. Erst am Freitag nach bestandener Zwischenprüfung vom Bundespolizei-Leistungsport-Projekt in Cottbus zurückgekehrt, zeigte er sich bei einer kurzen Trainingseinheit vor dem Abflug verständlicherweise bestens gelaunt. "Nach diesem Winter freue ich mich natürlich auf Florida. Dieses Trainingslager ist immer das erste große Anzeichen, dass es ernst wird und in die Saison geht. Eine enorm wichtige Phase, in der man erstmals im Winter richtig intensiv auf dem Wasser trainieren kann." Haben sich in den Vorjahren "Tomek" und dem KGE-Team immer schon weitere Canadierfahrer wie Ex-Partner Christian Gille (Leipzig) sowie sein jetziger Nationalmannschaftspartner Erik Leue (Magdeburg) nach Florida angeschlossen, nutzt in diesem Jahr die gesamte Canadier-Nationalmannschaft die optimalen Bedingungen an der Ostküste Floridas. Und nur eine Woche später folgt dann die KG Essen mit ihren weiteren Nationalmannschaftsfahrern um Norman Zahm und Jonas Ems mit insgesamt 13 Aktiven in den Sonnenstaat der USA. "Ich fliege wohl schon nun zum 20. Mal für Herbst und Frühjahrs-Trainingslager nach Indian Harbour Beach, unserer zweite Trainings-Heimat. Und nur wenige Male haben wir Trainingseinheiten witterungsbedingt ändern müssen, was für die exzellenten Bedingungen dort spricht. Wir könnten es nicht besser antreffen. Diese drei Wochen um diese Jahreszeit störungsfrei trainieren zu können, ist absolut notwendig für die anstehenden Verbandssichtungen mit den Deutschen Einer-Meisterschaften schon im April" , erläutert Robert Berger. Er steht als Trainer in diesem Jahr zudem vor einer neuen Herausforderung. Beding durch die Änderungen im Olympischen Kanu-Programm sind neben den traditionellen 1.000m-Herrenrennen anstelle von 500m-Rennen die 200m-Sprintrennen ins Olympische Programm aufgenommen worden. "Man wird sich nun mehr spezialisieren müssen zwischen 200m und 1.000m. Alle Sprintspezialisten werden sich noch mehr auf ihre Stärke konzentrieren. Dies betrifft natürlich auch "Edelsprinter" wie Jonas Ems, der sich zuvor auch immer auf Mittelstrecken behaupten musste. Da heißt es auch im Training so einiges umzustellen. Und es ist natürlich gerade im Winter bei den hiesigen Bedingungen nicht einfach, schon Sprintanteile ins Training einzubauen. Man kühlt auf dem Wasser in den notwendigen Pause viel zu sehr aus" , gibt Berger einen ersten Einblick auf die neuen Gegebenheiten. Nach den KGE-Leistungsklasse-Fahrern sind es dann die Essener Junioren, die mit Trainer Arndt Hanisch nach Florida reisen, während nach nur zwei Wochen Heimataufenthalt Tomasz Wylenzek mit dem deutschen Canadierteam nach Sevilla/Spanien zu einem weiteren Warmwassertrainingslager fährt. Zeitgleich steht dann für die 1.000m-Spezialisten rund um Norman Zahm und auch Torben Fröse mit dem Verband eine Maßnahme in Sabaudia/Italien an, während Sprinter Jonas Ems aus schulischen Gründen hier in Essen bleibt. Von Winterschlaf kann man also wirklich nicht sprechen “ der Countdown für die anstehende Kanu-Saison läuft bereits auf Hochtouren. Foto: Winter ade, weg mit dem Schnee: vor seiner letzten Trainingseinheit auf dem Wasser zeigt sich Tomasz Wylenzek entspannt; gestern ging es für ihr ins Warmwassertrainingslager nach Florida Foto: Ute Freise

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Landesstützpunktleiter Kanurennsport, Disziplingruppentrainer der Kajak-Herren Leistungsklasse im Landes Kanu-Verband NRW, Leitender Vereinstrainer, Vereinstrainer der Kajak-Herren Leistungsklasse, Trainer bei der KGE seit 1993

Mirko Wojdowski

Landestrainer des Landes Kanu-Verband NRW, Disziplingruppen – und Vereinstrainer der Kajak-Herren Junioren im Landes Kanu-Verband NRW und der KGE, Trainer bei der KGE seit 2014.

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Disziplingruppentrainer der Kajak-Damen der Leistungsklasse im Landes Kanu-Verband NRW, Vereinstrainer der Damen Junioren- und Leistungsklasse, Übungsleiter der Vereins-Fitnessgruppe, Trainer bei der KG Essen seit 2012

Sina Schrader

Duale Studentin beim DKV, zur Trainerausbildung seit 2018 bei der KGE, Derzeitig im Bereich Schüler A und Jugend tätig, sowie bei der Talentsichtung und Aushilfe bei den Schüler B

Marcel Böhm

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Annika Gierig

Disziplingruppentrainerin der Schüler im Landes Kanu-Verband NRW, Leitung Talentzentrum, -sichtung und –förderung im Landesprogramm des Landes Kanu-Verband NRW, Erziehertrainerin am Sport- und Tanzinternat Essen, Koordinierende Vereinstrainerin der Schüler C & B, Anfänger Trainerin bei der KG Essen seit 2014

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