Sonntag, 15 Dezember 2019

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1.000m-Doppelsieg für Hoff & Rendschmidt Mit Sichtungsleistungen schaffen beide auch die EM-Norm

Duisburg: Beste Wasserbedingungen, tolles Wetter und super Leistungen am vergangenen Wochenende - die erste nationale Kanusichtung bot alles. Und am Ende auch mit positivem Ausgang für die KGE-Flotte. Je zwei Siege und zweite Plätze, dazu ein dritter Rang und 12 Top-Ten-Platzierungen sowie so manches individuelle Highlight “ es war ein sonniges Wochenende für die Essener KGE-Kanuten! Eine Bank waren einmal mehr im Mittelstreckenbereich die beiden "KGE-Maxe" , Max Hoff und Max Rendschmidt. Nachdem beide schon über 500m hinter dem 2013-Weltmeister Tom Liebscher (Dresden) auf Rang drei bzw. zwei eingefahren waren, sorgten sie auf der olympischen Distanz von 1.000m wie schon im Vorjahr erneut für einen Doppelerfolg. Das Maß aller Dinge auf nationaler Ebene war einmal mehr Max Hoff. Bestens präpariert, symbolisierte er im gelben Trikot und gelbem Boot auch optisch den Spitzenfahrer. Und gewann am Ende souverän das 1.000m-A-Finale mit vier Sekunden Vorsprung. Am beste folgen konnte ihm noch Vereinspartner Max Rendschmidt als Zweitplatzierten. Keine Frage, dass sich die beiden KGEer nach dem Rennen bestens gelaunt zeigten. "Das war mein erstes 1.000m-Rennen in diesem Jahr; und dafür schon ganz gut. Aber ich werde fleißig weiter üben. Der Max (Rendschmidt) ist wirklich gut gefahren und hat lange richtig Stress gemacht. Ich musste mich schon anstrengen “ Kompliment" , richtete der Champion lachend seinen Blick auf den jüngeren Max. Und der zeigte sich auch wahrlich nicht unzufrieden. "Ich hätte nicht gedacht, dass es nach den harten Rennen zuvor so gut läuft und ich ein ganzes Stück mit Max (Hoff) mitfahren kann. So kann es weitergehen" , erklärte Rendschmidt ebenso strahlend. Schon nach dem 500m-Finale festgestanden, dass die beiden KGEer die verbandsinterne Norm und EM-Qualifikation geschafft hatten, wie Chef-Bundestrainer Reiner Kießler später bestätigte. Bereits in zwei Wochen sind nun beide bei den kontinentalen Titelkämpfen in Racice/Tschechien am Start: Hoff im Einer und Rendschmidt mit Verbandspartner Marcus Groß (Berlin), der die Norm ebenfalls "Knackte" im Zweier. Für eine weitere positive Überraschung sorgte erneut David Schmude, der sich wie schon über 500m auch auf der doppelten Distanz ins A-Finale fuhr und sechster wurde. Und eindrucksvoll auf sich aufmerksam machen konnte Frederik Illtz in seinem ersten Leistungsklasse-Jahr mit einem starken B-Finale über 1.000m. Um Ende konnte auch Kai Spenner wieder lachen. Nachdem er über 1.000m das A-Finale mit nur 5/100 Sekunden verpasst hatte, fuhr er mit Wut im Bauch ein bärenstarkes B-Finale und siegte hier deutlich. "Unsere beiden absoluten Leistungsträger Max Hoff und Max Rendschmidt haben sich bestens präsentiert. Schön, dass sie dabei auch den Sprung zur EM geschafft haben. Eine gute Leistung nach viel Pech im Vorjahr kann ich auch David Schmude bescheinigen; für mich einer der Shooting-Stars dieser Veranstaltung. Und "Fredi" Illtz gehört sicher ebenso zu den positiven Überraschungen und dürfte nun sogar auf U23-Kurs liegen. Erfreulich, dass ferner Kai Spenner noch punkten konnte. Leider aber blieb krankheitsbedingt Robert Gleinert nicht im Bereich seiner Möglichkeiten" , zog Trainer Robert Berger grundsätzlich positive Bilanz. "Alles liegt zur Sichtungshalbzeit im grünen Bereich" . Schon Mitte dieser Woche geht es für Max Rendschmidt zur Vorbereitung auf die EM nach Kienbaum, um mit Marcus Groß einige Mannschaftsboot-Einheiten zu absolvieren Nur die Vorjahres-Medaillengewinner bei EM und WM konnten sich am Wochenende für die EM qualifizieren; geschafft haben dies 10 Aktive, die sich nun die zweite Sichtung sparen können

KGEer nehmen erste Sichtungs-Hürden

Duisburg: Es war das erwartet spannende Kanu-Wochenende an und auf der Duisburger Wedau. Das erste große Stelldichein der nationalen Elite im Kampf um die Nationalmannschaftsplätze gab einen eindrucksvollen Vorgeschmack auf die Highlights. Erste Weichen in die richtige Richtung stellen konnten die Aktiven der KG Essen, die sich vielfach in die A-Finals fuhren und Top-Platzierungen erzielten. Die ersten Entscheidungen auf der Wedau fielen im Sprintbereich. Und hier konnte am Ende Jonas Ems eine gute Bilanz ziehen, wobei er nach dem ersten Endlauf am Samstagabend noch etwas zwiegespalten war. Hinter Ronald Rauhe (Potsdam) und Tom Liebscher (Dresden) hatte sich der junge Max Lemke (Mannheim) als dritter noch vor Ems geschoben. "Grundsätzlich bin ich zufrieden mit dem Rennen, mit der Platzierung aber nicht so ganz. Offensichtlich hat die Erkältung im Vorfeld doch ihre Spuren hinterlassen" , so Ems. Im zweiten 200m-Finale konnte Jonas dann einen drauf setzen und sich verbessert präsentieren. In Abwesenheit von Rauhe und Liebscher, die nach ihrem Vortages-Erfolg schon "durch waren" , siegte er vor Max Lemke. "Das war wieder ein schönes Rennen. Auch der Start war dieses Mal in Ordnung. Da laut Reglement die beste Platzziffer beider Rennen zählt, habe ich nun auch eine "1" stehen. Jetzt kann ich voll motiviert in die zweite Sichtung in drei Wochen gehen" . Stark auch Rang vier von Christopher Weiland in diesem A-Finale. Ein guter Einstand gelang bei den Herren auch Max Hoff und Max Rendschmidt. Ohne Probleme fuhren sich beide in die A-Finals über 500m und 1.000m. Wobei zunächst der Endlauf über den halben Kilometer anstand. Im Ziel lag dann Max Rendschmidt auf Rand zwei, dicht gefolgt von Max Hoff auf Platz drei. Schneller war hier nur der 500m-Weltmeister von 2013 Tom Liebscher aus Dresden. Ein mehr als gelungener Auftakt für die beiden "Maxe" . Und erfreulich auch die Finalteilnahme und Platz sieben von David Schmude in dem Elitefeld. Im Ziel hatte Max Rendschmidt mit geballter Faust signalisiert, dass er mit diesem Auftakt zufrieden war. Ebenso wie Max Hoff. "Platz drei war für mich über 500m das Machbare. Dass Max Rendschmidt und Tom Liebscher vor mir lagen, geht voll in Ordnung. Besser machen will ich es immer, aber meine Stärke kommt ja über 1.000m noch" . Auch vorbehaltlich der noch ausstehenden 1.000m-Entscheidungen zeigte sich Herrentrainer Robert Berger schon zu diesem Zeitpunkt zufrieden mit den Ergebnissen und hob als positive Überraschung Frederik Illtz hervor, der sich in seinem ersten Leistungsklasse-Jahr bärenstark zeigte und über beide Strecken ins die B-Finals fuhr und sogar Kurs auf den U-23 Bereich nahm. Bei den Damen konnte Anna Kowald auf ihrer Spezialstrecke punkten. Sie fuhr sich ins A-Finale; ebenso wie KGE-Neuzugang Katharina Köther. Mit Platz vier ausschließlich hinter Nationalmannschaftsfahrerin Sabine Volz (Karlsruhe) und den beiden Olympiasiegerinnen Tina Dietze (Leipzig) und Franziska Weber (Potsdam) fuhr sie auf einen starken vierten Platz. "Anna hat über 200m ihre Vorjahres-Leistungen bestätigt und sich hier als beste U23-Starterin erwiesen" , so Damentrainer Christoph Steinkamp. Ihr dürfte nun die zweite Sichtung entgegen kommen, bei der die 200m zweifach auf dem Programm stehen. Auf Rang neun fuhr Katharina Köther ein. Über 500m lagen beide im B-Finale auf den Plätzen fünf und vier. Unter die Top-Ten bei den Juniorinnen fuhr sich Pia Reineck als neunte der Gesamtwertung. Und KGE-Neu-Junior Michael Lettmann konnte als Gesamt-13. durchaus zufrieden sein.

Kanu-Saisonvorbereitung läuft auf Hochtouren mit Jubiläumsfahrt nach Florida

Dem Winter entfliehen “ lautet derzeit die Devise der deutschen und auch Essener Spitzenkanuten. Denn auch, wenn sich die Sonne zwischendurch immer mal blicken lässt, bieten Minustemperaturen am Morgen und Abend sowie ungünstige eisige Ostwinde wahrlich keine optimalen Trainingsbedingungen für die Wassersportler. Und so heißt es im langen Winter immer mal wieder dem Winter zu entfliehen und in wärmere Gefilde auszuweichen. Nachdem bereits Ende vergangenen Jahres ein erstes Warmwassertrainingslager teils in Kalifornien, teils in Florida absolviert wurde, und anschließend in St. Moritz auf Langlaufskiern Kondition getankt wurde, ist derzeit erneut der der Sonnenstaat Florida im Südosten der USA eine wichtige Stationen der Kanuten im Rahmen der intensiven Vorbereitung auf die anstehende Saison. Bereits zum 25. Mal zieht es in diesem Jahr die Essener Kanuten im Frühjahr in den "sunshine state" “ mehr als ein Beleg für die tollen Bedingungen vor Ort. De facto auf Hochtouren läuft somit die Saisonvorbereitung. Denn gerade diese vorolympische Saison hat es in sich, geht es bei den Weltmeisterschaften doch schon um die sogenannten Quotenplätze (d.h. Startplätze) für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro/Brasilien. Zeitgleich absolvieren derzeit in Indian Harbor Beach/Florida, seit 25 Jahre fast die zweite Heimat der KGE-Kanuten, nahezu alle deutschen Top-Paddler ein immenses Pensum. Nicht unweit voneinander entfernt, sind einmal die Spitzenfahrer des Essener Bundesleistungszentrums unter der Leitung von Robert Berger und zum anderen unter der Leitung von Herren-Sprint-Bundestrainer Arnd Hanisch einige Nationalmannschaftfahrer des Deutschen Kanu-Verbandes. Somit trainieren derzeit in Florida Neben Max Hoff, Max Rendschmidt, Jonas Ems und Kai Spenner auch Fabian und Niklas Kux Denn schon Mitte April steht die erste Verbandssichtung im Hinblick auf die internationalen Saisonhöhepunkte auf dem Programm. Und bis dahin sollte "so mancher" Wasserkilometer hinter den ambitionierten Paddlern liegen. Wassertraining hierzulande ist aber ab November kein Zuckerschlecken; die absolut erforderlichen Wasserkilometer können kaum störungsfrei absolviert werden. In Florida aber können nun drei Wochen Grundlagentraining mit drei bis vier Einheiten täglich, unter optimalen klimatischen Bedingungen abgeleistet werden. Und auch, wenn das Arbeitspensum in Übersee weit von einer Urlaubsaktivität entfernt ist, gelingen alle anstrengenden Aktivitäten dort doch weitaus besser als hierzulande. "Froh, endlich aus den Paddelhandschuhen heraus zu sein, die etwas vor dem eisigen Wind schützen" , war vor der Abreise nicht nur Kai Spenner. Alle freuten sich einmal mehr auf Indian Habor Beach, dass offensichtlich auch im 25. Jubiläumsjahr nichts von seinem Reiz eingebüßt hat. Wichtige Stationen der Saison: - Mitte April “ erste Verbandssichtung - 1.-3.5. EM in Racice/Tsch 8.-10.5. zweite Verbandssichtung - 22.-24.5. Weltcup Duisburg - 29.-31.5. Weltcup Kopenhagen - 14.-16.6. European Games Baku - 24.-26.7. Jun- und U23-WM - 19-23.8. WM Mailand - 26.-30.8. DM München

KGE-Herren gewinnen Vierermarathon in De Rijp/NL; auch Juniorinnen erfolgreich

Es ist immer wieder ein Oktober-Klassiker: die offene Niederländische Meisterschaft im Vierermarathon über 25 Kilometer von De Rijp, in diesem Jahr nun schon zum 29. Mal ausgetragen. Neben Verbandsmannschaften aus Belgien, Deutschland und den gastgebenden Niederlanden auch für die KG Essen schon lange Tradition, bei diesem Wettkampf nach Ende der Wettkampfsaison und vor Beginn des Wintertrainings an den Start zu gehen. Überaus erfolgreich, wie bislang 19 Siege der Herrenmannschaft eindrucksvoll unterstreichen. Da wird alljährlich überlegt, wer die besten Ausdauerspezialisten sind, wer diese ungewohnt lange Distanz bewältigen kann. In diesem Jahr waren es dann Max Rendschmidt als Schlagmann, die Brüder Fabian und Niklas Kux sowie Max Hoff auf Platz vier im Boot, die mit Ambitionen auf den Sieg auf die 25km-Strecke gingen. Einmal mehr überzeugte Max Rendschmidt in seiner Rolle als Schlagmann, der seine Crew sicher über die Strecke führte und mit furiosem Start und gezielten Zwischenspurts den Grundstein zum Sieg legte. Ohne einmal in Bedrängnis geraten zu sein, fuhr das KGW-Quartett in der Zeit von 1.35,48 Stunde einen souveränen Sieg nach Hause. Mit 2, 44 Minuten Rückstand kam der Vierer Mit Stefan Ulm, Robert Gleinert, Kostja Stroinski (alle Berlin) und Lukas Reuschenbach (Oberhausen) ins Ziel. "Das war schon mehr als eine eindrucksvolle Vorstellung der Essener und frustrierend für so manches Verfolgerboot, noch weit vom Wendepunkt entfernt unterwegs gewesen zu sein, als einem das Siegerboot schon entgegen kam" , brachte einer der Konkurrenten die KGE-Dominanz auf den Punkt. Und mit Julia von Döhren und Britta Wirtz konnten sich zwei weitere KGEerinnen in die Siegerliste eintragen. Gemeinsam mit Caroline Arft (Rheydt) und Katharina Köther (Oberhausen) gelang ihnen im Viererrennen der Juniorinnen über 15 Kilometer mit über sechs Minuten Vorsprung vor zwei niederländischen Booten ebenfalls eine ganz überzeugende Fahrt. Spaß hatten alle trotz der Marathon-Strapazen dann noch einmal bei der Siegerehrung. Denn auch das ist Tradition in die Rijp: für die Sieger gibt es immer einen Beutel Tulpenzwiebel!

Bronze für Pia Reineck bei Olympic Hope Games

Piestany: Bei den Deutschen Meisterschaften hatte Pia Reineck in ihrem ersten Juniorenjahr mächtig auf sich aufmerksam machen können; speziell mit ihren beiden DM-Titelgewinnen als Schlagfrau des 200m- und 500m-Viererkajaks; zudem mit Teilnahmen in Einer-A-Finals. Ergebnisse, die den Deutschen Kanu-Verband veranlassten, auch Pia Reineck zu den Olympic Hope Games in Piestany (Slowakei) einzuladen, einer immer hochkarätig besetzten internationalen Nachwuchsregatta. In diesem Jahr schickten insgesamt 28 Nationen genau 549 Teilnehmer in die Rennen; 1248 Meldungen wurden abgegeben. Darunter sicher so manche Weltmeister und Olympiasieger von morgen. Mit 9 Starts bei 4 Hauptrennen hatte die junge KGEerin ein stattliches Programm in Piestany zu bewältigen “ am Ende mit durchaus respektablem Erfolg bei ihrem ersten großen internationalen Event überhaupt. Im Zweierkajak über 200m stand sie mit Carolin Müller (Böckingen) sogar auf dem Treppchen. Hinter den Ungarinnen und dem Boot aus Polen fuhren reineck-Müller als dritte über die Ziellinie, knapp vor dem Boot aus Tschechien. Womit die beiden jungen DKV-Fahrerinnen einen Beitrag dazu geleistet haben, dass der Deutsche Kanu-Verband in den Nationenwertung hinter den mit 36 Gold- 24 Silber- und 13 Bronzemedaillen souverän führenden Ungarn und hinter Frankreich (7/5/2) den dritten Platz (4/4/11) belegte. Stark auch Pias Auftritt im 500m-Einerkajak. Hier schaffte sie den Einzug ins A-Finale und belegte am Ende Platz sieben. Nur knapp verfehlte sie als vierte im 1.000m-Zweier einen weiteren Podest-Platz; Platz fünf im 500m-Vierer ergänzte die Final-Bilanz.

Starke KGE-DM-Bilanz

Hamburg: Sie konnten die Heimreise von den Deutschen Meisterschaften in Hamburg nach Essen bestens gelaunt antreten; die KGE-Kanuten und ihre Trainer. Denn nach den schon überzeugenden Resultaten auf der 200m, 500m, und 1.000m-Distanz vermochten sie auch auf der langen Strecke von 5.000m zu überzeugen. Noch einmal kamen drei Meistertitel, drei Vizemeisterschaften und eine Bronzemedaille hinzu. Was eine Gesamtausbeute von 13 Meisterschaften, 13 Vizemeisterschaften und 8 Bronzemedaillen ausmacht. "Gut gemacht, meine Gratulation an Alle" , gab auch KGE-Vorsitzender Dr. Bernhardt Görgens telefonisch durch. "Ich weiß auch nicht, was wir gemacht haben. Wir haben gewonnen, und das mit so einem Abstand" , schien sich die Jugendliche Lisa Oehl fast entschuldigen zu wollen für ihren souveränen Titelgewinn. Nach dem sie schon als Schlagfrau des 500m-Vierers Meisterin geworden war, führte sie auch den Langstreckenzweier mit Pia Engelhardt (Lünen) zu Gold. Und sorgte so für einen mehr als optimalen KGE-Auftakt bei den Langstreckenentscheidungen. Nur wenig später lagen die Jugendlichen Niklas Petri und Benjamin Mohajer völlig ausgepumpt am Steg und nahmen die ersten Gratulationen noch liegend entgegen. "Ich spüre meine Arme gar nicht mehr, auch die Beine sind völlig fest" , machten beide deutlich, dass sie ans Limit gegangen waren. Ein Aufwand, der sich lohnte und mit der Vizemeisterschaft belohnt wurde. Anschließend war es Frederik Illtz, der strahlte. Im NRW-5.000m-Viererkajak hatte er sich ebenfalls eine Silbermedaille gesichert. Abschließend waren es einmal mehr die Herren Leistungsklasse, die Akzente setzten. Im Zweierkajak schenkten sich gleich mehrere NRW-Boote mit KGE-Beteiligung nichts. Am Ende hatten nach hartem Fight Fabian Kux und David Schmude die Bootsspitze vorn vor Niklas Kux und seinem NRW-Partner Lukas Reuschenberg (Oberhausen) und vor Kai Spenner und Torben Fröse. Der goldene Abschluss war dann noch einmal Max Hoff vorbehalten, der das Einerrennen über 5.000m sicher für sich entschied. Und sich damit seine vierte Meisterschaft in Hamburg holte. Mit dieser Bilanz war er nicht nur der erfolgreichste Essener, sondern mit Franziska Weber (Potsdam) auch der erfolgreichste Teilnehmer in der Leistungsklasse, gefolgt von Max Rendschmidt mit drei Titeln. Alles in allem eine Meisterschaft für die Essener, die deutlich erfolgreicher war als im Vorjahr (9/9/7) und die einige Highlights aufweisen konnte.

Titel- und Medaillenflut für KGE-Kanuten bei DM

Hamburg: "Atemlos" von Helene Fischer schallte es am Samstagabend durch das große Verpflegungszelt der KG Essen. Extra aufgelegt von den Aktiven für Herren-Trainer Robert Berger und sicher auch für seine Mitstreiter. Eine symbolische "Geste" , die für die beiden Finaltage sprach. Denn vorbehaltlich der noch ausstehenden Langstreckenendscheidungen, war es in der Tat ein atemloses Wochenende. Bis zu diesem Zeitpunkt gingen 10 Titel, 10 Vizemeisterschaften und 7 Bronzemedaillen an die KGE-Kanuten. Ein neuer Rekord der DM-Bilanzen! "Ja, das war bislang ein schönes Wochenende, besser als erwartet. Da haben viele Boote einfach Spaß gemacht. Eine tolle Vorstellung der gesamten Mannschaft" , war Herrentrainer Robert Berger voll des Lobes. Auch über seine Truppe, die eine brillante Vorstellung abgeliefert hatte. Da fuhr Max Hoff, der noch vor knapp zwei Wochen bei der WM in Moskau für sich eher enttäuscht hatte, im 1.000m-Einerfinale ein souveränes Rennen und wurde am Ende ganz deutlich Deutscher Meister. Direkt im Ziel signalisierte seine Geste "ich kann es doch" . Und hinter ihm sicherte sich Max Rendschmidt die Vizemeisterschaft. Ebenso wie über 500m, wo Hoff dritter wurde. "Mit dem 1.000m-Rennen bin ich sehr zufrieden; hier lief es sicher besser als auf der WM" , kommentierte Max Hoff später. Und auch Max Rendschmidt strahlte über seine beiden Einer-Vizemeisterschaften, denn "über 1.000m hinter Max Hoff zweiter zu werden, ist toll. Der ist einfach eine Hausnummer und großes Vorbild" . Gemeinsam gingen die beiden Maxe dann im Zweier über 1.000m an den Start und fuhren hier als Deutsche Meister über die Ziellinie. Die größte Konkurrenz kam dabei aus dem eigenen Lager: Vizemeister wurden Niklas Kux mit Lukas Reuschenbach (Oberhausen), Bronze ging an Fabian Kux mit David Schmude. Drei NRW-Boote mit fünf KGEern auf dem Treppchen war eine überragende Vorstellung, "die zeigt, was für eine 1.000m-Truppe wir sind" , formulierte Rendschmidt. Das i-Tüpfelchen kam für ihn dann noch im 1.000m-Vierer. Als Schlagmann führte er Kai Spenner, Torben Fröse und Max Hoff zum Titel. "Im Vorfeld als klare Favoriten gehandelt, haben wir doch alles gegeben, nachdem die anderen im Zweier gezeigt haben, wie gut sie drauf sind. Die letzten Meter waren pures Adrenalin, vorne zu liegen" , so Rendschmidt. Und tatsächlich hatten Fabian und Niklas Kux sowie David Schmude und Lukas Reuschenbach den Favoriten alles abverlangt und sich Silber gesichert. Auch das war stark. Anschließend machte Max Hoff auf einen persönlichen Rekord aufmerksam, der einmalig ist. Es war in Hamburg das fünfte Mal in Folge, dass er alle drei 1.000m-Rennen (Einer, Zweier, Vierer) gewann. "Ja, das ist schon eine starke Serie und cool. Und die 7 mach ich mit den anderen noch voll" , gab er zugleich einen Ausblick auf die kommenden Jahre. Mit sich im Reinen war auch Sprinter Jonas Ems, der im 200m-Einer hinter den Saisonbesten Tom Liebscher (Dresden) und Ronald Rauhe (Potsdam) dritter wurde. Großer Jubel dann im 200m-Vierer. Im schnellsten aller Rennen führte Jonas Ems als Schlagmann Max Rendschmmidt, Joshua Kröck und Christopher Weiland zum Sieg. Dann waren es die Herren-Junioren und männliche Jugend, die richtig abräumten. "Für mich als Trainer in meinem ersten Jahr eine wahnsinnige Geschichte. Nie hätte ich mit 2 Titeln und je 4 Silber- und Bronzemedaillen gerechnet. Ich bin froh, mit so einem Team zu arbeiten" , war Disziplin-Trainer Joaquin Delgado begeistert von seinen Jungs. Nachdem Junior Frederik Illtz im 500m-Einer schon Bronze gewann, wurden Lukas Decker und Philipp Neu Vizemeister im 200m-Zweier; ebenso wie Johann Zell und Philipp Neu im 200m-NRW-Vierer und Frederik Illtz im 500m-NRW-Vierer. Bronze ging dann noch an Decker-Illtz im 200m-Vierer und "Fredi" Illtz im 1.000m-NRW-Vierer. Eine Junioren-Vorstellung, wie sie besser nicht hätte sein können. Grund zu Jubeln hatten auch die Jugendlichen. Allen voran Niklas Petri, der Deutscher Meister im 200m-Einer wurde. "Ich wusste schon, dass ich gut 200m fahren kann, hatte aber etwas Angst vor einem verhauenen Start. Aber es hat ja super geklappt" , so der junge Meister. Der auch als Schlagmann im 500m-Vierer mit Benjamin Mohajer einen tollen Job machte und mit Robin Heinecke (Holzheim) und Sebastian Lück (Oberhausen) Meister wurde. Ganz stark auch die Vorstellung von Petri-Mohajer im 500m-Zweier. Hier erkämpfte sich das Duo eine Silbermedaille. Diesen Erfolgen stand in keiner Weise der weibliche KGE-Nachwuchs nach, der laut Disziplin-Trainer Christoph Steinkamp "ein ganz starkes Wochenende hinlegte" . In ihrem ersten Juniorenjahr überzeugte Pia Reineck auf breiter Ebene. Nach starken Ergebnissen in zwei Einerfinals führte sie als Schlagfrau die NRW-Vierer über 200m und 500m gleich zweifach zur Deutschen Meisterschaft. Sie qualifizierte sich damit auch für die Olympic Hope Games und wird dort ihre ersten internationalen Einsätze haben. Dann war es Sina Schrader, die im 1.000m-NRW-Zweier mit Carina Fileccia (Oberhausen) sensationell den Sieg einfuhr. Und noch Bronze im 500m-Vierer gewann. Ihre Qualität als Schlagfrau stellte auch die erst 15-jährige Jugendliche Lisa Oehl unter Beweis. Sie führte den vermeintlich schwächeren NRW-Vierer zu Gold. Im Silber-Vierer saß dann noch Britta Wirtz. Neben diesen Medaillenplatzierungen gab es viele weitere starke Finalplatzierungen. Wie unter anderem von Anna Kowald, die als vierte im 200m-Einer nur ganz knapp mit 7/100 Sekunden an einer Medaille vorbei fuhr, ausschließlich hinter WM-Teilnehmerinnen.

Langstreckensilber für Max Hoff

Rendschmidt zweimal Vierter Moskau: Was für eine Kanu-WM in Moskau. Mit "Licht, aber auch Schatten" , wie Thomas Konietzko, Präsident des Deutschen Kanu-Verband es formulierte. "Unsere Erwartungen waren andere. Mit wenigen Ausnahmen haben alles in allem die Enttäuschungen überwogen" , so Konietzko nach den entscheidenden Finals. Auch die vier KGE-Teilnehmer in der deutschen Flotte und ihre Betreuer mussten dieses mal so manche Enttäuschung hinnehmen. Als einer der ganz großen Mitfavoriten war Max Hoff in diese WM gegangen. Aber so richtig sollte es nicht seine WM werden. Zwar fuhr er sich über 1.000m und 500m gleich zweifach in die Finals, musste aber als neunter in seiner Paradedisziplin, der olympischen 1.000m-Strecke, ein bitteres Ergebnis hinnehmen. "Das war ein bescheidenes Rennen. Das geht klar besser. Die Siegerzeit kann ich auch fahren, konnte es aber hier nicht. Da ist wohl momentan der Wurm drin. Mir ist das Vermögen abhandengekommen, auf der Strecke mitzufahren. Aber das Ergebnis ist kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Denn ich kann es besser. Das wissen alle und das weiß vor allem auch ich. Aber vielleicht ist so ein Ergebnis auch gut, um zu überlegen, was man ändern und besser machen kann" , zeigte sich Max Hoff enttäuscht und gefasst zugleich. Und er machte deutlich, dass er auf der wenige Stunden später folgenden 5.000m-Strecke noch einmal versuchen wollte. Und diese Distanz sollte zumindest zu einer kleinen Entschädigung sorgen, denn hinter dem australischen Titelverteidiger Ken Wallace wurde Max Hoff Vize-Weltmeister. " Jetzt hab ich wenigstens meine Medaille. Da bin ich schon froh, besonders nach den 1.000m. Mit der ganz großen Freude ist es aber schwierig. Ich muss erst einmal in Ruhe alles analysieren" . Zunächst aber stand am Folgetag noch das 500m-Finale an. "Jetzt kann es über 500m nur noch besser laufen als über 1.000m. Wer hätte das gedacht" , übte sich Max Hoff in Galgenhumor. Am Ende wurde er achter. "Ein Wochenende zum Abhaken. Ich komme derzeit einfach nicht vom Fleck. Heute hat sich fortgesetzt, was gestern schon nicht lief. So ein Wochenende hab ich selten erlebt. Ich hab eine enttäuschende Leistung abgeliefert, und das tut mir leid" , war Hoff total geknickt. Als Titelverteidiger waren im 1.000m-Zweierkajak auch Max Rendschmidt und Marcus Groß (Berlin) ins Finale gegangen. Auch sie gaben alles, aber auch sie fuhren an den Medaillen vorbei. Platz vier in diesem Weltklassefeld kann aber als mehr als achtbares Ergebnis bezeichnet werden. "Ich war schon sehr nervös vor dem Rennen und hab schlecht geschlafen. Es muss an so einem Tag alles passen, sonst ist man schnell raus aus den Medaillenrängen, das habe ich schon im Vorfeld gesagt" , kommentierte der erst 20-jährige später. "Die anderen haben sich unserem Blitzstart angepasst und lassen sich nicht mehr so überraschen. Und unser Finish war heute nicht ausreichend. Die anderen wollten uns ärgern, und das ist ihnen gelungen" , ergänzte Hintermann Groß. Und beide machten deutlich, dass solche vermeintlichen Niederlagen dazu gehören, um als noch junges Boot gestärkt die nächsten Jahre anzugehen. Auch über 500m fuhren beide später ein bärenstarkes Rennen, aber auch hier als vierte knapp an einer Medaille vorbei. "Nun wissen wir, wo wir stehen. Wir müssen weiter an uns arbeiten" , richteten beide den Blick anschließend schon wieder voraus. Wie schon in der ganzen Saison verlief auch diese WM für Kai Spenner und den deutschen 1.000m-Vierer mehr als enttäuschend. Erst verpassten Martin Hollstein (Neubrandenburg), Maartin Schubert (Friedrichshafen), Marius Radow (Potsdam) und Kai Spenner das A-Finale, dann lief es auch im B-Endlauf nicht optimal. Das Boot kam als vierter und somit Gesamt-Dreizehnter ein. Einen schweren Stand hatte Jonas Ems im 200m-Einerkajak. Als sechster in seinem Halbfinale verpasste auch er das A-Finale klar. Ihm fehlte erneut die Sekunde zur absoluten Weltspitze, die schon im Laufe der Saison gefehlt hatte. Das könnte und sollte sich ändern, wenn Jonas Ems ab Herbst seine Ausbildung bei der Essener Feuerwehr abgeschlossen hat, die viel Zeit und Energie gekostet hat, die Jonas aber auch gewissenhaft absolvieren wollte. Zum Abschluss stand für Jonas Ems dann noch die 4 x 200m-Staffel mit Ronald Rauhe (Potsdam), Tom Liebscher (Dresden) und Martin Schubert (Friedrichshafen) an. Hier konnte das Quartett das Finale erreichen. Am Ende kam das Quartett im Finale dann als fünfter in dem hochkarätig besetzten Sprinterfeld ein.

Hoff und Rendschmidt im Finale

Moskau: Die Kanurennsport-Weltmeisterschaften in Moskau laufen. Nach einem kurzweiligen und bunten Programm mit traditionellen Elementen wie Ballett und Folklore, teils modern, teils rockig aufbereitet, hatte der russische Ministerpräsident Dmitri Anatoljewitsch Medwedew am Mittwochabend die Welttitelkämpfe eröffnet, übrigens die erste Kanu-WM in Moskau überhaupt. Seit gestern sind es die Aktiven aus 70 Nationen, die es auf dem Wasser rocken lassen. Dabei mit ihren ersten Einsätzen auf der 1.000m-Strecke waren auch Max Hoff im Einer und Max Rendschmidt mit seinem Berliner Partner Marcus Groß im Zweier. Ohne große Probleme überstanden beide die erste Runde der Vorläufe. Dann standen jeweils vier Halbfinals an. Und hier ging es schon ganz anders zur Sache. Nur die jeweils beiden schnellsten und das zeitschnellste dritte Boot qualifizierten sich für die Finals am Samstag. Und in denen stehen auch Max Hoff und Max Rendschmidt! Zunächst war es Max Hoff, der sich mit einem Halbfinalsieg in den WM-Endlauf einzog. Aber schon dieses Halbfinale war alles andere als ein Spaziergang und bot einen ersten Vorgeschmack auf das große Finale. Nicht nur Max Hoff musste schon in diesem Qualifikationsrennen an seine Grenze gehen; alle Finalisten gaben alles. Am Steg war dann für Hoff erst einmal Durchatmen angesagt; die Hürde war genommen. Und Dehnen der Arme; wie auch bei den meisten Konkurrenten ein Zeichen für ein hartes Rennen. Etwas entspannter ging es wenig später für Rendschmidt-Groß zu. Bis kurz vor dem Ziel auf einem ungefährdeten zweiten Platz liegend, zogen sie mit dem ihnen eigenen unwiderstehlichen Endspurt noch an den bis dahin führenden Weißrussen vorbei, die immerhin im Vorjahr bei der WM in Duisburg Vizeweltmeister hinter dem deutschen Duo wurden. "Wir haben uns schon gedacht, dass es eng wird. Und es wurde ein spannendes Rennen. Am Ende sind wir noch mal etwas schneller gefahren und vorbei gezogen" , kommentierte Max Rendschmidt. Als Sieger des Halbfinals zogen beide natürlich auch sicher in das Finale ein. Das gegenseitige Abklatschen nach dem Ziel war einmal mehr untrügliches Zeichen, dass sie mit ihrem Auftritt zufrieden waren. Heute nun greifen auch Kai Spenner und Jonas Ems in das WM-Geschehen ein. Während für Spenner im Viererkajak über 1.000m der Vorlauf ansteht, geht Ems im 200m-Einer an den Start.

WM in Moskau mit KGE-Quartett und Trainer Hanisch

Acht Einsätze für KGEer Moskau: "Ich kann es gar nicht abwarten, wieder Rennen zu fahren" erklärt Max Hoff auf seiner Homepage. Er fiebert dem "größten und wichtigsten Event" der Saison entgegen “ den Kanu-rennsport-Weltmeisterschaften in Moskau, die von Donnerstag bis Sonntag auf der in den letzten vier Jahren stark modernisierten Wassersportanlage "Krylatskoye" , der Olympiastrecke von 1980, ausgetragen werden. Aber nicht nur Max Hoff blickt den Welttitelkämpfen erwartungsvoll entgegen, auch Max Rendschmidt, Kai Spenner und Jonas Ems sind froh, dass es endlich losgeht. "Die letzten zwei Wochen Vorbereitung in Kienbaum liegen hinter den Aktiven und die Saison ist für alle nun schon recht lang" , machte auch Sprint-Bundestrainer Arndt Hanisch kurz vor dem Abflug nach Moskau deutlich, dass die gesamte deutsche Kanu-Flotte den ersten WM-Startschuss und das ganz große internationale Kräftemessen herbeisehnt. Und das wird es in sich haben; nahezu 70 Nationen schicken ihre besten Kanuten in die Rennen. Ein Riesenprogramm hat Max Hoff in "Krylatskoye" zu bewältigen. Er geht im Einerkajak über 1.000m, 5.000m und 500m an den Start. Sein Hauptaugenmerk liegt dabei natürlich auf der olympischen 1.000m-Distanz. Und hier geht er von allen Konkurrenten als der mit der besten Vorleistung in die WM. Drei Weltcupsiege bei drei Weltcupstarts sprechen für den Vorjahres-Weltmeister. Der aber bei der EM in Brandenburg vor vier Wochen nach einem "seiner schlechteren Rennen" die Bronzemedaille gewann. "Es ist in den letzten Wochen wieder ganz gut gelaufen, besser als bei der EM. Und ich sollte schon die Chance haben, bei der Vergabe der Medaillen mitreden zu können" , machte der Champion seine Zielsetzung deutlich. "Dass Max Hoff im Normalfall als Mitfavorit ins Rennen geht und, wenn alles gut läuft, auch seinen Titel verteidigen kann" , hofft auch Heimtrainer Robert Berger. Nicht am Veranstaltungsende wie üblich, sondern nach den 1.000m-Finals am Samstagabend, stehen die 5.000m-Langstreckenrennen an. Und einmal mehr könnte es hier auf Hoff`s Lieblingsstrecke zu einem harten Fight mit weiteren Langstreckenspezialisten wie Aleh Yurenia (Weißrussland) und dem Australier Ken Wallace kommen. "Mal schauen, ob Kenny dieses Mal für mich zu knacken ist" , freut sich Hoff auf dieses WM-Rennen. Dann gilt es für Max Hoff, "die Nacht gut zu überstehen und sich so gut wie möglich zu erholen “ hoffentlich für das 500m-Finale am Sonntag" . Hoff vertritt hier den noch amtierenden Weltmeister Tom Liebscher (Dresden), der sich aber auf den 200m-Zweier konzentriert und zeitlich bedingt auf einen 500m-Start verzichtet. "Ich werde natürlich versuchen, Tom so würdig es geht zu vertreten, aber schon ins Finale zu kommen, wird eine schwere Aufgabe sein" , so Hoff. Dann ist es Max Rendschmidt, der mit Marcus Groß (Berlin) im Zweierkajak über 1.000m und 500m antritt. Und die Erfolgsstory des jungen Duos soll möglichst auch in Moskau weitergehen. Denn nach dem sensationellen Gewinn des WM-Titels über 1.000m im Vorjahr haben Rendschmidt-Groß nicht zuletzt mit einem Weltcupsieg und dem EM-Titel in diesem Jahr eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass erneut mit ihnen zu rechnen ist und sie bei der Vergabe der Medaillen ein ernstes Wörtchen mitreden können. "In den Zweiern ist alles enger zusammen gerückt als noch im Vorjahr. Aber die beiden haben es sicher drauf, um die Medaillen und auch den Titel mitzufahren" , zeigt sich Robert Berger durchaus zuversichtlich. Mit Platz sieben über 500m bei der EM nicht ganz zufrieden, werden die beiden auch über den halben Kilometer versuchen, ins WM-Finale vorzufahren und dort dann noch einmal alles zu geben. An die Regattastrecke von Moskau dürfte Max Rendschmidt auf jeden Fall gute Erinnerungen haben, gelang dem 20-jährigen dort doch vor zwei Jahren beim Weltcup ein erster ganz großer Erfolg - im U23-Zweier über 1.000m mit Kai Spenner. Für beide KGEer der Auftakt, auch in der A-Nationalmannschaft Fuß zu fassen. Wie schon bei der Vorjahres-WM sitzt Kai Spenner erneut im 1.000m-Viererkajak. Einem Boot, das allerdings wie auch schon im letzten Jahr zu den "Sorgenkindern" des Verbandes zählt. Bei der EM in Brandenburg wurde gar das Finale verpasst. Die letzten zwei Wochen in Kienbaum haben laut Kai Spenner "aber noch mal etwas gebracht" . Es wurden noch einmal interne Varianten getestet und "alles ausprobiert" , das Boot in der letzten Besetzung mit Martin Hollstein (Neubrandenburg) am Schlag-Martin Schubert (Friedrichshafen)- Marius radow (Potsdam) und Kai Spenner auf Position vier eingefahren. "Wir fühlen uns wohl und hoffen, dass es klappt" , spielt Kai Spenner auf das Vorhaben an, das WM-Finale zu erreichen. Im Sprintbereich ist es dann Jonas Ems, der wie schon bei der EM im 200m-Einerkajak an den Start geht. Einer Disziplin, in der es immer äußerst knapp zugeht. Auch Jonas konnte noch einmal gut trainieren in Kienbaum “ auch bei ihm ist das Erreichen des WM-Finals das ganz große Ziel. Jonas hat noch einmal auf ein Boot der FES gewechselt, ähnlich dem, mit dem er schon 2007 Weltmeister werden konnte. Es wurde individuell seiner Größe angepasst, die Fahrzeiten waren durchaus gut. Zum Abschluss der WM steht Jonas Ems dann noch in der 4 x 200m-Staffel. "Das Wetter soll gut werden, flaches Wasser ist angesagt. Das kommt mir entgegen. Derzeit noch etwas müde vom Training, ist nun Ruhe angesagt. Dann kann der Saisonhöhepunkt kommen" , zeigte sich auch Jonas Ems kurz vor der Abreise gespannt auf Moskau.

Lukas Decker “ alles richtig gemacht

Verbundsystem punktet Braun gebrannt ist Lukas Decker nach einigen Tagen Kurzurlaub mit seinem Potsdamer Verbandspartner und einem weiteren Nationalmannschaftsmitglied im Anschluss an die Junioren-WM aus Ungarn wieder in Essen beim Training anzutreffen. Dazu passt die Zufriedenheit, die der 18-jährige auch mit etwas Distanz zu dem bisherigen sportlichen Highlight der Saison ausstrahlt. Er ist in diesem Jahr einfach auf einer Erfolgswelle gepaddelt und hat rückblickend alles richtig gemacht. "Lukas Decker hat sportlich in den letzten Jahren einfach eine rasante Entwicklung hingelegt" , bringt Joaquin Delgado, Juniorentrainer am Bundestützpunkt für Kanurennsport am Baldeneysee auf den Punkt, was mit der WM in Szeged vor zwei Wochen den bisherigen sportlichen Höhepunkt erreichte. Zu Saisonbeginn war Decker als DC-Kadermitglied (Schnittstellenbereich zwischen Bundes- und Landeskader) in die nationalen Verbands-Sichtungen gegangen. Eine Hürde, die er überstand. Er rutschte in die erweiterte Junioren-Nationalmannschaft, nutzte dort seine Chance und empfahl sich für einen Einsatz im 200m-Sprintzweier mit dem Potsdamer Jonathan Gerber bei der Junioren-EM in Frankreich. Auch die Chance wurde mit dem Gewinn der Bronzemedaille optimal genutzt, die Qualifikation für die Junioren-WM war der Lohn - in Szeged, dem "Mekka" des Kanusports. "Von Szeged habe ich schon viel gehört. Ich freu mich riesig. Es ist schon ein wahnsinniges Feeling gewesen, bei der EM dabei zu sein. Und nun fahre ich zu einer WM. Das kann ich gar nicht beschreiben" , hatte Lukas Decker im Vorfeld seine Vorfreude zum Ausdruck gebracht. Und dann bei der WM sogar das Finale und Platz sechs erreicht. "Schon die EM-Teilnahme war grandios. Jetzt hab ich im WM-Finale gestanden. So eine WM mit allem Drum und Dran zu erleben - einfach der Hammer" , beschrieb er die Entschädigung für all den Aufwand und die Risikobereitschaft der vergangenen Jahre und Monate. Als Schüler war Lukas Decker zunächst in Kassel in den Rennkajak gestiegen, bevor im Jahr 2009 eine gravierende Veränderung folgte: der Wechsel zur KG Essen an den Baldeneysee und der Umzug in das Essener "Sportinternat" . Sein damaliger Kasseler Trainer hatte diese Empfehlung bei vollstem Verständnis des Heimatvereins ausgesprochen mit dem Ziel, sich sportlich am Essener Bundesstützpunkt weiterzuentwickeln und auch schulisch im Verbundsystem besser voran zu kommen. Mit 13 Jahren eine derartige Veränderung vorzunehmen, war nicht immer einfach. "In den ersten zwei Jahren hab ich natürlich schon Heimweh gehabt, trotz der sehr guten Betreuung im Internat. Es war auch teilweise hart, sehr viel selbständig zu bewerkstelligen" , blickt Decker zurück. "Aber ich hab es durchgezogen und nie bereut. Und ich habe davon auf jeden Fall auch viel profitiert. Ich würde mich als extrem selbständig bezeichnen, kann alles für mich alleine regeln. Das wäre ich zu Hause sicher nicht so geworden. Ob ich da meine Wäsche alleine so in Schuss halten würde, glaub ich nicht" , fügt er lachend hinzu. Auch schulisch sieht es gut aus bei ihm. Das Verständnis zunächst bei der Elsa-Brandström-Realschule und jetzt beim Berufskolleg Essen-West versucht er mit guten schulischen Leistungen zu rechtfertigen. "Ich möchte als Schüler auch meinen Beitrag leisten, denn anders würde es nicht gehen" . Das alles passt zu dem, was auch der Essener Heimtrainer Joaquin Delgado (der übrigens schon ein Jahr Erziehertrainer am Internat war) über seinen Schützling sagt. "Lukas ist für mich der absolute Wettkampftyp. Im Training schon noch mit Schwankungen, legt er vor dem Wettkampf den Schalter um und es macht klick. Dann kann ich mich ganz beruhigt zurücklegen. Denn ich weiß, dass er weiß, was er zu tun hat, um Leistung zu bringen. Lukas ist kein Typ fürs Mittelfeld; bei ihm gilt alles oder auch mal nichts" . Lukas Decker hat sich mit seiner Familie früh entschlossen, auf das Verbundsystem in Essen zu setzten und die hervorragenden Möglichkeiten am Stützpunkt der KG Essen am Baldeneysee, im Sport- und Tanzinternat mit seinen Partnerschulen und am Olympiastützpunkt Rhein-Ruhr zu nutzen. Und damit offensichtlich eine gute Entscheidung getroffen “ eben alles richtig gemacht. Dass Lukas Decker nach EM und WM hoch motiviert ist, versteht sich von selbst. Die Erfolge haben Lust auf mehr geweckt, sein Weg ist noch nicht zu Ende. "Ich habe gesehen, wo ich stehe. Und wohin ich möchte. Jetzt heißt es weiter trainieren. Und irgendwann mal in der A-Nationalmannschaft an den Start gehen" , wurde das Ziel der nächsten Jahre formuliert. Vorbilder hat er da bei der KGE genug. Und so könnte er auf dem Weg sein, auch weiterhin alles richtig zu machen!

Neben Lukas Decker waren aktuell weitere Kanuten äußerst erfolgreich bei der Junioren- und U23-EM und WM im Einsatz: Frederik Illtz, der sich vor zwei Jahren entschloss, von Lünen nach Essen zu ziehen. Dann die Oberhausenerin Katharina Köther und Katharina Menrath aus Rheidt. Und Lukas Reuschenbach (Oberhausen) wurde U23-Doppeleuropameister und stand bei der WM ebenfalls in zwei Finals. Zudem war er auch schon Eliteschüler des Jahres. Insgesamt sind 15 Kanuten/innen in das Verbundsystem eingebunden; trainieren am Bundesstützpunkt der KGE auf und am Baldeneysee, wohnen, leben am Internat und nutzen die Partnerschulen und die Betreuungsleistungen des OSP. Seinen Weg gemacht hat unter diesen Voraussetzungen auch Max Rendschmidt, amtierender Welt- und Europameister.

KGE-Nachwuchs-Trio zufrieden mit WM-Ergebnissen

Szeged: Ungarn, genauer gesagt Szeged war mehr als eine Reise wert für die drei KGE-Nachwuchskanuten Anna Kowald, Lukas Decker und Fredrik Illtz. Und dies, obwohl sie ohne Medaillen von den U23- bzw. Junioren-Weltmeisterschaften zurückkehrten. Denn sie haben sich bei den Welttitelkämpfen blendend verkauft. Allen voran Anna Kowald, die sich in ihrem zweiten Leistungsklassen-Jahr für die U23-WM qualifiziert hatte. Im 500m-Viererkajak war sie mit Melanie Gebhardt (Leipzig), Lisa Jahn (Berlin) und Nina Krankemann (Magdeburg) an den Start gegangen. Am Ende fehlte im Finale als vierte lediglich eine halbe Sekunde zur Bronzemedaille. Nach dem Vize-EM-Titel vor wenigen Wochen ein sehr gutes Ergebnis für den Vierer. Dass sie mehr als Anschluss gefunden hat auf internationalem Parkett unterstrich Anna Kowald dann im 200m-Einerkajak. In dieser schwierigen und immer äußerst knappen Disziplin schaffte sie den Einzug ins A-Finale “ und wurde am Ende siebte. Ein mehr als respektables Resultat. Mit dem auch Anna Kowald durchaus zufrieden war. Nach krankheitsbedingten Rückschlägen im Vorjahr und ersten Einsätzen in der A-Mannschaft diese Saison bietet sie sich auf jeden Fall perspektivisch an für den Top-Bereich! Sie dürfte zu denen gehören, denen die Zukunft gehört! Dann war es KGE-Junior Lukas Decker, der überzeugen konnte. Als Nicht-Bundeskader hatte er alle Hürden genommen und sich für die Junioren EM und auch WM qualifiziert. "Ich bin total zufrieden, ebenso wie die Bundestrainer es uns versicherten" , gab er nach Essen durch. Im 200m-Zweierkajak der Junioren hatte er das WM-Finale erreicht und war dort mit Jonathan Gerber (Potsdam) als sechster eingekommen, lediglich 6/10 Sekunden hinter den Medaillenplätzen. "Die EM-Teilnahme war schon grandios, jetzt die WMWM-Teilnahme - einfach der Hammer. Und nun habe ich im WM-Finale gestanden “ der Wahnsinn" , gestand der KGEer, der im Wettkampf einmal mehr "Nervenstärke bewiesen hat" , wie es Heimtrainer Joaquin Delgado vor Ort beschrieb. Und Lukas hat offensichtlich Blut geleckt: "So etwas wie diese WM mitzuerleben, entschädigt für alle die Mühe und den Aufwand. Das gibt Motivation für mehr" gestand er nach dem Finale. Aus Essener Sicht war es dann Frederik Illtz, der im 1.000m-Viererkajak knapp das Finale verpasste. Im B-Finale dann reichte es für Fabio Zetzmann und Marco Poth (beide Karlsruhe) sowie Friedrich Weise (Dresden) zu Platz vier.

Hoff setzt goldenen Schlusspunkt und wird Europameister auf Langstrecke

Brandenburg: Die diesjährigen Kanurennsport-Europameisterschaften sind zu Ende. Drei ereignisreiche Wettkampftage liegen hinten den Athleten und Zuschauern, die bei "vollem Haus" am Brandenburger Beetzsee voll auf ihre Kosten kamen. So auch bei den Langstreckenrennen am Sonntagabend, als ihnen ein goldener EM-Abschluss durch zwei Aktive der deutschen Flotte beschert wurde. Zunächst war es der Potsdamer Sebastian Brendel, der Europameister im 5.000m-Einercanadier wurde. Und dann war es Max Hoff vorbehalten, im letzten aller EM-Rennen für einen goldenen Schlusspunkt zu sorgen. Laut schrie der KGEer seinen Jubel auf der Ziellinie heraus, immer wieder riss er Paddel und Arme hoch und fuhr schließlich noch einmal in Richtung Tribüne und ließ sich von den Zuschauern feiern. Max Hoff war mach Bronze über 1.000m auf seiner erklärten Lieblingsstrecke von 5.000m Europameister geworden und hatte zudem seinen EM-Langstreckentitel verteidigt. Und dieses Rennen war so richtig nach dem Geschmack der Zuschauer verlaufen; an Spannung fehlte aber auch gar nichts. Denn schon der Start war eine Nervenangelegenheit und stand sogar auf der Kippe. Schon beim Warmfahren musste alle Teilnehmer wegen aufziehender Gewitter erst noch einmal vom Wasser; das Rennen wurde erst einmal vertagt, konnte dann aber doch noch gestartet werden. Auf der gesamten Strecke war es dann Max Hoff, der das Rennen maßgeblich mitbestimmte, viel Führungsarbeit leistete und sich mit Rene Holten Poulsen (Dänemark), dem Portugiesen Fernando Pimenta und dem Ungarn Daniel Pauman einen packenden Kampf lieferte. Da dürfte so manchen schon gezweifelt haben, ob Max Hoff nicht zu viel vorne gefahren war mit der Konkurrenz auf der Welle. Nach der letzten Wende aber war er in der Lange, noch einmal alle Kräfte zu mobilisieren und mit gut einer Bootslänge Vorsprung zu gewinnen. Endlich Gold für Max Hoff. "Natürlich bin ich zufrieden. Dieses Ergebnis hatte ich mir nach der Bronzemedaille von gestern gewünscht. Und dies gibt mir nun Motivation für die anstehenden Wochen bis zur WM. Das war schon ein hartes Rennen, das hat schon weh getan. Aber es hat auch einen Riesenspaß gemacht, mit diesem Ergebnis umso mehr" , erklärte der Champion. Und hatte mit den anderen beiden Medaillengewinnern nach der Siegerehrung noch einmal Spaß, als ihnen KGE-Clubmanager Heino Terporten ein wohl verdientes Bierchen reichte.

Rendschmidt Europameister in "Weltrekordzeit" ; 1.000m-Bronze für Hoff

Brandenburg: "Sicher sind wir an diesem Wochenende der zweitwichtigste Sport" , hatte Thomas Konietzko, Präsident des Deutschen Kanu-Verbandes bei der Eröffnungs-Pressekonferenz schmunzelnd ein Statement zu den Kanurennsport-Europameisterschaften in Brandenburg abgegeben. Und er sollte Recht behalten. Denn die spannenden Rennen und insbesondere die Finals vor "vollem Haus" waren mehr als eine gelungene Einstimmung auf das anstehende Fußball-Highlight am Sonntagabend. Vorbehaltlich der noch ausstehenden abschließenden Langstreckenrennen fuhren die Aktiven des Deutschen Kanu-Verbandes vier EM-Titel, drei Vizemeisterschaften und zwei Bronzemedaillen, was Rand vier in der Nationenwertung bedeutete. Offensichtlich musste in einigen Disziplinen auch der Planung des Verbandes, diese EM als Zwischenstation auf dem Weg zum Saisonhöhepunkt WM in Moskau zu sehen, Tribut gezollt werden. Auch aus Essener Sicht gab es so einiges zu feiern, aber auch die ein oder andere Enttäuschung zu verarbeiten.Zu den großen Gewinnern dieser Titelkämpfe zählten auf jeden Fall Max Rendschmidt und sein Berliner Partner Marcus Groß. Schon im Laufe der Saison hatten sie mehrfach unterstrichen, dass mit ihnen zu rechnen sein würde. Und tatsächlich war es die Essen-Berliner-Kombination, die auf der Ziellinie allen Grund zum Jubeln hatte. In der ihnen eigenen Manier waren sie auf den letzten 300 Metern der Konkurrenz davon gefahren. Die alten und neuen Europameister im 1.000m-Zweierkajak heißen Max Rendschmidt und Marcus Groß. "Um unseren Endspurt wissend, waren wir uns 300 Meter vor dem Ziel sicher, vorne mitfahren zu können. Und es hat am Ende auch gereicht. Wir haben uns nur auf dieses Finale konzentriert, auch nicht mehr an den Paddelbruch in Szeged gedacht" , beschrieb Titelverteidiger Max Rendschmidt später. Und nahm dabei die zahlreichen Gratulationen derer entgegen, die mit allen Zuschauen das Duo unter Szenenapplaus ins Ziel geklatscht hatten. Dann galt der Blick von Rendschmidt-Groß erst einmal der Fahrzeit. "3.06,792 Minuten. Was, so schnell waren wir" , fragten beide ungläubig nach, nachdem sie realisiert hatten, dass sie "Weltrekord" (Inoffizielle Bestzeitenliste bei internationalen Meisterschaften im Kanurennsport) gefahren waren. Somit optimal motiviert wollten beide einen Tag später auch die Titelverteidigung im 500m-Zweier anpeilen. Am Ende aber kamen beide als siebte ein. Augenscheinlich fehlte in diesem Finale die für 500m nötige Spritzigkeit. Bislang in der Saison ungeschlagen, ging Max Hoff im 1.000m-Einer als einer der Top-Favoriten ins Finale. Aber er erwischte eines seiner "schlechteren Rennen" und kam als Dritter über die Ziellinie. Europameister wurden mit Aleh Yurenia (Weißrussland) und Silbermedaillengewinner Rene Holten Poulsen (Dänemark) zwei Dauerkonkurrenten der letzten Jahre. Erneut bei heftigstem Rückenwind und Wellengang war dieses Finale über die Strecke gegangen, Bedingungen, mit denen Max Hoff eigentlich keine Probleme hat. "Aber ich habe schnell gemerkt, dass dies nicht mein Rennen wird. Mit dem dritten Platz habe ich eigentlich kein Problem. Mit dem Rennen an sich schon eher. Das wurmt mich schon. Letzte Woche lief es deutlich besser; das ist ärgerlich. Ich hab mich hier einfach mit viel Un-Rhythmus über die Strecke gequält. Über so ein Rennen würde ich mich auch im Training ärgern. Na ja, lieber hier bei der EM, als bei der WM. Und bis dahin ist ja nun noch etwas Zeit" , kommentierte Max Hoff später. Und wollte auch eine Mandelentzündung noch vor 10 Tagen nicht als Entschuldigung gelten lassen. Nächste Chance zu einer Medaille bot sich beim abschließenden 5.000m-Rennen. Und es wurde nicht nur eine Medaille, sondern "GOLD" . (siehe separater Bericht). Im 200m-Einer hatte sich Jonas Ems das hohe Ziel gesetzt, ins EM-Finale vorzufahren. Als fünfter in einem von drei Halbfinals aber verpasste er das Feld der besten neun europäischen Sprinter. Im B-Finale dann belegte Jonas ebenfalls den fünften Platz. "Das Rennen an sich war schon in Ordnung, dr Platz weniger. Aber immerhin lagen einige Fahrer wie der Franzose und Italiener hinter ihm, die schon bei den Weltcups auf dem Treppchen gestanden haben. Jonas muss einfach noch eine Sekunde drauflegen" , erklärte Sprinttrainer Arndt Hanisch. Und machte seine Hoffnung deutlich, dass perspektivisch eine Steigerung nach Abschluss seiner Ausbildung für Jonas möglich sein sollte. Wie bereits berichtet, hatte auch Kai Spenner mit dem 1.000m-Herren-Vierer das Finale denkbar knapp um 5/1000 Sekunden verpasst. "Fakt ist, wir waren einfach zu langsam. Das war das schlimmste, was für uns passieren konnte. Da gibt es keine Ausrede, weder Wind noch Wellen noch Material. Dieses Halbfinale war ein Blackout-Rennen, in den nichts gepasst hat" , zeigte sich Kai Spenner tief enttäuscht.

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