Sonntag, 15 Dezember 2019

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Größte EM aller Zeiten mit KGE-Quartett

Brandenburg: Nach Brandenburg richtet sich an diesem Wochenende der Blick der Renn-Kanuten. Genauer gesagt auf den Beetzsee, wo von Freitag bis Sonntag die größte EM aller Zeiten ausgetragen wird! Schon 2009 hatten bei der letzten "Heim-EM" 35 Nationen mit 500 Athleten ein Ausrufezeichen gesetzt. Doch die aktuell 39 teilnehmenden Nationen mit ihren rund 850 Aktiven bedeuten für die Organisatoren einen neuen Teilnahmerekord bei diesen kontinentalen Meisterschaften. "Wir sind natürlich hoch erfreut darüber, dass sich diese EM im Ausland eines großen Interesses erfreut" , betont auch Thomas Konietzo, Präsident des Deutschen Kanu-Verbandes. Nach dem mit 70 Teilnehmern größten Team des diesjährigen WM-Ausrichters Rußland ist es die Mannschaft des Deutschen Kanu-Verbandes, die mit 40 Aktiven nicht nur zahlenmäßig überzeugen möchte. Denn auch wenn der Saisonhöhepunkt mit den Weltmeisterschaften im August noch folgt, "möchten wir uns bei der EM zu Hause natürlich schon ordentlich präsentieren und dabei auch möglichst gut abschneiden. So gesehen, kann man diese EM schon ein bisschen als Generalprobe für die WM betrachten" , unterstich auch Chef-Bundestrainer Reiner Kießler. Ihren Beitrag zu einer entsprechenden Bilanz der deutschen Flotte leisten wollen natürlich auch die vier Aktiven der KG Essen Max Hoff, Max Rendschmidt, Kai Spenner und Jonas Ems. Insbesondere Max Hoff geht bei diesen Europameisterschaften mit einer eindrucksvollen und makellosen Saisonbilanz in die Rennen. Er hat sich mit seinen drei Siegen bei den drei Weltcups im 1.000m-Einerkajak nicht nur das "Triple" gesichert, sondern gleichzeitig auch den Gesamt-Weltcup-Sieg. Und auch bei der hochkarätig besetzten Einladungsregatta auf der WM-Strecke in Moskau erst vor drei Wochen hieß der Sieger Max Hoff. Eine Bilanz, die für den amtierenden Weltmeister keinen allzu großen Druck bedeutet, denn "ich fahre lieber mit Siegen im Vorfeld zu einer Meisterschaft als mit mäßigen Rennen" . Dass Max Hoff auf dem Beetzsee als klarer Favorit antritt, versteht sich von selbst. Dass auch er sich auf diese Meisterschaften freut, machte er beim Tag der offenen Tür in Kienbaum deutlich: "In Brandenburg vor heimischer Kulisse zu paddeln, ist etwas sehr Besonderes. Da will man sich natürlich nicht schlagen lassen" . Einer der größten Konkurrenten dürfte einmal mehr Rene Holten Poulsen (Dänemark) sein, der Hoff im Vorjahr den Titel wegschnappte. Zum Abschluss der EM startet Max Hoff dann noch als Titelverteidiger im 5.000m-Einer. Als gleich Doppel-Titelverteidiger geht Max Rendschmidt mit seinem Berliner Partner Marcus Groß im Zweierkajak über 1.000m und 500m in die Konkurrenz. Und als 1.000m-Weltmeister sowie diesjährige Weltcup-Sieger und Medaillengewinner zählt natürlich auch dieses Duo zu den Top-Favoriten. Beide haben bei allen bisherigen Saisonrennen gezeigt, dass auch in diesem Jahr wieder mit ihnen zu rechnen ist. Als eine "Baustelle" hat sich für den Verband bislang der 1.000m-Viererkajak der Herren dargestellt, für den sich auch Kai Spenner qualifiziert hat. Zu wenig überzeugend waren die Ergebnisse. Nachdem nach vielen Test und Ausscheidungen die Endbesatzung gefunden war, standen in der letzten Vorbereitung in Kienbaum noch einmal weitere Tests an. Die internen Sitzpositionen wurden noch einmal gewechselt. Nun gibt vorne Martin Hollstein (Neubrandenburg) den Schlag vor, gefolgt von Marius Radow (Potsdam), Martin Schubert (Friedrichshafen) und Kai Spenner, der von Platz vier aus für mächtig Schub sorgen möchte. "Wir sind so erst einmal recht zufrieden und haben ein gutes Gefühl. Nun müssen wir mal schauen, wie es im Wettkampf läuft" , ist nicht nur Spenner gespannt auf den Ausgang des wichtigen Wettkampfes. Bei den Sprintrennen heißt es dann für Jonas Ems, sich wie schon bei den Weltcups, im 200m-Einerkajak zu beweisen. Nach vielen Jahren im Zweier tritt er erstmals wieder bei einer internationalen Meisterschaft als Solist an. "Er hat in der letzten Vorbereitung noch einmal einen kleinen Sprung in die richtige Richtung gemacht" , hofft Sprint-Heim- und Bundestrainer Arndt Hanisch, dass sich Jonas Ems in der Weltspitze etablieren kann. Bis auf zwei Nicht-Europäer ist die gesamte Sprint-Weltelite in Brandenburg. Sich in das A-Finale zu fahren, ist das hochgesteckte Ziel. Zeitplan: Donnerstagabend: Eröffnungsfeier; Freitag: 9.00 -18.30 Uhr Vorläufe und Halbfinals 1.000m;Samstag: 9.00 -11.00 Vorläufe 200m; 16.00 -18.00 Finals 1.000m; Sonntag: 9.00 “ 13.00 Halbfinals und Finals 200m; 15.00 “ 16.45 Finals 500m,,KIV Herren 1.000m; 17.00 “ 19.00 Langstreckenrennen

KGE-Gelb dominiert auf der Wedau

Duisburg: Die Farbe Gelb dominierte am vergangenen Wochenende auf der Duisburger Wedau. Bei den Landesmeisterschaften der Kanuten waren es die Aktiven der KG Essen, die auf breiter Basis überzeugen konnten. Insgesamt fischten sie 32 Gold-, 23 Silber und 16 Bronzemedaillen aus der Wedau! Als größte Medaillensammler (10-7-7) erwiesen sich dabei die Kajak-Herren rund um David Schmude, Torben Fröse, Fabian und Niklas Kux sowie Joshua Kröck und Lukas Knubben. Bei den Juniorinnen trumpfte in ihrem ersten Junioren-Jahr Pia Reineck mit fünf Titeln auf. Und ebenfalls fünf Titel heimsten die beiden Jugendlichen Benjamin Mohajer und Niklas Petri ein. Und zählt man bei Benjamin Mohajer noch den Titel im Langstreckeneiner bei der Essener Regatta im Mai hinzu, war er der Erfolgreichste. Auch die Junioren um Doppelmeister Johann Zell und Philipp Neu überzeugten. Ebenso wie die Damen Lara Daniel, Annabelle Bösing, Britta Wirtz und Lisa Oehl (Jugend) und die Schülergarde um Jonas von Döhren. Ganz stark auch die Schülerin Pauline Zell, die nicht nur den 500m-Einer gewann, sondern auch den Mehrkampf. Alle Finalplatzierungen: Kajak-Herren-Leistungsklasse I: Einer: 200m: 1. Joshua Kröck, 2. Christopher Weiland, 3. David Schmude, 5. Patrick Wölfel, 6. Lukas Knubben, 9. Markus Bieneck; 500m: 1. David Schmude, 2. Fabian Kux, 3. Joshua Kröck; 4. Niklas Kux, 5. Simon Heister, 6. Benno Berberich, 8. Tobias-Pascal Schultz; 1.000m: 1. Torben Fröse, 2. Fabian Kux, 3. Niklas Kux, 4. David Schmude, 6. Tobias-Pascal Schultz, 7. Benno Berberich; Zweier: 200m: 1. Lukas Knubben-Joshua Kröck, 2. Christopher Weiland-Patrick Wölfel; 3. Fabian Kux-David Schmude; 500m: 1. Lukas Knubben-Joshua Kröck, 2. Fabian Kux-David Schmude, 3. Christopher Weiland-Patrick Wölfel, 4.. Niklas Kux-Torben Fröse; 5. Simon Heister-Benno Berberich, 7. Tobias-Pascal Schultz-Carsten Neu; 1.000m: 1. Fabian Kux-David Schmude, 3. Niklas Kux-Torben Fröse, 5. Simon Heister-Benne Berberich, 6. Tobias-Pascal Schultz-Carsten Neu; 5.000m: 1. Fabian Kux-David Schmude; Vierer: 200m: 1. Lukas Knubben-Joshua Kröck-Patrick Wölfel-Christopher Weiland; 3. Fabian Kux-Niklas Kux-David Schmude-Markus Bieneck; 1.000m: 1. Torben Fröse-Fabian Kux-Niklas Kux-David Schmude; 2. Tobias-Pascal Schultz-Simon Heister-Carsten Neu-Benno Berberich; 5.000m: 1. Torben Fröse-Niklas Kux-Simon Heister-Benno Berberich, 2. Tobias-Pascal Schultz-Patrick Wölfel-Christopher Weiland-Markus Bieneck; Damen-Leistungsklasse I: Einer: 200m: 1. Lara Daniel, 3. Annabelle Bösing; 500m: 2. Lara Daniel, 3. Annabelle Bösing; Zweier: 200m: 1. Annabelle Bösing-Lara Daniel; 500m: 2. Annabelle Bösing-Lara Daniel; 1.000m: 1. Annabelle Bösing-Lara Daniel; 5.000m: 2. Annabelle Bösing-Lara Daniel; Herren-Junioren: Einer: 200m: 3. Johann Zell, 5. Philipp Neu, 500m: 3. Johann Zell; 1.000m: 6. Philipp Neu; Zweier: 200m: 1. Johann Zell-Philipp Neu; 1.000m: 2. Philipp Neu-Lorenzo Schade; Vierer: 200m: 1. Johann Zell-Philipp Neu-Lorenzo Schade-Niklas Petri; 1.000m: 2. Johann Zell-Lorenzo Schade-Philipp Neu-Julian Kosche; Damen-Junioren: Einer: 200m: 2. Pia Reineck, 5. Julia von Döhren, 6. Sina Schrader; 500m: 1. Pia Reineck, 4. Sina Schrader, 7. Julia von Döhren; 1.000m: 2. Sina Schrader; Zweier: 200m: 1. Pia Reineck-Julia von Döhren; 500m: 2. Pia Reineck-Sina Schrader; 1.000m: 1. Pia Reineck-Sina Schrader; 5.000m: 1. Pia Reineck-Sina Schrader; Vierer: 200m: 1. Pia Reineck-Julia von Döhren-Lisa Oehl-Sina Schrader; 500m: 1. Pia Reineck-Julia von Döhren-Britta Wirtz-Sina Schrader; männl. Jugd.: Einer: AK 15: 200m: 1. Niklas Petri, 7. Julian Kosche, 8. Robert Lamken; 500m: AK 15: 1.000m: 1. Niklas Petri, 6. Robert Lamken; AK 16: 200m: 1. Benjamin Mohajer, 3. Felix Gries, 5. Alejandro Giebels; 1.000m: 1. Benjamin Mohajer, 3. Felix Gries, 5. Alejandro Goebels; Zweier: 500m: 1. Benjamin Mohajer-Niklas Petri, 2. Alejandro Goebels-Felix Gries, 6. Julian Kosche-Robert Lamken; 5.000m: 1. Benjamin Mohajer-Niklas Petri; Vierer: 500m: 1. Benjamin Mohajer-Nilas Petri-Alejando Goebals-Felix Gries; 5.000m: 1. Alajandro Goebels-Julian Kosche-Robert Lamken-Felix Gries; weibl. Jugd.: Einer: AK 15: 200m: 4. Lisa Oehl; AK 16 200m: 2. Britta Wirtz; AK 15: 500m: 3. Lisa Oehl; AK 16: 3. Britta Wirtz; Zweier: 500m: 2. Britta Wirtz-Lisa Oehl; 5.000m: 2. Britta Wirtz-Lisa Oehl; Vierer: 500m: 3. Britta Wirt-Lisa Oehl-Pauline Zell-Hannah Höhmann; Schüler A:Einer: 500m: 5. Jan Nierfeld; 2.000m: AK 13: 6. Jack Gries; AK 14: 6. Jonas von Döhren, 7. Jan Felderhoff; Zweier: 500m: 2. Jonas von Döhren-Jan Nierfeld; 7. Jan Felderhoff-Jack Gries; Vierer: 500m: 1. Jonas von Döhren-Jan Nierfeld-Jan Felderhoff-Jack Gries; 5. Max Brockmann-Tobias Conrad-Paolo Petri-Finn Paulsen; Schülerinnen A: Einer: 500m: 1. Pauline Zell; 2.000m AK 14: 2. Pauline Zell; Zweier: 500m: 5. Pauline Zell-Jana Höhmann; Vierer: 500m: 5. Pauline Zell-Paula Andrich-Hannah Höhmann-Roza Pasztelyak; AK 14 Mehrkampf: 1. Pauline Zell; Schüler B: Zweier: 500m: 2. Jan Oehl-Kian-Lukas Mohajer; 2.000m: 2. Jan Oehl-Kian-Lukas Mohajer; Vierer: 500m: 7. Jan Oehl-Kian-Lukas Mohajer-Leonhard Alh-Moritz Werner; Schülerinnen B: Zweier: 500m: 10. Jana Küpper-Rosin Schmidt;

Anna Kowald U23-Vize-Europameisterin / EM-Bronze für Junior Lukas Decker

Mantes-en-Yoelines/Duisburg: Es war ein mehr als spannendes und ereignisreiches Wochenende, an dem die Aktiven und Trainer der KG Essen an diesem Wochenende beteiligt waren. In Mantes-en-Yoelines nahe Paris wurden in Frankreich die U23- und Junioren-Europameisterschaften ausgetragen, und auf der Duisburger Wedau fanden die Landesmeisterschaften von NRW statt. Dabei richteten sich speziell die Augen der KGE-Trainer Arndt Hanisch und Joaquin Delgardo nicht nur auf die Geschehnisse vor Ort in Duisburg, sondern immer auch auf die Ergebnisse von Frankreich. Denn immerhin standen im deutschen Kanu-Team mit U23-Fahrerin Anna Kowald und den beiden Junioren Frederik Illtz und Lukas Decker ihre Schützlinge. Die zudem ohne Ausfall in die Finals eingezogen waren. Aufatmen konnte dann zunächst Arndt Hanisch. Denn das, was er aus Frankreich hörte, war für ihn "eine sehr positive Überraschung" . Gemeinsam mit Schlagfrau Melanie Gebhardt (Leipzig) Lisa Jahn (Berlin) und Nina Krankemann (Magdeburg) wurde Anna Kowald im 500m-Viererkajak U23-Vize-Europameisterin. Nur 42/100 Sekunden betrug im Ziel der minimale Rückstand auf die hoch favorisierten Fahrerinnen aus Russland. Bronze ging dann an die Ungarinnen, die schon wieder deutlichen hinter dem deutschen Quartett über die Ziellinie fuhren. "Mit einer Silbermedaille hätte ich im Vorfeld nicht gerechnet. Da muss es im Finale richtig gut funktioniert haben, sonst wäre diese Platzierung dabei nicht herausgesprungen. Das haben die Vier einfach klasse gemacht" , gab es aus der Ferne Lob von Arndt Hanisch. Der dann auch seine Hoffnung zum Ausdruck brachte, dass diese Leistung für den Deutschen Kanu-Verband ausreicht, auch bei der U23-WM in Szeged zum Einsatz zu kommen. Mehr als zufrieden mit dieser Silbermedaille waren auch die vier jungen Damen. "Die drei anderen und ich sind total happy über unser Rennen und den zweiten Platz" hatte Anna direkt nach dem Finale an Arndt Hanisch durchgegeben. "Anna hat ihre Medaille nun schon in der Tasche. Jetzt kann sie im 200m-Einer befreit auffahren. Und da bin ich mal gespannt, was dabei heraus kommt" , richtete Hanisch den Blick dann voraus auf das noch später anstehende Sprintfinale, für das sich sein Schützling ebenfalls qualifizieren konnte. In diesem Finale aber gelang Anna Kowald kein optimaler Lauf, mehr als Platz acht war für sie am Ende nicht drin. "Aber Anna ist mit den bisherigen Ergebnissen der Saison absolut auf dem richtigen Weg" , lobte Arndt Hanisch, als Sprint-Bundestrainer schon wieder auf dem Weg nach Kienbaum ins Vorbereitungstrainingslager für die EM. Nach Anna Kowald war es dann KGE-Junior Lukas Decker, der gemeinsam mit dem Potsdamer Jonathan Gerber allen Grund zum Jubeln hatte. Bei seinem ersten großen internationalen Einsatz erkämpfte sich das neu formierte DKV-Duo im 200m-Zweierkajak die Bronzemedaille. Hinter den Europameistern Oleg Gusev und Vladislav Blinkov waren Lukas Decker und Jonathan Gerber dem zweitplatzierten Boot aus Weißrussland ganz dicht auf den Fersen. Allein die Winzigkeit von 24/100 Sekunden trennten die beiden von der Silbermedaille. "Was soll ich sagen, ich freu mich. Beide haben sich von Rennen zu Rennen gesteigert, auf der Streck auf Platz vier gelegen und sich dann am Ende noch auf Bronze gekämpft. Für mich ein bombastisches Ergebnis. Das Ziel, sich mit einem guten Resultat für einen WM-Einsatz zu empfehlen, haben Lukas und Jonathan aus meiner Sicht klar erfüllt" , lautete der mehr als zufriedene Kommentar von Trainer Delgardo. Zu Jahresbeginn als Nichtkader-Fahrer in die nationalen Qualifikationen gestartet, hatte sich KGE-Neuzugang Frederik Illtz mit starken Leistungen für die Junioren-EM qualifiziert. Er ging mit den beiden Karlsruhern Fabio Zetzmann und Marc Poth sowie Friedrich Weise (Dresden) im 1.000m-Viererkajak an den Start. Am Ende fuhr dieses Quartett als vierte zwar an einer Medaille vorbei, konnte aber dennoch für sich mit einem guten Rennen mehr als einen Achtungserfolg verbuchen. "Gegenüber den Trainingsleistungen war dieses Ergebnis eine klare Steigerung, wenn auch noch nicht optimal. Nun bleibt abzuwarten, wie die Entscheidung des Verbandes hinsichtlich eines WM-Starts lautet" , so der Essener Heimtrainer von Frederik Illtz.

KGE-Nachwuchs-Trio startet bei EM

Zwei Wochen bevor in Brandenburg die Europameisterschaften für die Kanuten der höchsten Leistungsklasse ausgetragen werden, stehen von morgen an zunächst für den Nachwuchs die die kontinentalen Meisterschaften an. Im Rahmen der Junioren- und U23-Europameisterschaften geht es nach Mantes-en-Yoelines, rund 55 Kilometer nördlich von Paris gelegen. Im "internationalen Nautic Staduim Didier Simond" kämpfen insgesamt 23 Nationen um die Titel und Medaillen. Mit dabei natürlich auch der Deutsche Kanu-Verband mit einem schlagkräftigen Team, in dessen Reihen auch drei Aktive der KG Essen stehen. Da ist es einmal Anna Kowald, die in der U23 an den Start geht. Nach ihren hervorragenden nationalen Sichtungsergebnissen und ihren ersten Einsätzen auf den Weltcups in der A-Sprintmannschaft hat sie sich die Startberechtigung im 200m-Einerkajak gesichert. Und man darf gespannt sein, wie sich Anna Kowald in ihrem erst zweiten Leistungsklasse-Jahr auf ihrer Spezialstrecke behaupten kann. Ein zweiten Einsatz steht für Anna Kowald dann noch im 500m-Viererkajak mit Melanie Gebhardt (Leipzig), Lisa Jahn (Berlin) und Nina Krankemann (Magdeburg) auf den Programm. Eine Bootsklasse, in der Anna schon einmal Junioren-Weltmeisterin werden konnte. In der deutschen Junioren-Flotte stehen dann ferner Frederik Iltz und Lukas Decker. Während Frederik Iltz im Viererkajak über 1.000m mit den beiden Karlsruhern Fabio Zetzmann und Marc Poth sowie Friedrich Weise (Dresden) Mittelstreckenqualitäten beweisen muss, geht es für Lukas Decker über die 200m-Sprintdistanz. Gemeinsam mit dem Potsdamer Jonanthan Gerber tritt Decker im Zweierkajak gegen die internationale Konkurrenz an. Für die beiden Sprinter gilt es, vom Start an ein möglichst optimales Rennen hinzulegen, um ins Finale vorzufahren. Während Anna Kowald schon zu Juniorenzeiten internationale Erfahrung sammeln konnte, stehen Frederik Iltz und Lukas Decker bei dieser Europameisterschaft vor ihrem ersten großen internationalen Einsatz. Vorbereitet haben sich die drei KGEer mit dem Nationalteam in Kienbaum und zuletzt auf der Duisburger Wedau, bevor es vor zwei Tagen endlich in Richtung Paris ging. Internationaler Höhepunkt werden für Anna Kowald, Frederik Iltz und Lukas Decker dann schon in drei Wochen die Junioren- und U23-Weltmeisterschaften sein, die in Szeged/Ungarn ausgetragen werden.

Max Hoff sichert sich "Triple" im Weltcup; Max Rendschmidt mit Paddelpech zu Silber und Bronze

Szeged: Es war der erwartete spannende Weltcup im ungarischen Szeged; nahezu die gesamte Weltelite sorgte für eine Standortbestimmung aller erster Klasse. Und es wurde ein Weltcup mit Ergebnissen nahezu aller Facetten “ für den Deutschen Kanuverband und auch die sechs KGE-Asse. Seine Ausnahmestellung unterstrich einmal mehr Max Hoff im 1.000m-Einerkajak. Wie schon bei den Weltcups in Mailand und Racice war er auch in Szeged nicht zu stoppen und fuhr seinen dritten Sieg in Folge ein und sicherte sich somit das "Triple" ; ebenso wie im Canadierbereich Verbandspartner Sebastian Brendel (Potsdam). Und dabei war Max Hoff auf der Strecke "schon etwas nervös geworden" , war der neben ihm liegende Australier Murray Stewart weit weggezogen. Doch innerhalb von 100m schaffe es Max Hoff, nicht nur aufzuholen, sondern unwiderstehlich vorbei zu ziehen. Über 1,5 Sekunden betrug im Ziel sein Vorsprung vor Stewart und dem zweiten Australier Kenneth Wallace. Direkt im Ziel reckte Max die Faust mit drei gestreckten Fingern in die ungarische Sonne und signalisierte, dass er das Triple eingefahren hatte. "Drei Starts “ drei Siege in der laufenden Saison. Das ist eine optimale Weltcup-Ausbeute, besser geht es nicht. Ich bin total glücklich über dieses Ergebnis und kann die kommenden Wochen im Hinblick auf die EM und WM nun entspannt, aber auch weiterhin konzentriert angehen" , kommentierte der Champion strahlend. Über 500m dann sollte es bei diesem Weltcup nicht ganz zu einem Medaillenrang reichen. Hier fuhr Max Hoff als vierter ein, unterstrich aber einmal mehr, dass er auch auf dem halben Kilometer schnell unterwegs ist. Und im abschließenden 5.000m-Rennen, für Max Hoff trotz aller Anstrengung immer das Spaßrennen schlechthin, gab es hinter dem Australier Kenneth Wallace eine weitere Silbemedaille. Ganz knapp an einem weiteren Weltcup-Sieg vorbei schrammte wenig später Max Rendschmidt im 1.000m-Zweierkajak mit Marcus Groß (Berlin). Ganze 36/1000 Sekunden (!) betrug im Ziel ihr Rückstand auf die siegreichen Franzosen. "Schei…" entfuhr es Max Rendschmidt spontan auf der Ziellinie, als er mit Blick zur Seite den Einlauf realisiert hatte. Und seine Geste zeigte, etwas war nicht planmäßig gelaufen. "Wir sind am Start direkt aus dem Schlag gekommen und wussten nicht warum. Ich hab einen Riesenschreck bekommen, irgendetwas lief nicht wie gewohnt" , beschrieb der 20-jährige später. Bei 750m als vierte zurückliegend, startete das Duo eine furiose Aufholjagt, die mit Silber belohnt wurde. Erst nach dem Verwiegen des Bootes an Land bemerkte Max Rendschmidt dann, welches Missgeschick ihm passiert war. Sein Paddel war im Start am Blatt angebrochen, hatte einen Riss, der zu dieser Instabilität im Rennen geführt hatte. Unter diesem Umständen ein solches Rennen abzulegen, war eine Riesenleistung und noch höher einzuschätzen. Dieses Silber war Gold wert. Mit einem Ersatzpaddel (das Paddel von Kai Spenner) ging es für Max Rendschmidt und Marcus Groß dann ins 500m-Finale. Und auch hier mischten die beiden kräftig mit und wurden mit nur 312/1000 Sekunden hinter den siegreichen Serben dritte. "Das war mehr als ungewohnt mit einem fremden Paddel und so gesehen auch ein starkes Ergebnis" , brachte Max es auf den Punkt. In geänderter Formation war dann der deutsche Herrenvierer über 1.000m mit den beiden KGEern Torben Fröse am Schlag und Kai Spenner auf Platz vier ins Rennen gegangen. Nach einer starken Leistung mit einem Sieg im Halbfinale wollten die beiden mit Martin Hollstein (Neubrandenburg) und Martin Schubert (Friedrichshafen) im Finale angreifen und eine Empfehlung in Richtung Bundestrainer abgeben. Dabei hatten sie sich mehr erhofft als Platz fünf, auf dem sie im Ziel einfuhren. Nur drei Trainingseinheiten in dieser Zusammensetzung waren nicht ausreichend, um sich in diesem internationalen Spitzenfeld weiter nach vorne zu fahren. Nun bleiben die Überlegungen des Trainerrates abzuwarten, wie in dieser Kategorie die weiteren Überlegungen aussehen. Ein Wechselbad der Gefühle dürfte auch Jonas Ems durchlebt haben. Glücklich hatte er nach dem Halbfinale noch seinen Arm hoch gereckt. Denn er hatte sich im 200m-Einerkajak ins Finale gefahren und im direkten Aufeinandertreffen Felix König (Potsdam) klar hinter sich gelassen. Im Endlauf sollte und wollte Jonas alles riskieren und angreifen. Doch auf Bahn neun fahrend, kam Jonas Ems in diesem Rennen auch auf Platz neun ein. Sein Kopfschütteln im Ziel zeigte, das war es nicht. "Mit dem Ergebnis kann ich nicht zufrieden sein. Derzeit habe ich Probleme mit der Startphase, da fahren mir die anderen etwas weg, was ich nicht mehr aufholen kann. Jetzt müssen wir dies in Ruhe analysieren" , so Jonas Ems. Dann konnte er noch vor Ort aufatmen, denn er erhielt die Mitteilung, dass auch er für die EM nominiert wird. Eine starke Leistung zeigte in Szeged Anna Kowald, die mit Sabine Volz (Karlsruhe) im 200m-Zweier an den Start gegangen war. Ohne Umweg zogen die beiden ins Finale ein und verkauften sich dort im Feld der Sprinterinnen mehr als achtbar. Nur knapp verpassten sie als vierte die Medaillenränge. Mit ihrer internationalen Leistung hat sie sich zudem ins U23-Nationalteam gefahren.

Max Hoff mit Medaillensatz, Max Rendschmidt mit Doppel-Sieg und Bronze für Kai Spenner

Racice: Wettermäßig war es in Racice/Tschechien äußert kühl und ungemütlich; auf dem Wasser aber ging es heiß her beim bestens besetzten Kanu-Weltcup. Spannung pur war bis zum letzten Rennen angesagt. Denn neben einer internationalen Standortbestimmung und der Möglichkeit zur Qualifikation für die EM lag der Ausgang verbandsinterner Duelle im Blickpunkt. Alles in allem zog DKV-Chef-Bundestrainer Reiner Kießler positive Bilanz. Ein Resümee, an dem speziell Max Hoff und Max Rendschmidt beteiligt waren; sie sammelten gleich mehrere Gold- und eine Bronzemedaillen; Bronze ging aus Essener Sicht ferner an Kai Spenner. Für einen Auftakt nach Maß hatte Max Hoff gesorgt. Nach seinem Sieg beim Weltcup in Mailand vor zwei Wochen war er auch an diesem Wochenende nicht zu bremsen und fuhr den zweiten Sieg im 1.000m-Einre ein. Über zwei Sekunden lag er dabei im Ziel vor Dauer-Konkurrent Rene Holten Paulsen (Dänemark) und dem starken Portugiesen Fernando Pimenta. "Das war einfach ein schönes Rennen" , brachte vor Ort KGE-Heimtrainer Robert Berger die Leistung auf den Punkt. "Ich hab versucht, mein Ding zu machen und auf der Strecke ruhig zu bleiben. Wie in Mailand hab ich dann bei 500m angezogen und musste am Ende gar nicht voll durchziehen. Dabei war ich nach meinem verkorksten Rennen im Vorjahr hier schon etwas aufgeregt, ob es dieses Mal besser laufen würde. Mein Focus liegt natürlich auf der WM und bis dahin ist es noch ein langer Weg. Aber auch ein langer Weg geht sich für mich besser mit guten Vorleistungen als mit mäßigen" , so Max Hoff. Auch auf dem halben Kilometer mischte er so richtig mit und sicherte sich die Bronzemedaille. "Übung macht halt den Meister oder bringt eine Medaille - auch im Sprint" , zeigte er sich schon da bestens gelaunt. Was im letzten Rennen des Weltcups noch einmal gesteigert wurde. Da ging Max Hoff im 5.000m-Einer an den Start, immer ein Vergnügen für ihn. Belohnt wurde er nach hartem Kampf mit Silber hinter dem Australier Kenneth Wallace. "Ein kompletter Medaillensatz! Das ist nicht schlecht. Darauf lässt sich gut aufbauen. Ich bin zufrieden, und überrascht, wie gut es derzeit läuft, zudem ich zu Jahresbeginn ja verletzt war. Aber meine Leistung ist noch ausbaufähig, doch schon eine gute Basis für alles Weitere" , war der Champion mit sich mehr als im Reinen. Angespannt vor dem ersten internationalen Auftritt der Saison zeigten sich auch Max Rendschmidt und sein Berliner Partner Marcus Groß, wussten auch sie nicht, "wo wir stehen" . Das wissen sie nun ganz genau, denn beide legten eine blitzsaubere Bilanz hin. Zunächst siegten die Vorjahres-Weltmeister im 1.000m-Zweierkajak vor den Slovaken und Franzosen “ wie Max Hoff ebenfalls mit einem großen Vorsprung von über zwei Sekunden! Eine beeindruckende Vorstellung dieses jungen Duos. "Dieses Rennen hat richtig Spaß gemacht. Jetzt freuen wir uns auf die nächsten Wettkämpfe. Zwar haben noch einige Boote hier in Racice gefehlt, aber unser Vorsprung war schon recht komfortabel" , war Schlagmann Max Rendschmidt die Erleichterung anzumerken, an die Vorjahres-Leistung angeknüpft zu haben. Und deutlicher brachte Marcus Groß die eigene Zufriedenheit zum Ausdruck: "Es war ein tolles Gefühl, bei 500m schon sicher zu sein, dass uns diesen Sieg keiner mehr nehmen konnte. So ein souveränes Rennen sind wir noch nie gefahren. Jetzt wissen wir, dass wir auf dem richtigen Weg sind" . Und die zweite Goldmedaille gab es dann auf der 500m-Distanz. "Hier war der Spaßfaktor aber nur bis zur Hälfte der Strecke gegeben. Am Ende müssen wir dann Abstriche damit machen; da tat es einfach zu weh" , kommentierten beide nach dem Sprint geschafft, aber überglücklich über ihren Doppel-Erfolg. Mit Spannung erwartet wurde insbesondere das 1.000m-Viererrennen der Herren. Hier saß mit Torben Fröse und Kai Spenner je ein KGEer in beiden konkurrierenden deutschen Booten; Torben Fröse am Schlag des einen Vierers, Kai Spenner als "Schieber" auf Platz vier des anderen. Ganz dicht beieinander kamen beide Großboote im Ziel ein. Auf dem Bronzeplatz hatte dabei Kai Spenner mit seiner Crew die Bootsspitze knapp vor dem eigenen Konkurrenzboot mit Torben Fröse. "Mit diesen Ergebnissen ist das Viererprojekt aber sicher noch nicht abgeschlossen. Keines der beiden Boote wird so noch einmal an den Start gehen. Jetzt wird sicher weiter formiert und der schnellste Vierer gesucht" , machte Kai Spenner deutlich, dass in dieser Kategorie weiterhin alles offen ist. Erstmals seit Jahren war in Racice Jonas Ems wieder international im 200m-Einer im Einsatz. Knapp verpasste er dabei den Einzug in das A-Finale. Im B-Finale fuhr er auf Platz zwei ein. Der nationale Konkurrent Felix König hatte sich zwar für das A-Finale qualifiziert, belegte dort aber nur Rang neun. Beide werden nun beim nächsten Weltcup in Szeged noch einmal gegen einander antreten. Auch Anna Kowald verpasste im 200m-Einer das A-Finale. Die noch 19-jährige verkaufte sich aber bei allen Rennen gut und wird wohl auch erneut beim Weltcup in Szeged zum Einsatz kommen. Mit dem Gewinn von zwei Goldmedaillen von Max Rendschmidt und dem Gewinn eines kompletten Medaillensatzes von Max Hoff waren die beiden "" KGE-Maxe" zugleich die erfolgreichsten Aktiven der deutschen Flotte. Schon am kommenden Wochenende geht es für die deutsche Kanu-Flotte und auch die sechs KGEer zum Weltcup nach Szeged (Ungarn), wo der Kampf um die EM-Qualifikationen in die nächste Runde geht. "Und hier erwarte ich von dem ein oder anderen noch einmal eine Steigerung" , geht auch Chef-Bundestrainer Reiner Kießler dort von packenden Entscheidungen aus.

Kanu-extrem: Ein Wochenende der Herausforderungen

War das ein Sport-Wochenende: so manche Veranstaltung wurde schon im Vorfeld abgesagt. Die große internationale Kanu-Regatta, immerhin neben den Deutschen Meisterschaften eine der größten nationalen Kanu-regatten, erwischte es am Sonntagmittag: Abbruch. Da lagen schon gut zwei Tage mit extremen Wetterverhältnissen hinter den Kanuten: Sturmböen, Wellen, Regenschauer, Gewitter “ nicht selten in Kombination. Doch einen Abbruch einer Kanu-Regatta hatte es in Essen noch nicht gegeben. Aber es wäre unter den Gegebenheiten nicht zu verantworten gewesen, die Veranstaltung weiter durchzuführen. "Wenn ich zuhause bin, werde ich erst ein Bierchen trinken und dann in den Keller gehen und etwas weinen" , brachte am Ende Regattaleiter Olaf Schade sein Bedauern über den Abbruch mit einer Portion Galgenhumor zum Ausdruck. Dann wird auch er sicher realisieren, dass es eine Regatta war mit bestens aufgelegten Sportlern, die alles gaben und tolle Leistungen präsentierten.

Max Hoff fährt ersten Weltcupsieg ein

Mailand: Für seinen ersten internationalen Einsatz zum Weltcup in Mailand hatte sich Max Hoff schon bei der ersten Sichtung vor drei Wochen qualifiziert. Eine Nominierung, die er eindrucksvoll mit einem Sieg im 1.000m-Einer rechtfertigte. Schon ab 500m konnte er lang wegfahren. Über eine Bootslänge oder exakt 2,59 Sekunden betrug im Ziel sein Vorsprung vor Dauerkonkurrent Rene Houlten Paulsen aus Dänemark. "Ja, ich bin mal schnell gefahren. Ich weiß ja, dass euch das gefällt" , gab er völlig entspannt und zufrieden telefonisch aus Mailand durch. "Der Max war richtig klasse, brauchte gar keinen Endspurt fahren" , war auch Arndt Hanisch, als Bundestrainer in Mailand vor Ort, voll des Lobes über den Champion des Vorjahres. Der sich damit zugleich sein Ticket für die EM gelöst haben dürfte. Dass es über 500m schwerer werden würde, hatte Hoff schon vor dem Finale gesagt; mit Rang fünf aber mischte er auch dort gut mit. "Und da mein Flieger erst um 19.00 Uhr geht, werde ich auch die 5.000m fahren" , sah Max Hoff keinen Grund, auf seine Lieblingsstrecke zu verzichten. Ein Aufwand, der mit einer Bronzemedaille belohnt wurde. "Alles in allem ein gelungener Saisonauftakt, speziell die olympische 1.000m-Strecke. Und auch, wenn ich auf der Langstrecke zu viel Führungsarbeit geleistet habe, war es wieder mal ein Rennen, das mir viel Spaß bereitet hat. Jeder Weltcup ist für mich wichtig als Wettkampferfahrung; alles ist auf die WM ausgerichtet" , war Max Hoff mit sich im Reinen. Zwischen seinen Rennen hörte er ständig telefonisch nach, wie es denn in Duisburg lief. Und was er von seinen Vereinspartner erfuhr, war durchaus hörenswert.

Erfolgreiches Wochenende für KGE-Kanuten

Das war ein kompaktes und überaus spannendes Wochenende für die deutschen und Essener Renn-Kanuten. Mit zwei Schauplätzen: auf internationalem Parkett mit dem ersten Weltcup der Saison in Mailand/Italien und auf nationaler Ebene mit der abschließenden Sichtung des Deutschen Kanu-Verbandes auf der Duisburger Wedau. Und am Ende war zumindest im KGE-Lager "Aufatmen" angesagt: an beiden Wettkampfstrecken gab es Siege, Medaillenränge und weitere Top-Platzierungen zu verbuchen. Duisburg: Für einen Einstand nach Maß sorgte dabei Jonas Ems auf der Duisburger Wedau. In Abwesenheit der beiden Führenden der ersten Sichtung vor drei Wochen (Ronald Rauhe/Potsdam und Tom Liebscher/Dresden), die am Wochenende ebenfalls ihren ersten internationalen Einsatz beim Weltcup im Mailand hatten, konnte sich Jonas Ems ein Optimal-Ergebnis sichern. In den beiden geforderten 200m-Rennen setzte er sich jeweils als Erster durch. Wobei der Abstand zu der nachfolgenden Konkurrenz im zweiten Finale deutlicher ausfiel als im ersten Endlauf. Und wodurch sich Jonas Ems den dritten Platz in der Gesamt-Rangliste der Sprinter sicherte. "Jonas hat in den vergangenen zwei Wochen im Trainingslager noch einmal hart trainiert; konnte die Zeiten weiter verbessern. Das ist eine gute Tendenz. Mit diesen beiden Siegen nun hat Jonas den Grundstein gelegt, in die Nationalmannschaft berufen zu werden, die in die internationalen Qualifikationen geht" , kommentierte Heim- und Sprint-Bundestrainer Arndt Hanisch telefonisch aus Mailand. "Gut, ein gelungener Abschluss" , bilanzierte auch KGE-Trainer Robert Berger das Abschneiden seiner Mittelstreckler durchaus positiv. Allen voran Max Rendschmidt, der in Abwesenheit von Max Hoff seine Führungsposition unterstrich. Nach Platz zwei hinter Vorjahres-WM-Partner Marcus Groß (Berlin) setzte er sich über 1.000m klar als Sieger durch. Und ganz klar rangiert er damit hinter Hoff aus Platz zwei der nationalen Rangliste. Aus Essener Sicht waren es dann Torben Fröse und Kai Spenner, die ihre Halbzeitleistung bestätigen bzw. verbessern konnten. Nach guten Mittelplätzen im B-Finale auf der ungewohnten 500m-Distanz überzeugte Kai Spenner als dritter und Torben Fröse als fünfter im 1.000m-A-Finale. Wobei beide nach Hoff und Rendschmidt in der Gesamtrangliste mit in den Rängen liegen, die sich in die Nationalmannschaft gefahren haben (nach internen Rechungen Fröse auf Platz 5, Spenner auf Platz 10). Mit Klasse-Ergebnissen aufwarten konnte auch Anna Kowald bei den Damen. In Abwesenheit von drei in Mailand startenden DKV-Damen setzte sie sich im 200m-Einer als schnellste durch. Und sicherte sich auch im 500m-Finale als fünfte ein starkes Resultat. Sie hat auf jeden Fall eine eindrucksvolle Empfehlung für die Bundestrainer abgegeben. Im Juniorenbereich befinden sich nach Abschluss der nationalen Sichtungen zwei weitere KGEer auf Kurs. Frederick Iltz gab mit seinen Platzierungen (5. über 500m und 7. Über 1.000m) ebenso eine Empfehlung ab wie Lukas Decker im Sprintbereich (2. und 4. Über 200m). Am Ende der Sichtung lagen dann im Leistungsklasse-Bereich neben Max Hoff und natürlich Max Rendschmidt auch Torben Fröse, Kai Spenner, Jonas Ems und auch Anna Kowald auf Nationalmannschaftskurs.

Max Hoff für ersten Weltcup qualifiziert

Mit heiß umkämpften Entscheidungen auf der ersten von zwei Verbandssichtungen hatten die bundesdeutschen Rennkanuten am vergangenen Wochenende die Wettkampfsaison 2014 eingeläutet. Und anders als in den Vorjahren konnten sich bei diesem Event die besten Sportler, d. h. die Sieger in Einerentscheidungen auf den Olympischen Strecken direkt für einen Start beim 1. Weltcup in Mailand (3./4. Mai) empfehlen, der zeitgleich zur zweiten nationalen Sichtung stattfindet. Und erhalten damit in Mailand schon die Möglichkeit, sich mit entsprechender Leistung auch vorzeitig für die EM-Mannschaft zu qualifizieren. "Wir werden die Besten beim Sichtungsauftakt mit dem Weltcupstart belohnen; Geschenke wird es jedoch nicht geben" , hatte Chef-Bundestrainer Reiner Kießler vor dem Auftakt erklärt. Das war im Fall von Max Hoff auch gar nicht angesagt. Denn der Champion des Vorjahres unterstrich einmal mehr seine Ausnahmestellung auf nationalem Parkett und siegte auf der Olympischen 1.000m-Strecke sowie im 2.000m-Zeitfahren unangefochten. Womit er sich nun die zweite Sichtung sparen kann und zeitgleich beim Weltcupauftakt in Mailand zu seinem ersten internationalen Einsatz kommt. Dass Max Hoff den Weltcup schon vor Augen hatte, machte er direkt nach erfolgreichem Sichtungsabschluss deutlich. "Mein Focus lag an diesem Wochenende schon auf dem ersten Weltcup. Die Grundlage passt. Und von meinem Leistungsniveau zu diesem frühen Zeitpunkt bin ich durchaus angetan. Schon der erste Weltcup dient wie die folgenden (Racice und Szeged) und auch die EM in Brandenburg letztendlich dem Aufbau auf das große Saisonziel, der WM in Moskau. In Mailand muss ich aber noch ein Schüppchen drauflegen gegenüber dem Wochenende; und dann werde ich versuchen, die anderen etwas zu ärgern" .

Zweifacher Doppelsieg für Max und Max

Duisburg: Noch gehen zwar 120 Tage ins Land bis zu den Weltmeisterschaften in Moskau; der Kampf um die WM-Tickets aber hat bereits am vergangenen Wochenende begonnen. Auf der Duisburger Wedau gab sich die bundesdeutsche Kanu-Elite ein Stelldichein bei der ersten von zwei nationalen Verbandssichtungen. Und sorgte direkt für heiß umkämpfte Entscheidungen mit teils äußerst knappen. "Gut gemacht, Max, gutes Rennen" , war vielfach direkt nach dem Zieleinlauf des A-Finals der Herren im 1.000m-Einerkajak zu hören. Und aus Essener Sicht gleich zweifach zu deuten. Denn im Ziel lag Max Hoff vor Max Rendschmidt. Der amtierende Einerweltmeister Hoff ließ dabei keinen Zweifel an seiner Dominanz aufkommen. Nahezu wie in einer anderen Liga paddelnd, fuhr er auf nationalem Parkett mit vier Bootslängen bzw. gut vier Sekunden Vorsprung weit vorweg. "Aber es war schon anstrengend, und so habe ich mir den harten Endspurt etwas verkniffen. Ich hatte die Woche bis Donnerstag noch viel Sport gemacht und im Grundlagenbereich trainiert; war somit recht müde. Von daher war die Leistung schon sehr ordentlich. Ich komme gut vom Fleck" , kommentierte der Champion zufrieden, gleichzeitig auch seinen Vereinskameraden lobend: "Der kleine Max ist auch gut gefahren" . Denn Max Rendschmidt war es, der Hoff noch am besten folgen und sich auf den zweiten Rang fahren konnte. Die geballte Faust im Ziel signalisierte dabei die Zufriedenheit von Rendschmidt. "Ich bin schon nervös" , hatte er noch vor den Rennen deutlich gemacht, wie eng es mit der Konkurrenz werden könnte. Doch er löste seine Aufgabe bestens. Ähnliches gelang auch Torben Fröse, der sich als dritter KGEer über 1.000m ins A-Finale fuhr und mit Platz sechs auf sich aufmerksam machen konnte. "Es hätte natürlich auch noch besser, aber auch viel schlechter laufen können," war er mit sich zufrieden. Dieses Trio war es dann auch, dass im 2.000m-Zeitfahren überzeugte. Auch hier hieß es am Ende Hoff vor Rendschmidt, und Fröse erneut auf Rang sechs. Womit sich letzterer eine gute Ausgangsposition für die zweite Sichtung in drei Wochen verschafft hat. Denn im Gesamtklassement liegt er hinter dem Einer-Weltmeister Max Hoff und den beiden Zweier-Weltmeistern Max Rendschmidt und Marcus Groß (Berlin) gemeinsam mit Gordon Harbrecht (Neubrandenburg) auf Rang vier. Im Soll liegt nach dem Sichtungsauftakt auch Sprinter Jonas Ems. Auf seiner Spezialstrecke, dem 200m-Einer belegte er hinter dem 500m-Weltmeister Tom Liebscher (Dresden) und Zweierpartner Ronald Rauhe (Potsdam) den dritten Platz, auf der eher ungewohnten, aber geforderten 500m-Distanz kam er als fünfter ein. Als Vierter der Sprintwertung war Jonas am Ende ganz zufrieden, zumal er erfahrungsgemäß nach dem Auftakt in den Folgerennen immer besser in Fahrt kommt. "Jonas hat das abgerufen, was er derzeit kann. Neben der beruflichen Belastung (Ausbildung bei der Essener Feuerwehr), ist er in zwei Trainingslagern mit Erkältungen gehandicapt gewesen. Der Abstand nach vorne ist geringer als im Vorjahr “ muss aber auch noch kleiner werden" , kommentierte Sprint-Bundestrainer Arndt Hanisch. Der sich im Weiteren voll des Lobes zeigte über die Sprintleistung von Anna Kowald. Die hatte sich nicht nur über 200m ins A-Finale gefahren, sondern dort als Vierte bei den renommierten Nationalmannschaftsfahrerinnen so richtig mitgemischt, nur eine halbe Bootslänge hinter der Siegerin (Zweier Olympiasiegerin und Weltmeisterin Franziska Weber/Potsdam) gelegen. "Anna hat einen großen Schritt in die richtige Richtung gemacht, der Abstand nach vorne war wahrlich nicht groß" . Anna Kowald hatte vor den Rennen deutlich gemacht, gut und genug trainiert zu haben und sich so auf diesen Wettkampf gefreut. Eine Einschätzung, mit der sie insbesondere im Sprint richtig lag. Unter keinem guten Stern stand die Sichtung jedoch für Kai Spenner. Er konnte seine Leistung nicht abrufen und die Rennen mit festen Unterarmen nicht voll zu ende fahren. "Jetzt heißt es analysieren und in drei Wochen wieder angreifen" , blickte der WM-Finalist des Vorjahres nach vorne. Positiv hervorzuheben sind die Leistungen der Junioren Lukas Decker und Frederik Iltz mit den Plätzen 4 und 8 im A-Finale über 200m, sowie die Ränge 3 bzw. 5 in ihren Jahrgängen von Sina Schrader und Pia Reineck über 1.000m.

Saisonauftakt für Kanuten

Erste Verbandssichtung steht an Wie sich das Wetter am kommenden Wochenende präsentieren wird, bleibt abzuwarten. Eines aber wird sicher sein: es wird knistern in der Luft über der Duisburger Wedau. Spannung ist vorprogrammiert, denn die erste von zwei Verbandssichtungen steht für die deutschen Rennkanuten an. Das erste Aufeinandertreffen unter Wettkampfbedingungen “ immer ein aufregender Auftakt. Zumal sich die Kanuten in diesem Jahr mitten zwischen zwei Olympischen Spielen befinden: von London 2012 über Moskau, dem diesjährigen WM-Austragungsort- nach Rio de Janeiro 2016 “ so ist der Weg. Der sich zugleich an einer entscheidenden Wendemarke in der langen Olympiavorbereitung. Denn nach einer Phase, in der für viele Athleten nach den Olympischen Spielen in London das berufliche Fortkommen im Vordergrund stand, rücken nun zunehmend die sportlichen Resultate wieder in den Vordergrund. "Für die Athleten kommt es darauf an, den Startschuss nicht zu verpassen, sondern sich schon in diesem Jahr anzubieten, denn 2015 geht es bereits um die Quotenplätze für Rio" , betont Chef-Bundestrainer Reiner Kießler. Und alle, die bei den diesjährigen Europameisterschaften in Brandenburg und den Weltmeisterschaften in Moskau dabei sein möchten, müssen die beiden nationalen Sichtungen überstehen, um dann mit den Nationalteams in die internationalen Qualifikationen zu gehen. "Alle haben gut trainiert und auch die letzten Fahrzeiten hier auf dem Baldeneysee waren wirklich nicht schlecht. Die Jungs sind gut vorbereitet" , blickt auch Stützpunkttrainer Robert Berger dem Wochenende erwartungsvoll entgegen. Er schickt dabei eine durchaus starke Flotte in die "Mittelstrecken-Sichtung" . Allen voran natürlich die beiden Vorjahres-Weltmeister Max Hoff und Max Rendschmidt sowie WM-Finalist Kai Spenner. Aber auch die U23-Vizeweltmeister Fabian Kux und David Schmude möchten ebenso angreifen wie Torben Fröse, Niklas Kux und Tobias Bong. "Die Karten werden wieder neu gemischt, nahezu alle fangen wieder bei an" , brachte Kai Spenner die Ausgangslage kurz vor dem Start auf den Punkt. Auf dem Programm stehen für die Mittelstreckler 1.000m-Rennen mit Vor- und Zwischenläufe und A-C-Finals sowie ein 2.000m-Zeitfahren. Im Sprintbereich liegt aus Essener Sicht bei den Herren das Hauptaugenmerk auf Jonas Ems, der sich wie alle anderen auch einer größer und näher zusammen gerückten Konkurrenz stellen muss, wie Sprint-Bundestrainer Arndt Hanisch betont. Auch Jonas war und ist seit London beruflich stärker in seine Ausbildung bei der Essener Feuerwehr eingebunden, zudem Zu Jahresbeginn Vater von Tochter Lena geworden. Aber er konnte gut trainieren und fühlt sich auf "leicht verbessertem Vorjahresniveau" . "Jeder muss sich nun durchbeißen. Und das Ziel, sich für die dann anschließenden Weltcups zu qualifizieren, sollte für Jonas sicher möglich sein" , zeigte sich Arndt Hanisch vor dem Wochenende optimistisch. Neben der 200m-Strecke stehen für die Sprinter zudem 500m-Rennen auf dem Plan. Und gespannt sein darf man auf das Abschneiden von Anna Kowald, die sich laut Arndt Hanisch deutlich nach vorne entwickelt hat. Im Vorjahr noch gesundheitlich gehandicapt, ist sie nun schadlos über den Winter gekommen. "Sie hat bis jetzt einen Superjob gemacht und starke Zeiten hingelegt" , ist Hanisch gespannt auf den Auftritt von Anna Kowald in ihrem zweiten Leistungsklasse-Jahr. Dabei steht für die Damen ein Riesenpensum auf der Wedau an: 200m, 500m-Rennen mit Vor-Zwischenlauf und Finals sowie ein 1.000m-Zeitfahren. "Aber ich freu mich auf das Wochenende. Hab genug und gut trainiert “ jetzt kann es los gehen" . Zeitplan: Samstag 8.30 “ 12.00 200m-Vorrennen und Finals; 14.30 “ 19.00 500m/1.000m-Vorrennen; Sonntag: 8.30 “ 13.00 500m/1000m-Vorrennen und Finals und 1.000m/2.000m-Zeitläufe Hier alle wichtigen Stationen der Saison: 12., 13. April: erste nationale Sichtung 3., 4. Mai: zweite nationale Sichtung 16.-18. Mai: Weltcup Racice/Tschechien 23.-25. Mai: Weltcup Szeged/Ungarn 11.-13. Juli: EM Brandenburg 6.-10. August: WM Moskau 21.-14. August: DM Hamburg

Saisonvorbereitung läuft auf Hochtouren

6 KGEer mit Verband nach Kalifornien Die Reisewelle rollt: Kalifornien und Florida in den USA, St. Moritz in der Schweiz und Sevilla in Spanien. Das, was sich anhört wie Angebote eines Reisebüros, sind die Stationen der Essener Spitzenkanuten im Rahmen der intensiven Vorbereitung auf die anstehende Saison. Die de facto bereits auf Hochtouren läuft. Dem Winter hierzulande immer mal wieder entfliehen, lautete und lautet die Devise der KGE-Asse, um das immense Pensum des Wassertrainings in den Wintermonaten optimal zu absolvieren. Denn schon Mitte April steht die erste Verbandssichtung im Hinblick auf die internationalen Saisonhöhepunkte (EM in Brandenburg und WM in Moskau) auf dem Programm. Und bis dahin sollte "so mancher" Wasserkilometer hinter den ambitionierten Paddlern liegen. Wassertraining hierzulande ist aber ab November kein Zuckerschlecken; Minustemperaturen und häufig vorkommender ungünstiger und starker Wind sind da wahre Störfaktoren. So war auch der Weltmeister und frischgebackene Essener Sportler des Jahres Max Hoff schon im November/Dezember vergangenen Jahres vier Wochen in Kalifornien. Gut 800 Paddelkilometer standen da auf dem Programm, ergänzt von Trainingseinheiten im Kraftraum. Den drei bis vier Einheiten am Tag standen allein zwei freie Tage gegenüber. Ein hartes Pensum, das sich so störungsfrei nur in sommerlichen Gefilden absolvieren lässt. "Und bis zur Sichtung sollten noch rund 3.000 Kilometer hinzu kommen" erklärt Max Hoff. Während Hoff in Kalifornien war, weilten zeitgleich Fabian Kux und Kai Spenner mit Trainer Arndt Hanisch übrigens in Florida. Anfang diesen Jahres ging es dann auch für Zweierweltmeister Max Rendschmidt (der zuvor im zweiten Ausbildungsblock der Bundespolizei in Kienbaum trainierte), Max Hoff, Fabian Kux und auch Anna Kowald mit dem Deutschen Kanu-Verband für zwei Wochen ins Ski-Langlauf-Trainingslager nach St. Moritz, um noch einmal abseits des Bootes Kondition zu tanken. Eine Maßnahme, die für Max Hoff unter keinem guten Stern stand. Denn kurz vor Ende des Trainingslagers stürzte er unglücklich und fiel auf den Ski eines Trainingspartners, "der offensichtlich ganz gut geschliffen war" , wie Max es später mit Galgenhumor formulierte. Denn die Sehne des Zeigefingers der rechten Hand war nahezu durchtrennt. Es folgte vor Ort eine OP und "Optimale Versorgung" im noblen Krankenhaus von St. Moritz. Sowie eine Gipsschiene und verordnete Ruhe für die Hand. Eine große Herausforderung für den trainingsfleißigen Weltmeister. "Ruhe, das ist nichts für mich" fieberte er dem Genesungsprozess entgegen, der sich dann auch planmäßig einstellte. Die Fäden sind gezogen und nur noch eine kleine Schiene am Finger vorhanden. Die ersten Einheiten im Kraftraum und auf dem Paddelergometer liegen schon hinter Max Hoff, wie auch das nächste Warmwassertrainingslager vor ihm liegt. Denn ab heute geht es mit dem Deutschen Kanu-Verband für drei Wochen erneut nach San Diego/Kalifornien. Dabei sind dann die A-Kaderathleten Max Hoff, Max Rendschmidt und Kai Spenner, die B-Kaderfahrer Fabian Kux und David Schmude. Und auch Tobias Bong hat eine Einladung vom Verband erhalten. "Von insgesamt 13 Teilnehmern kommen sechs aus Essen. Das spricht für unsere starke 1.000m-Flotte" , erklärte Kai Spenner kurz vor der Abreise. Und machte deutlich, dass es dieses erste große Aufeinandertreffen der gesamten Mittelstrecken-Elite in sich haben wird. Der Kampf um die WM-Plätze eröffnet. Ab kommender Woche geht es dann für die Sprinter mit dem Verband an die Ostküste Floridas; ebenso wie für verschiedenen Trainingsgruppen der KG Essen. Reiseziel ist Indian Horbour Beach im "Sunsinestate" der USA, seit nunmehr rund 20 Jahren die zweite Heimat der Essener Stützpunktkanuten. "Hier finden wir alles vor wie eigene Bootsflotte, Motorboot, Kraftstudio und gutes Wetter" , sind sich die Trainer Robert Berger, Christoph Steinkamp und Arndt Hanisch einig. Und im März wird es dann noch einmal mit dem Verband nach Sevilla/Spanien gehen, bevor die erste vorentscheidende Sichtung ansteht. Ein Riesenaufwand der Saisonvorbereitung mit rund 12 Wochen Auslands-Trainingslager speziell für Max Hoff. Aber gerade er weiß, "in einer Sommersportart wie Kanurennsport legen die Weltmeister die Grundlage im Winter" . Foto: Das Training auf dem Ergometer gehört nun erst einmal der Vergangenheit an. Auch für Max Hoff geht es nach einer Verletzung des Fingers mit ins Trainingslager nach Kalifornien.

KGE- "Deutscher Meister" im Drachenboot-Tauziehen

Das war ein sportlicher Wettkampf der ganz besonderen Art, an dessen Ende sich die KG Essen über einen weiteren Deutschen Meistertitel freuen konnte. Am 19.Oktober waren die Kajak-Herren rund um die Weltmeister Max Hoff und Max Rendschmidt und Olympiasieger Tomasz Wylenzek in der Auftaktsendung des neuen ARD-Formats der Kai Pflaume-Show "Die Deutschen Meister 2013" zu sehen. In dem ungewöhnlichen Wettkampf "Drachenboot-Tauziehen" traten sie gegen das All Sports Drachenboot-Team aus Hannover an, die schon zahlreiche Titel auf nationalem und internationalem Parkett im Drachenboot einfahren konnten und sich in Köln vor dem Wettkampf in bester körperlicher Verfassung präsentierten. Nur drei Mal konnten die KGE-Kanuten nach Feststehen des Wettkampfes und Zusage der Teilnahme im Drachenboot trainieren; mehr ließen berufliche Verpflichtungen nicht zu. Simuliert wurde da auch mit der Drachenbootabteilung des TVK in Kupferdreh-Essen das Tauziehen, somit das nahezu statische Paddeln auf der Stelle. Angebunden an einem Baumstumpf wurde versucht, über eine Belastungszeit von gut einer Minute alles aus sich herauszuholen. Unter anderem unter Anleitung von Angelika Gierig, die ehemals im Rennkajak erfolgreich war, nun aber Drachenboot-Trainerin in Kupferdreh ist. Völlig ungewiss und für alle nicht einzuschätzen war der Ausgang dieses Wettstreiten. Körperlich sicher den Hannoveranern überlegen, galt es für Hoff & Co. Aber in einer völlig ungewohnten Wassersport-Disziplin gegen die Routiniers anzutreten. Im Rennen ging beim Tauziehen dann die Formation Max Hoff, Jonas Ems, Max Rendschmidt, Tobias Bong, Kai Spenner, Fabian Kux, Torben Fröse und Joshua Kröck an den Start, lautstark angefeuert von Steuermann Tomasz Wylenzek. Pure Kraft war da am Werk, riesengroß der Wille, diese Herausforderung anzunehmen und den Titel nach Hause zu fahren. Liter um Liter schaugelten die acht ins Boot bei diesem Kraftakt. 15 Sekunden vor Ablauf der maximalen Fahrzeit von 90 Sekunden dann das erlösende Signal: die KGE-Herren hatten das Drachenboot-Team aus Hannover überraschen klar über die Mittellinie "weggezogen" und sich so den Titel des "Deutschen Meisters im Drachenboot-Tauziehen 2013" gesichert. Unbändiger Jubel im Boot signalisierte deutlich, wie groß die Anspannung gewesen war, diesen sportlichen Wettkampf für sich zu entscheiden. In die große Live-Show am 02. November schafften es die KGE-Herren aber dennoch nicht, denn das Publikum zog im abschließenden Voting drei andere von insgesamt sieben Meistern vor. "So war nun mal die Entscheidung. Aber wir haben uns bestens präsentiert und auch einen Riesenspaß. Und nun können wir uns auch wieder auf unseren eigenen Sport konzentrieren; ansonsten hätten wir wahrscheinlich “ wie wir Heino (Terporten) kennen - die nächste Zeit im Drachenboot verbracht" , trugen die beiden Frontmänner Max Hoff und Jonas Ems das Voting durchaus mit Fassung. Einen weiteren spektakulären Deutschen Meistertitel hatten sie mit ihrer Hintermannschaft auf jeden Fall eingefahren. Ganz zu schweigen von all der Erfahrung, einmal bei einer großen Fernsehshow mitgemacht zu haben.

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Landesstützpunktleiter Kanurennsport, Disziplingruppentrainer der Kajak-Herren LK im Landes Kanu-Verband NRW, Leitender Vereinstrainer, Vereinstrainer der Kajak-Herren LK, Trainer bei der KGE seit 1993

Christoph Steinkamp

Bundesnachwuchstrainer, Disziplingruppentrainer der Kajak-Herren Junioren im DKV und der Kajak-Damen im LKV, Leitung Talentzentrum, –sichtung und –förderung im Landesprogramm des LKV-NW, Vereinstrainer der Kajak-Damen LK, Trainer bei der KGE seit 2004

Mirko Wojdowski

Landestrainer des LKV-NRW, Disziplingruppen – und Vereinstrainer der Kajak-Herren Junioren im LKV und der KGE, Trainer bei der KGE seit 2014

Joaquin Delgado

• Disziplingruppentrainer der Kajak-Damen Junioren im LKV-NRW und Vereinstrainer der Kajak-männlichen Jugend, Trainer bei der KGE seit 2012

Marcel Böhm

Vereinstrainer der Schüler A, Trainer bei der KGE seit 2005

Annika Gierig

Disziplingruppentrainerin der Schüler im LKV-NRW, Erziehertrainerin am Sport- und Tanzinternat Essen, Koordinierende Vereinstrainerin der Schüler C & B und Anfänger

Anne Paeger

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Schüler C-, B- und Anfängertrainerin seit 2015

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Schüler C-, B- und Anfängertrainer seit 2014

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Schüler C-, B- und Anfängertrainerin seit 2017

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Duale Studentin beim DKV, zur Trainerausbildung seit 2018 bei der KGE, Derzeitig im Bereich Schüler A und Jugend tätig, sowie bei der Talentsichtung und Aushilfe bei den Schüler B

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