Sonntag, 15 Dezember 2019

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Richtungsweisendes Kanu-Wochenende

Zu einem richtungsweisenden Wettkampf geht es von heute (Freitag) an für die deutschen Rennkanuten einmal mehr an die Duisburger Wedau, wo die zweite und abschließende nationale Sichtung des Deutschen Kanu-Verbandes ansteht. Am Ende des dreitägigen Events werden die Ranglisten erstellt und der Trainerrat benennt die Nationalmannschaften, die in die weiteren internationalen Qualifikationsregatten im Hinblick auf die internationalen Meisterschaften gehen. Sich in diese Nationalmannschaften zu fahren und somit eine entscheidende Runde weiter zu kommen, ist auch Ziel der Essener Kanuten, die mit einem durchaus schlagkräftigen Team in das Wochenende gehen. Denn nach der ersten Sichtung vor drei Wochen haben sich die KGE-Asse zur Halbzeit auf durchaus aussichtsreiche Ränge gefahren. "Nun kommt der wichtige zweite Teil. Nun gilt es, die gute Ausgangsposition zu nutzen, um sich für die Nationalmannschaften zu qualifizieren. alle rangieren in einem Bereich, der von ihnen erwartet wurde" , zeigt sich KGE-Herrentrainer Robert Berger zuversichtlich. Insgesamt sieben Kajak-Herren haben sich bei der ersten Sichtung unter die ersten 15 der Mittelstreckenrangliste gefahren, teilweise nur um wenige Platzziffern auseinander liegend. Ganz vorne konnte sich Max Hoff punktgleich mit dem Neubrandenburger Paul Mittelstedt behaupten. Dann sind es auf den Plätzen sieben, acht und neun mit Max Rendschmidt, Kai Spenner und Torben Fröse gleich drei KGEer, die kräftig mitmischen können. Und nicht zuletzt auf der Essener Frühjahrsregatta haben Fabian Kux, David Schmude und Tobias Bong starke 1.000m-Leistungen gezeigt. Gefordert werden von ihnen am Wochenende Rennen auf den Wettkampfstrecken von 1.000m und 500m. Über Vorläufe, Halbfinals und Finals sind dies sechs Rennen am Samstag und Sonntag “ ein hartes Programm. Den Auftakt machen aber schon heute (Freitag) die Sprinter. Dann sind Jonas Ems und Joshua Kröck über 200m mit Vor- und Zwischenlauf im Einsatz, bevor es morgen Früh im ersten Sprintfinale ernst wird. Auch sie liegen derzeit auf Kurs und haben auf der Essener Regatta gute Testrennen absolviert. Neben den 200m werden dann von den Sprinter auch die 500m gefordert; für alle eine große Herausforderung, die es zu bestehen gilt. Nicht am Start sein wird jedoch Canadier-Fahrer Tomasz Wylenzek. Als zu groß hat sich sein Ausbildungsbedingter Trainingsrückstand erwiesen. In Absprache mit Heim- und Bundestrainern wird sich "Tomek" nun langfristig auf die Deutschen Meisterschaften Mitte September vorbereiten, um sich dort in gewohnter Stärke zu präsentieren. Bei den Damen sind es Anna Kowald in ihrem ersten Leistungsklasse Jahr und Friederike Leue, die auf sich aufmerksam machen wollen. Annabelle Bösing liegt bei den Junioren als fünfte der Halbzeit-Rangliste absolut im Soll. "Es wird auf jeden Fall ein spannendes Wochenende; auch die Konkurrenz ist stark. Nun müssen wir mal schauen, wie bei allen drei Wochen nach dem Auftakt auf den reinen Wettkampfstrecken die Form ist" , blickt nicht nur Robert Berger dem Wochenende erwartungsvoll entgegen. Foto: Torben Fröse, auf der ersten Sichtung gesundheitlich nicht ganz fit, möchte sich nun am Wochenende empfehlen Foto: Ute Freise

Gute Halbzeitbilanz für KGE

Der erste Leistungstest liegt hinter den deutschen Kanuten. Am vergangenen Wochenende gab sich die deutsche Rennsport-Elite sowie die ambitionierte Nachwuchsgarde bei der ersten von zwei Verbandssichtungen ein spannungsgeladenes Stelldichein. Der Kampf um die begehrten Tickets zur Heim-WM in Duisburg und den internationalen Nachwuchs-Meisterschaften wurde eröffnet. Ich bin mal gespannt, was beim Auftakt heraus kommt" , hatte auch Chef-Bundestrainer Reiner Kießler dem ersten Aufeinandertreffen erwartungsvoll entgegengeblickt. Ebenso wie auch die Essener Trainer und Aktiven. Die am Ende dieses ersten Wettkampfwochenende durchaus zuversichtlich in die zweite und abschließende Sichtung in drei Wochen blicken dürften. Denn gleich fünf Kajak-Herren lagen im Mittelstreckenbereich unter den Top-Ten; Und mit Jonas Ems und Joshua Kröck platzierte sich ferner zwei Sprinter auf den Rängen vier und fünf; Juniorin Annabelle Bösing liegt ebenfalls auf einem aussichtsreichen fünften Rang. Gleich zehn KGE-Kajak-Herren gingen in die Rennen der Mittelstreckler (mit der 1.000m-Wettkampfstrecke), von denen die 250m als Unterdistanz und 2.000m als Überdistanz gefordert wurden. "Dabei war uns klar, dass die 250m nicht unsere Stärke ist und es hier schwer wird" , hatte Olympia-Bronzemedaillen-gewinner Max Hoff nach dem Sprint erklärt. Dennoch schaffte er und auch Max Rendschmidt es, sich für das begehrte A-Finale zu qualifizieren. Während Max Hoff dort auf Rang neun einkam, war es der "junge Max" , der als vierter mehr als positiv überraschte und für ein persönliches Ausrufezeichen sorgte. Aber auch Torben Fröse und Kai Spenner blieben mit ihrem B-Finale im Soll. Seine ganze Stärke demonstrierte Max Hoff dann im 2000m-Zeitfahren. Wie in einer anderen Liga siegte er hier unangefochten und übernahm die Führung in der Gesamt-Rangliste. "Ich merke gerade erst, dass ich aus dem Winter heraus komme und habe im Training noch nicht gesehen, wie schnell ich bin" , bemerkte der überragende Max Hoff später. Auf der ungewohnten 250m-Sprintstrecke noch chancenlos, zeigte nun über 2.000m Neu-KGEer Tobias Bong erstmals sein Potential und fuhr sich auf einen hervorragenden dritten Platz. Nur wenige Zehntelsekunden trennten im Ziel dann Kai Spenner, Fabian Kux und Torben Fröse. "Grandios ist anders" , haderte Fröse zwar nach dem Rennen mit sich, hat als neunter der Halbzeit-Rangliste aber ebenso alle Chancen wie Kai Spenner als achter und Fabian Kux als 10. Und auch David Schmude konnte mit sich zufrieden sein. Wie speziell Max Rendschmidt, der sich in seinem erst zweiten Leistungsklassen-Jahr nach dem starken vierten Platz über 250 mit Platz 11 über 2.000m auf einem überzeugenden fünften Ranglisten-Platz fuhr. Ihre Chancen gewahrt haben im Sprint auch Jonas Ems und Joshua Kröck als vierte und fünfte der Gesamtabrechnung. "Ich fühl mich ausgesprochen spritzig im Start, bin aber einfach insgesamt müde" , kommentierte Jonas Ems seine Leistungen. Über 200m war er auf Rang drei, über 250m auf Platz fünf eingekommen. Erst zu Monatsbeginn hat er eine Ausbildung bei Essener Feuerwehr angefangen. "Die immense ungewohnte sportliche Belastung da war sicher nicht optimal für eine angesagte Wettkampfvorbereitung. Diesen Spagat zukünftig zu bewältigen, wäre für mich wünschenswert" , kommentierte Sprinttrainer Arndt Hanisch im Hinblick auf eine Teilnahme an der WM in Duisburg. Bei Canadierfahrer Tomasz Wylenzek bestätigten die Ergebnisse den Trainingsrückstand, den er durch seinen Ausbildungsabschluss bei der Bundespolizei hat hinnehmen müssen. Da fehlen einfach viele Trainingskilometer. "Aber mir war es wichtig, diesen Abschluss zu erreichen. Jetzt schauen wir mal, wie es in drei Wochen aussieht" , erklärte "Tomek" seinen Schwerpunkt der vergangenen Wochen und Monate. Erstmals in der höchsten leistungsklasse ging Vorjahres-Juniorin Anna Kowald an den Start. Das Erreichen des A-Finals über 200m und am Ende Rang neun war für Trainer Arndt Hanisch "ein positives Ergebnis" . "Ich wollte versuchen, möglichst unter die ersten sechs zu kommen. Jetzt bin ich fünfte in der Gesamtrangliste (5. Über 200m und 7. Über 1.00m) und somit absolut zufrieden" , beschrieb am Ende eine strahlende Annabelle Bösing im Juniorenbereich. Für sie geht es um eine Teilnehme an der Junioren-WM in Kanada. "Alles in allem haben wir einen guten Auftakt hingelegt. Entscheidend wird es nun in drei Wochen" , zog auch Trainer Robert eine positive Zwischenbilanz. Foto: Max Hoff zeigt sich stark und zufrieden über 250m und speziell über 2.000m Foto: Ute Freise

Heim-WM lockt

Duisburg ruft: und das, wenn es optimal läuft, in diesem Jahr für die Rennkanuten gleich dreifach. Da steht zum offiziellen Saisonbeginn an diesen Wochenende die erste Sichtung des Deutschen Kanu-Verbandes an, die in drei Wochen an selber Stelle ihren Abschluss findet. Und Ende August lockt dann nach 2007 die Weltmeisterschaft wieder an die Wedau! An dieser "Heim-WM" vor großer Zuschauerkulisse mit Familien, Freunden und Bekannten teilzunehmen, ist das angestrebte Ziel für die höchste Leistungsklasse. Für die U23 hingegen geht es um die Europameisterschaften in Polen, für die Junioren um die WM in Kanada. Doch auch der Weg zur WM ins benachbarte Duisburg ist noch lang. Umso wichtiger, schon beim anstehenden Saisonauftakt die Weichen in die richtige Richtung zu stellen, bevor dann in drei Wochen (wieder auf der Wedau) die zweite und abschließende Sichtung ansteht. Danach wird eine Rangliste für den Kurz- und Mittelstreckenbereich gebildet und der Deutsche Kanu-Verband benennt seine erweiterte Nationalmannschaft, die dann in die internationalen Qualifikationen geht. Lang war auch schon der Weg der Vorbereitung für die Kanuten auf diese Sichtungen. Konditions-Trainingslager auf Langlaufski und unerlässliche mehrwöchige Warmwasser-Paddelmaßnahmen in Florida und Portugal liegen hinter den Essener Leistungsträgern. Die nun dem ersten Aufeinandertreffen mit den Konkurrenten und Mitbewerbern entgegenfiebert. Jetzt wird sich zeigen, wie die Arbeit im Winter gelaufen ist. Auf jeden Fall hat die KG Essen wie in den Vorjahres gleich mehrere heiße Eisen auf dem Wasser. Für die es gilt, die geforderten Strecken möglichst schadlos zu überstehen. Für die Kurzstrecken-Bewerber stehen 200m- und 250m-Rennen auf dem Programm; die Mittelstrecken-Bewerber treten in separaten 250m-Rennen an sowie einem 2.000m-Zeitfahren. Die Damen gehen über 200m, 250m und 1.000m an den Start. "Alle haben sich gut vorbereitet, auch wenn die letzten vier Wochen hier in Essen witterungsbedingt schon hart waren und wir häufig in den "Heisinger Windschatten" ausweichen mussten" , beschreibt Herrentrainer Robert Berger die Ausgangslage der Mittelstreckler. Von denen natürlich Olympia-Bronze-medaillengewinner Max Hoff im Fokus stehen wird. Hinter Hoff war es im Vorjahr Torben Fröse, der zu überzeugen vermochte und der wie Hoff schon hoffnungsvolle Testergebnisse angeboten hat. Beide treten beim 2.000m-Zeitfahren, das in Zweierpaarungen ausgetragen wird, direkt als Auftakt-Duo an “ was Spannung garantiert. Und gespannt sein darf man auf die Einstiegs-Ergebnisse von Wildwasser-Weltmeister Tobias Bong sowie der Vorjahres-U23-Europameister Kai Spenner, Max Rendschmidt, Fabian Kux und auch Niklas Kux. Den Auftakt am Samstagmorgen aber machen die Sprinter. Und dann stehen mit Jonas Ems und Joshua Kröck gleich zwei starke Kandidaten am Start. Neben Jonas Ems hat laut Sprint-Bundestrainer Arndt Hanisch auch der Vorjahres-Vierte Joshua Kröck durchaus das Potential, sich in die Mannschaft zu fahren. Mit dabei im Sprintbereich ist auch Canadier-Fahrer Tomasz Wylenzek, der sich auf die kürzere Distanz konzentrieren will. Er hatte aber seinen Schwerpunkt bis vor wenigen Wochen zunächst auf den erfolgreichen Abschluss seiner Ausbildung gelegt. Bei den Damen geht neben Friederike Leue, die sich laut Trainer Hanisch im Training gut präsentiert hat, auch erstmals Anna Kowald an den Start. Und während Fredi Leue eher die 1.000m-Strecke liegt, möchte die Junioren-Weltmeisterin von 2011 und Vorjahres Junioren-Europameisterin Anna Kowald trotz Abi-Stress und krankheitsbedingter Ausfälle gerade im Sprint angreifen. Bei den Junioren sind dann aus Essener Sicht Annabelle Bösing, Alina Gieres, Lukas Decker, Philipp Neu und Tobias “Pascal Schultz dabei. Es geht also los “ Duisburg ruft. Foto: Gut vom Start wegkommen heißt es direkt heute Vormittag für Jonas Ems und Joshua Kröck (Bahn 5 und 6) über 200m Foto: Ute Freise

Daumen hoch für Essener Regatta und KGE-Flotte

Daumen hoch" “ schien rückblickend die Geste von Jonas Ems in einem der ersten Finals der Essener Frühjahrsregatta schon Symbolcharakter zu haben. Er siegte im 200m-Einerkajak vor Joshua Kröck und David Schmude und absolvierte so auch einen gelungenen Test für die zweite Verbandssichtung in zwei Wochen. "Es lief super. Ich wollte im Vor- und Zwischenlauf und im Finale den Ernstfall testen und den Start optimal erwischen. Das ist gelungen und somit bin ich sehr zufrieden" . Daumen hoch hieß es am Ende aber auch für die Veranstaltung insgesamt zu bilanzieren. Die Organisatoren rund um Regattaleiter Olaf Schade zeigten sich bestens gewappnet für so einen Riesen-Event; die größte nationale Kanuregatta neben den Deutschen Meisterschaften. "Tschüss bis zum nächsten Jahr" war dann auch allseits am Ende zu hören. Und der Daumen zeigte auch nach oben hinsichtlich des Abschneidens der KGE-Kanuten. "Gelb liegt vorn" lautete das Motto. Neben den 6 NRW-Langstreckentiteln fuhr die KGE-Flotte vor der eigenen "Haustür" in den Finals auf der 200m-, 500m- und 1.000m-Strecke weitere 15 Siege und jeweils 8 zweite und dritte Plätze ein. Alle KGE-Finalplatzierungen im Überblick: Herren-Leistungsklasse I: Einer: 200m: 1. Jonas Ems, 2. Joshua Kröck, 3. David Schmude; 500m: 4. Beno Berberich, 6. Christopher Weiland, 9. Joshua Kröck; 1.000m: 1. Kai Spenner, 3. Tobias Bong, 4. Torben Fröse, 5. David Schmude, 6. Niklas Kux, 9. Max Rendschmidt; 5.000m: 1. Benno Berberich; Zweier: 200m: 1. Jonas Ems-Joshua Kröck, 6. Patrick Wölfel-Christopher Weiland; 1.000m: 1. Fabian Kux-David Schmude, 2. Max Rendschmidt-Kai Spenner, 4. Kux-Bong, 6. Blacha-Heister; Vierer: 1.000m: 1. Fröse-Spenner-Rendschmidt-Hoff, 2. Kux-Kux-Schmude-Heister, 3. Blacha-Bieneck-Bong-Berberich; Damen-Leistungsklasse I: Einer: 200m: 3. Friederike Leue, 4. Anna Kowald; 500m: 1. Friederike Leue, 4. Eef Haaze, 7. Anna Kowald, 1.000m: 1. Friederike Leue, 5. Eef Haaze, 6.000m: 1. Eef Haaze; Zweier: 200m: 1. Anna Kowald-Friederike Leue; 500m: 3. Anna Kowald-Eef Haaze; Herren-Junioren: Einer: 200m: 2. Lukas Decker; 500m: 4. Tobias-Pascal Schultz, 9. Lukas Decker; 1.000m: Tobias-Pascal Schultz, 5.000m: 1. Tobias-Pascal Schultz, 5. Philipp Neu; Zweier: 200m: 1. Lukas Decker-Philipp Neu; Damen-Junioren: Einer: 200m: 3. Annabelle Bösing, 9. Alina Gieres; 5.000m: 1. Alina Gieres, 5. Annabelle Bösing; Zweier: 200m: Annabelle Bösing-Aline Gieres; 500m: 1. Annabelle Bösing-Alina Gieres; Männl. Jugend.: Einer: 1.000m: 9. Johann Zell; 5.000m: 4. Johann Zell, 7. Alejandro Goebels; Zweier: 200m: 7. Zell-Gries, Vierer 500m: 6. Zell-Goebels-Gries-Mohajer; weibl. Jugend.: Einer: 200m: 7. Julia von Döhren, 8. Pia Reineck; 500m: 2. Pia Reineck, 4. Julia von Döhren, 9. Britta Wirtz; 5.000m: 1. Julia von Döhren, 2. Pia Reineck; Zweier: 200m: 1. Pia Reineck-Julia von Döhren; 500m: 1. Pia Reineck-Julia von Döhren; Vierer: 500m: 1. Pia Reineck-Julia von Döhren-Sina Schrader-Britta Wirtz; Schüler A:Einer: 1.000m: 1. Niklas Petrie; 2.000m: 1. Niklas Petrie, Zweier: 500m: 2. Niklas Petrie-Julian Kosche; Vierer: 500m: 4. Niklas Petrie-Julian Kosche-Robert Lamken-Jonas von Döhren, 6. Jan Nierfeld-Tobias Conrad-Jan Felderhoff-Philippe Zimmermann; Schüler AK 12: Einer: 1.000m: 4. Paolo Petrie; 2.000m: 3. Paolo Petrie, 8. Finn Paulsen; Schülerinnen A: Einer: 2.000m: 6. Lisa Oehl; Vierer: 500m: 5. Pauline Zell-Lisa Oehl-Greta Hille-Leonie Neu; Schüler B: Vierer: 500m: 2. Paolo Petrie-Finn Paulsen-Felix Nitz-Kian Mohajer, 4. Jan Oehl-Florian Kirchoff-Lucas Stempel-Jack Gries; Foto: Jonas Ems zeigt sich zufrieden Foto: Ute Freise

Meisterlich trotz Wind und Wellen

"Ich wünsche mir für die Veranstaltung vor allem faire Bedingungen und nicht zu viel Wind" , hatte Regattaleiter Olaf Schade vor Beginn der großen internationalen Kanu-Frühjahrsregatta gehofft. Ein Wunsch, der gerade am Samstag, dem Tag der offenen Einer-Landesmeisterschaften von NRW, auf eine harte Probe gestellt wurde. Denn heftiger Wind und Wellen forderten allen so einiges ab. Doch dank intensiven Einsatzes von Olaf Schade und seinem Team sowie den Mitarbeitern der Sport- und Bäderbetriebe, die immer wieder vom Wind verwehte Bojen korrigierten, und der DLRG, die gekenterte Sportler und ihre Boote sicher ans Ufer brachten, ging dieser meisterschaftstag doch gut über die Bühne. "Auf das Wetter hat man nun mal keinen Einfluss" , waren sich alle einig. So war die Atmosphäre an der Regattastrecke wieder einmal bestens; viele Betreuer, Fans und kanufremde Zuschauer füllten bei zwar kalten Temperaturen, aber bestem Sonnenschein die Promenade vor dem Zielturm. Und kamen so in den Genuss spannender Langstreckenrennen, die in kleinen attraktiven Runden gefahren wurden und so alle teilhaben ließen am Kampf um die Platzierungen und NRW-Titel. Auf ihrer Hausstrecke waren es dann die Aktiven der KG Essen, die sich bestens in Szene setzen konnten. Und dies, obwohl Max Hoff (für den DKV eingebunden beim Deutschen Kanu-Tag), Torben Fröse, Kai Spenner, Fabian Kux und David Schmude bei den Herren im Hinblick auf die zweite Verbandssichtung auf einen Langstreckeneinsatz verzichteten. Insgesamt gingen sechs NRW-Titel und je eine Vizemeisterschaft sowie eine Bronzemedaille an die KGE-Sportler “ eine optimale Ausbeute. Gleich im ersten Meisterschaftsrennen der Regatta gelang dem 14-jährigen Niklas Petrie bei den Schülern A über 2.000m der deutlichste Sieg überhaupt. Sich sofort vom Start an in Führung setzend, baute er seinen Vorsprung auf über 20 Sekunden aus “ einfach meisterlich im größten Feld von 65 gestarteten Booten! In einem hartumkämpften Rennen der weiblichen Jugend waren es dann Julia von Döhren vor Pia Reineck, die für einen Essener Doppelerfolg sorgten. In der Juniorenklasse kamen mit Tobias-Pascal Schultz und Alina Gieres gleich zwei weitere Landesmeister von der KGE. Ebenso wie in der Leistungsklasse mit Eef Haaze bei den Damen und Benno Berberich bei den Herren. Über eine Bronzemedaille freute sich noch bei den 12-jährigen Schülern Paolo Petrie.

Kanusportlicher Leckerbissen auf Baldeneysee

Viele Wochen der Vorbereitung liegen bereits hinter Regattaleiter Olaf Schade und seinem Team; die spannendsten Tage aber liegen nun direkt vor ihm. Denn von Freitagmittag an bis Sonntagabend liegt der Baldeneysee im Rahmen der großen internationalen Essen Frühjahrsregatta fest in Kanu-Hand. Nahezu alle drei Minuten wird auf der Regattastrecke ein Startschuss fallen. Rund 700 Aktive aus über 60 Vereinen und Verbänden des In- und benachbarten Auslandes garantieren wie schon in den Jahren zuvor wieder einmal kanusportliche Leckerbissen! "Dieses Meldeergebnis macht uns schon stolz und spricht für den guten Ruf, den diese Veranstaltung und die Essener Regattastrecke hat. In diesem Zusammenhang gilt mein Dank nicht nur den Sponsoren und dem Team des Kanu-Regatta-Vereins, sondern insbesondere den Sport- und Bäderbetrieben der Stadt Essen für den erneut reibungslosen Aufbau der Strecke gesorgt hat. Ohne diese Hilfe wäre eine Veranstaltung dieser Größenordnung nicht zu stemmen. Und in diesem Jahr kann unsere Regatta auch eine internationale Einstimmung auf die Weltmeisterschaften Ende August in Duisburg bewirken. Ich auf jeden Fall blicke den kommenden Wettkampftagen spannenden und hochkarätigen Rennen entgegen, bei denen die Zuschauer auf ihre Kosten kommen werden" , blickt sich Regattaleiter Olaf Schade der Regatta erwartungsvoll entgegen, die gleich mehrere Highlights zu bieten hat. Einen ersten Höhepunkt wird es bereits am Freitagnachmittag geben, wenn die Finals der 200m-Sprintrennen auf dem Programm stehen. Am Samstagnachmittag dann stehen die offenen Einer-Langstrecken-meisterschaften von NRW auf dem Plan. Gerade in den Schüler- und Jugend-Nachwuchsrennen gehen hier riesige Teilnehmerfelder von jeweils über 70 Booten an den Start; eine Herausforderung für Starter und Aktive. AM Sonntag dann stehen die Finalrennen über 500m und 1.000m an. Mit über 70 gemeldeten Sportlern schickt die KG Essen auf ihrer Hausstrecke nicht nur das mit Abstand größte Vereinsteam in den Wettkampf, sondern auch ein mehr als schlagkräftiges. Nur eine Woche nach der ersten und zwei Wochen vor der abschließenden Verbandssichtung werden auch die Leistungsträger die Gelegenheit nutzen, zwar aus dem Training heraus, Wettkampferfahrung zu sammeln. Foto: Entspannt und erwartungsvoll zugleich blickt Regattaleiter Olaf Schade ereignisreichen drei Tagen entgegen Foto: Ute Freise

Weltmeisterlicher Wasserwechsel

Mit Tobias Bong wechselt der amtierende Wildwasser-Weltmeister ins Lager der Rennkanuten und zur KG Essen; so wie Max Hoff 2007 den Umstieg wagte und sich 2010 der KGE anschloss. Parallelen vorhanden und weiter erwünscht: Kurz vor Beginn der aktuellen Wettkampfsaison kann die KG Essen einen prominenten Neuzugang vermelden: Tobias Bong “ amtierender Weltmeister (von 2012) “ im Wildwasser! 2007 war es Max Hoff, amtierender Weltmeister im Wildwasser, der sich entschloss, zur olympischen Disziplin ins Rennsportlager zu wechseln; 2010 folgte dann der Wechsel zur KG Essen, einem der renommiertesten Rennsport-Stützpunkte. 2007 “ da war Max Hoff 25 Jahre alt; und auch Tobias Bong ist vor wenigen Tagen 25 Jahre alt geworden. An den Zeitpunkt des Wechsels von Max Hoff kann sich Tobias Bong noch gut erinnern: Er war da als Junior schon flott unterwegs, auch bei ersten Einsätzen in der Leistungsklasse. Und saß in einer Besprechung der Nationalmannschaft, als das Team über die Ambitionen von Max informiert wurde. "Wenn das so ist, schön, habe ich mir gedacht im Hinblick darauf, dass Max als Konkurrent wegfällt" , erzählt Tobias rückblickend mit einem Schmunzeln. Den gegenseiteigen sportlichen Werdegang haben beide “ mit ihren Wurzeln im Wildwasser - nachfolgend immer im Auge behalten; zumal sie zeitgleich einige Trainingseinheiten im Deutzer Hafen von Köln (der eine im Rennkajak, der andere im Wildwasserboot) absolvierten und auch menschlich bestens miteinander auskamen. "Mir war eigentlich schon klar, dass Max gut einschlagen kann. Dass er schnell unterwegs ist, hab ich im Wildwasser ja bestens am eigenen Leib zu spüren bekommen. Als Max dann die erste Medaille gewann, war mir klar, dass er Blut geleckt hat und weg ist" , berichtet Tobias Bong mit aller Hochachtung über die weiteren Erfolge wie zwei WM-Titel und der olympischen Bronzemedaille von London. Nicht zuletzt aufgrund dieser Erfahrungen und der Aussicht auf eine Olympiateilnahme ist auch er häufig gefragt worden, ob ein Wechsel ins olympische Rennsportlager nicht angesagt ist. Doch das war erst einmal kein Thema. "Wildwasser erschien mir deutlich abwechslungsreicher als im Flachen seine Runden zu drehen. Und ich wollte auf jeden Fall erst einmal erster werden Das bin ich nun als Weltwasser-Weltmeister." , erklärt der BWL-Student seine bisherige Zurückhaltung. Zudem sei die Konkurrenz und die Anforderungen im Rennsport schon national riesengroß. Erst seit Ende letzten Jahres wurde der Gedanke immer konkreter, ins Rennsportlager zu wechseln; auch der Wildwasser-Heimtrainer war einer der großen Befürworter. Der Entschluss ist nun gefasst, der Schwerpunkt von Tobias Bong liegt jetzt im Rennsport. Und so sieht man derzeit jemanden auf dem Baldeneysse trainieren, der optisch und vom Paddelstyl her an Max Hoff erinnern “ direkt nach seinem Wechsel und aus dem Wildwasserlager kommend. "Ich hab nun alles auf den Rennsport ausgelegt und möchte mich natürlich so gut wie möglich verkaufen; bin aber realistisch genug, mir auch etwas Zeit zu geben. Die hat auch Max gebraucht. Das nächste Jahr wird sicher schon anders aussehen. Auf Anhieb ganz vorne mitzufahren, ist sicher schwierig. Ich wäre schon mehr als zufrieden, mich in irgendeiner Mannschaft wieder zu finden" , kann Tonias Bong seine Ausgangslage noch nicht einschätzen. Eines ist aber auch ihm klar: unterschätzt und teilweise belächelt wie Max Hoff bei seinem Wechsel wird er sicher nicht. Allzu präsent sind da der Werdegang von Max und die eigenen Vorerfolge. Zudem kann er auf alle Erfahrungen zurückgreifen, die Max Hoff gemacht hat. Doch nur Vorteile haben diese Parallelen nicht. "Die Fußspuren, die Max vorlegt, sind riesengroß. In die muss man erst mal hereinpassen" , weiß der Neueinsteiger. Ein erstes sportliches Aufeinandertreffen der beiden hat es in diesem Jahr übrigens schon gegeben. Beim Wildwasser-Abfahrtrennen in Monschau vor zwei Wochen. "Ich hab mich riesig gefreut, dass Max seine Ankündigung eines Wildwasser-Abstechers wahrgemacht hat und ich einen mehr als ernsten Konkurrenten hatte" , erzählt Tobias Bong. Bis kurz vor dem Ziel lag Max Hoff dann auch mit drei Sekunden in Führung, bevor der Wildwasser-Champion all seine Erfahrung ausspielen und noch gewinnen konnte. Am Ende lagen Tobias Bong und Max Hoff nur wenige Sekunden auseinander, aber gute 40 (!) Sekunden vor der übrigen Konkurrenz. "Schon Welten" , wie der Sieger bestätigte und "ein "Riesenspaß für uns" . Den möchte beide möglichst Mitte April wiederholen, wenn das nächste Aufeinandertreffen ansteht: bei der ersten Verbandssichtung auf der Duisburger Wedau “ dann natürlich im Rennkajak. "Ohne Spaß geht es nicht. Der muss immer dabei sein. Aber ich bin natürlich auch schon sehr ehrgeizig. Direkt ganz vorne mitzufahren, ist sicher utopisch. Aber wenn ich mit mir zufrieden bin, werde ich auch meinen Spaß gehabt haben. Am größten ist der natürlich dann, wenn ich auch gewinne, blickt Tobias Bong mehr als positiv in seine rennsportliche Zukunft. Da sind auch zukünftig Parallelen zu Max Hoff erwünscht: wenn Tobias Bong ähnlich auftrumpfen würde wie Max Hoff, wäre dies ein Riesending “ und Riesenspaß für die beiden. Rio 2016 inklusive! Foto: Parallelen erwünscht: Herren-Trainer Robert Berger (Mitte) freut sich neben Max Hoff (links) über den Neuzugang von Tobias Bong (rechts) Foto: Ute Freise

Eliteschüler

Ute Freise Ehrung für Eliteschüler Rendschmidt und Reuschenbach Eine besondere Ehrung wurde unlängst zwei jungen Kanuten und Schülern des Helmholtz-Gymnasiums zuteil: Max Rendschmidt wurde als "Eliteschüler des Jahres 2011" geehrt, Lukas Reuschenbach als "Eliteschüler des Jahres 2012" . Seit 2009 zeichnen der Deutsche Olympische Sportbund und die Sparkassen-Finanzgruppen die Eliteschüler/innen an allen 39 bundesweiten Eliteschul-Standorten aus “ für das Sport- und Tanzinternat am Helmholtz-Gymnasium für die beiden zurückliegenden Jahre nun Max Rendschmidt, der seit 2012 für die KG Essen startet) und Lukas Reuschenbach (Oberhausen). "Die Eliteschüler zeichnen sich durch überragende sportliche Leistungen aus. Dabei spielt neben der Nominierung für Nationalmannschaften, internationalen Erfolgen und Bestleistungen auch der hohe Trainingsaufwand eine Rolle. Zielstrebigkeit, professionelles Engagement und gute schulische Leistungen sind ebenfalls entscheidende Gründe für die Auszeichnung. Beide Eliteschüler sind durch ihre Persönlichkeit Vorbilder für andere Schüler" , hieß es in der Laudatio für Max Rendschmidt und Lukas Reuschenbach, die an ihrer sportlichen Wirkungsstätte, dem Bundesstützpunkt Kanu am Regattahaus am Baldeneysee, aus den Händen von Volker Behr, Vorstandsmitglied der Sparkasse Essen, erhielten. Ihre großen sportlichen Erfolge, auf denen die Auszeichnung basiert, erzielten sie an anderer Stelle. Max Rendschmidt 2011 bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Brandenburg: hier wurde er im 1.000m-Zweierkajak Junioren-Weltmeister; nur eine Stunde nachdem er zuvor schon im 1.000m-Einerkajak Junioren-Vizeweltmeister geworden war. 2012 war es dann Lukas Reuschenbach, der bei den Junioren-Europameisterschaften in Montemor-o-Velho/Portugal als Doppel-Europameister im Zweier- und Viererkajak über 1.000m überzeugen konnte. Hier untermauerte übrigens auch Max Rendschmidt noch einmal seine Vorjahres-Nominierung mit dem Gewinn des U23-EM-Titels im 1.000m-Zweierkajak in seinem ersten Jahr in der höchsten Leistungsklasse. "Es wurden auf jeden Fall die richtigen ausgewählt" , waren sich die Schulleiterin des Helmholtz-Gymnasiums Beate Zilles, Sabine Böcker, Leiterin des Sport- und Tanzinternates Essen und Katrin Sattler, Laufbahnberaterin am Olympiastützpunkt Rhein-Ruhr einig. Unterstützt werden die bundesweit 39 Eliteschulen durch die Sparkassen-Finanzgruppe als Hauptsponsor mit finanziellem Engagement. Als Eckpfeiler im deutschen Spitzensport sind diese Eliteschulen nicht mehr wegzudenken; sie bieten jungen Sportlern beste Bedingungen für eine erfolgreiche sportliche Karriere. Und so sollte man auch zukünftig noch einiges von Max Rendschmidt und Lukas Reuschenbach hören. Foto: v. links: Katrin Sattler (OSP Rhein-Ruhr), Lukas Reuschenbach (Eliteschüler 2012), Volker Behr (Vorstandsmitglied Sparkasse Essen), Max Rendschmidt (Eliteschüler 2011), Beate Zilles (Schulleiterin Helmholtz-Gymnasium), Hedda Pohlschmidt (Koordinationslehrerein Helmholtz-Gymnasium); (es fehlt Sabine Böcker/Sport-und Tanzinternat) Foto: Ute Freise

Saisonbeginn mit Stufentest

"Gut Anna, und durch. Schlagzahl 78" , ruft Sprinttrainer Arndt Hanisch vom Steg aus Anna Kowald zu. Die fährt nach wenigen Sekunden langsam einen kleinen Bogen und legt am kleinen Motorboot an, in dem Dr. Sven Pieper, Leistungsdiagnostiker am Olympiastützpunkt Rhein-Ruhr, schon auf die Kanutin wartet. Vier Mal 1.500 Meter in steigenden Intensitäten liegen im Rahmen eines Stufentests hinter Anna Kowald “wie auch nahezu alle Kaderathleten des Kanustützpunktes-, immer verbunden mit Blutabnahmen am Ohr, die anschließend analysiert werden und Aufschlüsse über den Trainingszustand geben.

"Nach der Saison ist vor der Saison" , das wird deutlich. Denn nach einer kleinen Pause von maximal drei Wochen befinden sich die Kanuten schon wieder in der Vorbereitung auf die kommende Saison. Insgesamt 12 Bundeskaderathleten, darunter die beiden einzigen Essener A-Kadersportler Max Hoff und Jonas Ems, sowie 15 Kadersportler auf Landesebene und zahlreiche weitere Leistungsträger nehmen die kommende Saison am Landes- und Bundesstützpunkt Kanu in Angriff. Und die hat es wieder einmal in sich. Schon im Frühjahr stehen traditionsgemäß die Sichtungen des Deutschen Kanu-Verbandes an, bei denen es um die Qualifikation für die internationalen Einsätze geht. Neben der Junioren-Weltmeisterschaft in Kanada und der Europameisterschaft steht für die Leistungsklasse dann insbesondere die Weltmeisterschaft im Fokus, die nach 2007 wieder in Duisburg ausgetragen wird. Übrigens die einzige WM im nächsten Jahr in Deutschland. Der ursprünglich vorgesehene Ausrichter Rio de Janeiro musste aus finanziellen Gründen seine Zusage zurückziehen; und Duisburg sprang kurzfristig ein. WM in Duisburg: daran haben insbesondere Jonas Ems und Tomasz Wylenzek beste Erinnerungen. Vor riesiger Kulisse wurden sie dort Weltmeister “ Jonas Ems im 200m-Einer und Tomasz Wylenzek im 1.000m-Zweiercanadier.

Auch Anna Kowald, die Junioren-Weltmeisterin der beiden vergangenen Jahre, nimmt die Saison 2013 ambitioniert in Angriff. Erstmals in der höchsten Leistungsklasse startend, dürfte sie durchaus Chancen haben, sich speziell auf der 200m-Sprintstrecke ins Gespräch zu bringen.

Bis dahin aber werden hinter Anna Kowald noch so mancher Stufentest liegen; wie auch für London-Bronzemedaillengewinner Max Hoff, Olympiateilnehmer Jonas Ems, Vorjahres-Weltmeister Tomasz Wylenzek, die U23-Europameister Max Rendschmidt und Kai Spenner sowie die Deutschen Meister Torben Fröse und Joshua Kröck.Saisonbeginn mit Stufentest

Frühaufsteher

Frühmorgens, gegen 6.30 Uhr vor dem Regattahaus am Baldeneysee: von vereinzeltem Vogelgezwitscher abgesehen, ist es nahezu mucksmäuschenstill. Und der See präsentiert sich von seiner besten Seite spiegelglatt. Dennoch laden diese Bedingungen nicht gerade zu einem Frühspaziergang oder Frühsport ein, denn es ist um diese Zeit stockdunkel.             Interessant ist es aber allemal. Legen zunächst auf dem Bootssteg befindliche Badelatschen die Vermutung nahe, am Vortag vergessen worden zu sein, wird nach einigen Minuten klar, dass dem nicht so ist. Denn in Ufernähe tauchen Lichter auf, die sich fast gespenstisch, aber kontinuierlich dem Regattahaus nähern. Und immer deutlicher hörbar wird dann auch ein gleichmäßiges Wassergeräusch, schließlich als zügig aufgeführte Paddelschläge zu identifizieren.             An diesem Morgen sind es Max Hoff, Torben Fröse, Kai Spenner und Simon Heister, die ihr individuelles Frühtraining auf dem Wasser absolvieren. Schon um kurz vor sechs treffen sie sich, um punkt sechs in die Rennkajaks steigen und die ersten Wasserkilometer machen zu können. Eine Verlagerung nach hinten ist nicht möglich, denn für alle geht es schon früh morgens in Richtung Arbeit bzw. Uni. Und im Spitzenbereich ist es einfach unerlässlich, mehrmals in der Woche zweimal täglich auf dem Wasser zu trainieren. Paddeln in der morgentlichen Finsternis mag für Außenstehende vielleicht krass wirken, für das Quartett um London-Bronzegewinner Max Hoff ist es kein Problem. Das wird klar, als alle bestens gelaunt aus ihren Booten steigen. "Aber Lampen mussten wir schon auf den Booten anbringen. Und das nicht nur, um den gesetzlichen Vorgaben der Wasserschifffahrtordnung Rechnung zu tragen. Schließlich wollen wir ja nicht gegen eine Boje fahren oder die Orientierung verlieren" , erklärt Max schmunzelnd. Und U23-Europameister Kai Spenner ergänzt, "dass es eigentlich richtig Spaß macht, so früh und ungestört trainieren zu können" . Zudem die Temperaturen noch mild sind und man den See so glatt nur ganz selten vorfinde.             Wie Max Hoff und Simon Heister hat auch Kai Spenner dann noch etwas Zeit, eine erste Einheit im Kraftraum anzuschließen, während Torben Fröse zur Arbeit eilt. Denn er möchte pünktlich um 16.00 Uhr wieder zum Nachmittagtraining aufs Wasser “ rechtzeitig, bevor dann die Abenddämmerung einsetzt.

KGE-Herren gewinnen in De Rijp (Niederlande)

KGE-Herren gewinnen in De Rijp/NL   Es ist ein Oktober-Klassiker: die offene Niederländische Meisterschaft im Vierermarathon über 30 Kilometer von De Rijp, in diesem Jahr nun schon zum 27. Mal aufgetragen. Und auch für die KG Essen schon lange Tradition, bei diesem letzten Wettkampf der Saison an den Start zu gehen. Überaus erfolgreich, wie bislang 13 Siege der Herrenmannschaft eindrucksvoll unterstreichen.             Da wird alljährlich überlegt, wer die besten Ausdauerspezialisten sind, die anstehende Saisonpause verschoben und weiter trainiert sowie der Vierer mit Pumpen präpariert.             In diesem Jahr waren es dann Torben Fröse, Simon Heister, Niklas und Fabian Kux, die in De Rijp mit Ambitionen auf den Sieg auf die 30km-Strecke gingen. Von Beginn an führte Schlagmann Torben Fröse sein Team an die Spitze des Feldes und unterstrich so die Favoritenrolle. Mit einem energischen Zwischenspurt schon nach etwa zehn Kilometer machte das KGE-Quartett dann alles klar, indem es sich klar von den Konkurrenten lösen konnte.             Mit über 6 Minuten Vorsprung fuhren Torben Fröse, Niklas und Fabian Kux sowie Simon Heister in 1:40:42 Stunden einem ungefährdeten Sieg vor der Dänischen Auswahlmannschaft mit Lars Damgaard “ Jesper Beer “ Mads Kern “ Nils Boe und den Vereinsvertretungen der Kanu- und Rudergemeinschaft Bremen und dem 1. Kanuclub Neumünster entgegen und wurden niederländischer Meister im Viererkajak über die Marathondistanz von 30km. Nachdem er schon 2010 und 2011 im siegreichen Vierer saß, war es für Schlagmann Torben Fröse ein Hattrick mit dem dritten Sieg beim dritten Start in Folge.   Foto: v.li. Simon Heister, Torebn Fröse, Niklas Kux, Fabian Kux

Stadtwerke Night of Sports 2012

Stadtwerke Night of Sports 2012 Die Sportgala in Essen Das Sportjahr 2012 ist noch nicht vorbei, doch die Planungen zur "Stadtwerke Night of Sports" “ Die Sportgala in Essen - sind bereits in vollem Gange. Im Mittelpunkt stehen erneut die besten Sportler und Trainer der Stadt. Die Gewinner in fünf verschiedenen Kategorien werden im Laufe des Galaabends am 12.01.2013 in der Messe Essen ausgezeichnet. Ein attraktives künstlerisches Rahmenprogramm, ein festliches Buffet und eine After-Show-Party runden den Abend ab. Seid auch Ihr dabei, unterstützt euren Verein und erlebt die Essener Sportszene auf einer zentralen Plattform. Internetauftritt Ă  www.stadtwerke-night-of-sports.de Facebookauftritt Ă  www.facebook.com/NightOfSports

Bronze für Matthias Ott

Insgesamt 26 Kanu-Nationen schickten am vergangenen Wochenende ihre besten Nachwuchsathleten bei den Olympic Hope Games in Szeged/Ungarn in die Rennen; von A wie Australien, über Canada, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Polen bis hin zu U wie USA. Mit dabei waren natürlich auch die beiden Kanu-Hochburgen schlechthin, der Deutsche Kanu-Verband und Ungarn, das am Ende auf der "Heimstrecke" auch die Nationenwertung erwartungsgemäß für sich entscheiden konnte. Für das deutsche Team hatte sich auch KGE-Talent Matthias Ott qualifizieren können. Und der noch 16-jährige hatte bei seinem ersten großen internationalen Einsatz ein Riesenprogramm zu absolvieren; gleich viermal ging er in Szeged an den Start. Die Krönung für Matthias Ott war Ende der Gewinn der Bronzemedaille im 1.000m-Viererkajak mit Tim Weiß (Magdeburg), Alexander Helding (Rheidt) und Maximilian Zenker (Neubrandenburg). Hnter den siegreichen Ungarn und dem slowakischen Boot sicherte sich das deutsche Quartett den Sprung aufs Treppchen. Als siebte hatte das ebenfalls als stark eingeschätzte weitere deutsche Boot deutlich das Nachsehen. "Wir sind wirklich ein starkes Rennen gefahren und ich freue mich riesig über die Medaille. Bei dieser Stimmung hier auf dem Podest zu stehen, war einfach einmalig. Und motiviert auf jeden Fall für das bald anstehende harte Wintertraining und die nächste Saison" , kommentierte Matthias Ott glücklich. Und gab damit schon einen Ausblick auf das kommende Jahr, wenn die Junioren-Weltmeisterschaften in Toronto stattfinden. Und dann könnte Matthias noch einmal in der Juniorenklasse starten. Auch bei den weiteren Einsätzen schaffte Matthias den Sprung in die Finals und schlug sich dort mehr als achtbar. Nur knapp verpasste er mit seinen Viererpartner über 200m als vierte eine weitere Bronzemedaille. Und im 1.000m-Zweierkajak kam er mit Marcel Paufler auf einem guten fünften Platz ein, über 500m wurde Matthias Ott mit Tobias Walz sechste.

Bilder von der Schülergruppe in Zwevegem, sowie ein Fotoalbum zur DM in Brandenburg sind ab sofort unter

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Robert Berger

Landesstützpunktleiter Kanurennsport, Disziplingruppentrainer der Kajak-Herren LK im Landes Kanu-Verband NRW, Leitender Vereinstrainer, Vereinstrainer der Kajak-Herren LK, Trainer bei der KGE seit 1993

Christoph Steinkamp

Bundesnachwuchstrainer, Disziplingruppentrainer der Kajak-Herren Junioren im DKV und der Kajak-Damen im LKV, Leitung Talentzentrum, –sichtung und –förderung im Landesprogramm des LKV-NW, Vereinstrainer der Kajak-Damen LK, Trainer bei der KGE seit 2004

Mirko Wojdowski

Landestrainer des LKV-NRW, Disziplingruppen – und Vereinstrainer der Kajak-Herren Junioren im LKV und der KGE, Trainer bei der KGE seit 2014

Joaquin Delgado

• Disziplingruppentrainer der Kajak-Damen Junioren im LKV-NRW und Vereinstrainer der Kajak-männlichen Jugend, Trainer bei der KGE seit 2012

Marcel Böhm

Vereinstrainer der Schüler A, Trainer bei der KGE seit 2005

Annika Gierig

Disziplingruppentrainerin der Schüler im LKV-NRW, Erziehertrainerin am Sport- und Tanzinternat Essen, Koordinierende Vereinstrainerin der Schüler C & B und Anfänger

Anne Paeger

Schüler C-, B- und Anfängertrainerin seit 2011

Leonie Neu

Schüler C-, B- und Anfängertrainerin seit 2015

Andreas Lamken

Schüler C-, B- und Anfängertrainer seit 2014

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Schüler C-, B- und Anfängertrainerin seit 2017

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Duale Studentin beim DKV, zur Trainerausbildung seit 2018 bei der KGE, Derzeitig im Bereich Schüler A und Jugend tätig, sowie bei der Talentsichtung und Aushilfe bei den Schüler B

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